Author Archive for Wolfgang George Dr.

Österreichische KRAGES Krankenhäuser erhalten auch 2021 die Auszeichnung mit dem Deutschen Palliativsiegel

 

Erneut konnten die Krankenhäuser der KRAGES-Gruppe im Burgenland anlässlich der KTQ-Visitation eine sehr gute Versorgungsqualität von Patienten in deren letzten Lebensphase aufzeigen

Gießen, 10 November 2021   Im Zeitraum vom 20. bis zum 20. September wurden die vier Krankenhäuser Oberwart, Güssing, Oberpullendorf und Kittsee in Österreich erneut mit dem Deutschen Palliativsiegel ausgezeichnet. Im Rahmen einer KTQ-Zertifizierung konnten die Krankenhäuser (erneut) nachweisen, dass diese über eine hervorragende Qualität in der Betreuung von Schwerstkranken und Sterbenden verfügen. Das seit 2015 existierende Siegel wurde bereits zum dritten Mal an die Krankenhäuser der Krankenhausträgergesellschaft Burgenland verliehen.

 

Palliativsiegel

Neue „Regionale Versorgungsleitlinie“ für das Krankenhaus zur Verbesserung der Versorgung von Menschen an deren Lebensende

Gießen, den 14.10.2021                                                                  Als wesentliches Ergebnis eines durch den Innovationsfonds des Gemeinsamen-Bundesausschuß geförderten Projektes „Analyse und Verbesserung des sektor- und bereichsübergreifenden Schnittstellen- und Verlegungsmanagements in der Palliativversorgung“ (Avenue-Pal) wurden in Kooperation mit dem Marburger Institut der Akademie der Medizinischen Wissenschaften (AWMF) zwei Leitlinien entwickelt, unter deren Anwendung es zu einer signifikanten Reduktion nicht indizierten Verlegungen Sterbender kommen sollte. Angeschlossen wird an den Sachverhalten, dass der weitaus größte Teil aller Deutschen ihre letzten Lebenstage im Krankenhaus (ca. 50%) oder Pflegeheim (ca. 30%) verbringen, obwohl Studien immer wieder zeigen, dass sich der weit überwiegende Teil der Bevölkerung wünscht, zu Hause zu versterben. Bei der Analyse der letzten Lebenstage fällt darüber hinaus auf, dass – obwohl bereits die Mehrzahl stationär versorgt wird – ein nicht unerheblicher Anteil nochmals in eine andere Einrichtung bzw. auf eine andere Station / Bereich verlegt bzw. überwiesen wird. Eigenen und wenigen anderen Studien folgend betrifft dies ca. 20% aller Patienten im Krankenhaus und 25% aller Bewohner stationärer Pflegdienste (1). Damit wären jährlich deutschlandweit annähernd 150.000 Patienten betroffen, zu denen noch all diejenigen hinzukommen, die zum Sterben von zu Hause in ein Krankenhaus verlegt werden. Ziel der vorgestellten Leitlinie ist es Verlegungen von Menschen in deren letzten Lebensphase die weder aus sozialen, noch aus pflegerisch-medizinischen und ethischen Begründungen nicht indiziert sind zu verhindern.

Krankenhaus Leitlinie Fassung 6.5

Entscheidungshilfe für Notärzte

Gießen, den 24.9.2021                    Anlässlich des DGAI-Kongresses am 17.9.2021 in Berlin bestand die Möglichkeit die im Rahmen des Avenue-Pal Projektes entwickelt Entscheidungshilfe für Notärzte relevanten Handlungsakteueren vorzustellen. Die Entscheidungshilfe soll dem Notarzt geeignte Unterstützung in dem von diesem zu treffenden Entscheidungen und des Vorgehens im Falle eines „palliativen Notfalls“ an die Hand geben. Insbesondere für dessen Einsatz im ambulanten Umfeld als auch in der pflegestationären Versorgung. Bei aller bestehenden Handlungsverpflichtung im Fall des „notfallähnlichen“ (palliativ) Einsatzes wird deutlich, wie wichtig die vorausschauende Planung und Abstimmung zwischen den betroffenen Akteuren ist und das die „hinzugezogene“ notärztliche Versogung besonders betrifft. Der Vortrag und eine Kurzform der Entscheidungshilfe finden Sie unten:

Vortrag DGAI 2021 EH Notarzt

Flyer Entscheidungshilfen_Notärzte

Die Versorgung von Menschen in deren letzter Lebensphase unter Anwendung einer Leitlinie qualitativ verbessern / Zoom Informationsveranstaltung am 12.10.2021 14.00 – 15.30 Uhr

Gießen, den 21.9.2021                          Ziel der 1,5 stündigen Veranstaltung ist es die Versorgungsleitlinie und die bisher gesammelten Erfahrungen in deren praktischen Einführung vorzustellen. Dabei sind es genau diese Umsetzungserfahrungen, welche die Entwickler ermutigen, die Leitlinie über die ersten Projekte hinaus deutschlandweit zu multiplizieren.  So wird anlässlich der einführenden Informationsveranstaltung auch das Know-How (Projektmanagement) erkennbar gemacht werden, wie von einer Standortbestimmung der eigenen Einrichtung ausgehend, durch umsichtige Planung ein erfolgreiches Projekt – d.h. die Umsetzung der Leitlinie – gelingen kann. Hierzu sind auch verschiedene im Projekt entwickelte Werkzeuge (Entscheidungshilfen, Informations-, Beratungs- und Schulungstableau etc.) zielführend. Nähere Info bzw. Anmeldung siehe attach:

 

Einladung Infoveranstaltung

Soziale Teilhabe bis zuletzt: Leitfaden für Kommune

Gießen, den 14.09.2021           Sich um die Menschen in Ihrer Gemeinde zu kümmern, die sich in ihrer letzten Lebensphase befinden, erscheint zuerst einmal nicht als unmittelbare Aufgabe der Gemeinden/Städte und damit des Bürgermeisters. Gleichwohl haben wir in ein einem durch den Gemeinsamen Bundesausschuss (GBA) geförderten und in Mittelhessen durchgeführten Projektes gesehen, wie bedeutungsvoll das Verhalten der Gemeinde / der Stadt in der Mitgestaltung letzten Lebensphase ist. Dabei kommt dieser eine ergänzende, insbesondere koordinative Funktion zu. Keinesfalls finden die regionalen Akteure, Pflegeeinrichtungen, niedergelassene, Krankenhaus, Hospizdienst u.a. immer in der wünschenswerten Form zusammen. Vor diesem Hintergrund haben wir gemeinsam mit der Deutschen Palliativstiftung einen „Leitfaden“ für Kommunen entwickelt, den wir allen interessierten Gemeinden rsp. Bürgermeistern an dieser Stelle zur Verfügung stellen. Weitere Projektinformationen auch unter www.avenue-pal.de

Leifaden Kommune Betreuung von Menschen im letzten Lebensabschnitt

Neue Website für Projekt Eigene Endlichkeit ab 1.9.2021 freigeschaltet

Gießen, den 28.08.21                                                Ab 1.9.2021 wird eine eigene Website für das Projekt „Eigene Endlichkeit“ freigeschaltet. Im Mittelpunkt der Website steht bisher das Buch: „Grenzen des Wachstums: Eigene Endlichkeit“. Aber es geht natürlich um mehr als um eine Buchankündigung. Die Website hat das Ziel, interessierte Leser/-innen zu erreichen, die sich nicht nur für die nüchterne Tatsache und überwältigende Auswirkung der eigenen Endlichkeit interessieren, sondern darüber hinaus, aufgrund diesem zumeist ungeklärtem Verhältnis – sowohl auf individueller als auch gesellschaftlericher Ebene – sich auch für die hieraus resultierenden Komplikationen. So werden nicht nur die Autoren/-innen und deren zu erwartende Texte berichtet, sondern es werden auch erste erweiternde Anregungen hinterlegt.

http://www.eigene-endlichkeit.de

 

Tag der Regionen 2021 / Existenzgründung: „Es ist noch jede Menge Luft nach oben“

Gießen, den 10.8.2021                                  In der aktuellen Ausgabe der Zeitschrift „Das Parlament“ (Heft 32-33 9.8.) ist das Leben im ländlichen Raum Themenschwerpunkt. An mehreren Stellen wird darauf hingewiesen von welch großer Bedeutung das Thema „Existenzgründung“ für den Erhalt bzw. die Fortentwicklung (Innovation!) des ländlichen Raums ist und das hierbei (den tatsächlich vollzogenen Existenzgründungen) Defizite zu konstatieren sind. Wir jedenfalls, wollen den Tag der Regionen 2021 – das 6 mal – zu genau diesem Zweck verwenden und laden hierfür zu einer kleinen, sonntäglichen Diskussionsrunde am 19.9.2021 nach Heidenrod ein. Näheres zu Ort, Uhrzeit und den Referentenim Flyer.

Flyer Tag der Regionen 2021 Heidenrod

Projekt und Buch (Teil 2): „Die Grenzen des Wachstums: Eigene Endlichkeit“

Gießen, den 29.7.2021                         Die  23 Autoren/-innen und die Kapitel des im Herbst des kommenden Jahres erscheinenden Buches „Die Grenzen des Wachstums: Eigene Endlichkeit“ stehen fest und können in der pdf wahrgenommen werden. Eine Website zum Thema wird zu Beginn des Monats September 2021 unter www.eigene-endlichkeit.de freigeschaltet werden.

Buch Eigene Endlichkeit

 

 

Einsamer Abschied mitten in unserer Gesellschaft

ALLEINGANG

Gießen, den 16.07.21                     Einsamer Abschied mitten in unserer Gesellschaft „Wie können wir auch nach dem Tod geliebter Menschen unsere Fürsorge für sie zeigen?“ fragt Dr. Dirk Pörschmann, Geschäftsführer der Arbeitsgemeinschaft Friedhof und Denkmal und Leiter des Museums für Sepulkralkultur in Kassel. Wie gehen wir mit Sterben, Abschied und Bestattung um? Kommt allen Menschen eine Fürsorge nach dem Leben und Sterben zu? Am Beispiel ordnungsbehördlicher Bestattungen wenden Dirk Pörschmann, Filmemacher Raphael Schanz und Urnenbegleiter Bernd Simon den Blick auf ein wenig beachtetes Thema, den einsamen Abschied. Schanz gewährt Einblicke in seinen aktuellen Kurzfilm. Jedes Jahr werden fünf bis zehn Prozent aller verstorbenen Berlinerinnen und Berliner von den Ämtern bestattet. Die meisten von ihnen werden von Urnenbegleiter Bernd Simon im Alleingang unter die Erde gebracht. Ein beobachtender Dokumentarfilm über einen Bestatter, der eigentlich Animateur werden wollte, ein skurriles Städteporträt und ein Spiegel unseres Umgangs mit Tod, Trauer und Erinnerung.

Moderiert wird das Gespräch von Philipp Lemmerich, Deutschlandfunk.

31. August 2021 | 19 Uhr
Ort: KörberForum, Kehrwieder 12, 20457 Hamburg
Freier Eintritt
Anmeldung ab 14 Tage vorher unter www.koerberforum.de
oder im Livestream über www.koerber-stiftung.de

Veranstalter ist die Körber-Stiftung

Projekt und Buch: „Die Grenzen des Wachstums: Eigene Endlichkeit“

Gießen, den 10.7. 2021           Kennzeichen des gegenwärtigen, von den Geophysikern als Anthropozän – das von der Menschheit gemachte – bezeichnete Erdzeitalter, ist der Golfschläger, in seiner abrupt nach oben gebogenen beschreibenden Form des exponentiellen Wachstums. Wachstum von allem „Menschengemachten“, bei sich gleichzeitig einstellenden Mangel und Verlust all dessen, was als „Natürlich“ zu bezeichnen ist.

Die Folgen der Missachtung der Grenzen wirtschaftlichen Wachstums sind erkennbarer denn je, denn all die kleineren und großen Neben-, Fern- und Folgewirkungen menschlichen Handelns haben sich in den letzten 20 Jahren – auf einem hohen Niveau anschlussnehmend – nochmals der Art kumuliert, dass nicht nur die biologischen Systeme auf deren Dekompensation zusteuern bzw. bereits irreversibel dekompensiert sind. Welche Rolle die bis heute weitestgehend unreflektierte, individuelle und gesellschaftliche Verleugnung der Tatsache der Endlichkeit menschlichen und damit des eigenen Lebens besitzt, bleibt in den geführten Ursachenbestimmungen unbeschrieben oder nicht gehört. Eine aktuelle empirische Arbeit an der annährend 1500 Personen teilgenommen haben unterstreicht, dass ein echtes Verständnis der eigenen Endlichkeit in der Bevölkerung oftmals fehlt, gleichzeitig popkulturelle Bilder der vermeintlichen Unsterblichkeit weitverbreitet sind und somit ein Bewusstsein für die auf Zeit gestellte Existenz fehlt. Die Herausgeber sind der Ansicht, dass dieses fehlende Verständnis Krisensituationen verschärft (bspw. durch fehlende Solidarität sowohl auf lokaler, regionaler oder globaler Ebene) bzw. ein Endlichkeitsbewusstsein in Krisensituation Quelle von Resilienz sein und bspw. im Zusammenhang mit der prekären Umweltsituation vermitteln könnte, dass Endlichkeit zur „conditio humana“ in allen Lebensvollzügen und -bereichen gehört. In wissenschaftlichen Kontexten, aber noch viel mehr in zivilgesellschaftlichen Zusammenhängen – auch im Rahmen altersangemessener Bildungsprozesse – sollte daher, jenseits religiöser oder weltanschaulicher Diskurse, ein besseres Verständnis der eigenen Endlichkeit geweckt und realistische und auch praxistaugliche Wege gezeigt werden, wie das Defizit zu überwinden ist. So wurden 22 Autor*innen gewonnen, die durch ihre wissenschaftliche / fachliche und auch auf Lebenserfahrung begründete Perspektive, dem Leser eine Zusammenschau bzw. Überblick zum Thema und auch eine Nachbetrachtung der Corona-Pandemie zu ermöglichen.

Symposium am 6.Mai 2021

Die Verbesserung der Situation Sterbender durch Stärkung der Kompetenzen und Strukturen am Ort der letzten Tage und Stunden, lautete die zentrale Zielstellung eines mit 2 Mio. € durch den Innofond des Gemeinsamen Bundesausschuss für Gesundheit (G-BA) geförderten Projektes.

Konkret, sterbende Menschen sollen nicht länger unnötigen Verlegungen zwischen und innerhalb der Versorgungsdienstleister ausgesetzt sein. Dies betrifft mehr als 150.000 Personen jedes Jahr.

Um dieses Ziel zu erreichen wurde nach bestmöglichen auch wissenschaftlichen Methoden das notwendige Handwerkszeug und ein Vorgehenspfad in Form von Leitlinien identifiziert. Diese wurden in einer großen Pflegeeinrichtung und einem Universitätskrankenhaus stellvertretend für viele tausende bundesweit betriebene Krankenhäuser und Pflegeheime im „Normalbetrieb“ eingeführt und wo nötig, hilfreich verbessert.

Die Ergebnisse sind eindeutig: die Zahl der Verlegungen werden erheblich rückgeführt, die Zufriedenheit der Betroffenen und beruflichen Helfer ist vorhanden. Auch die Einrichtungsleitung bzw. Trägergesellschaften können von dem Prozess profitieren. Insgesamt 20 Referent/-innen geben einen Einblick, warum dies möglich wurde und warum das Projektteam glaubt, dass sich ein bundesweiter Transfer lohnt.

 

Zur Anmeldung:

Symposium 2021

Existenzgründung in Bad Endbach

Gießen im November 2020     Existenzgründungen in Bad Endbach strategisch zu ermöglichen ist das Ziel des Vorgehens. Hierzu wird eine Vitalisierunganalyse für die Gemeinde durchgeführt. Die Ergebnisse werden im Juli den Gemeindevertretern vorgestellt. Im Septmber 2021 werden dann interessierte Personen zu einem Work-Shop eingeladen. Nähere Informationen im Beitrag.

 

Bad Endbach

Beitrag in Zeitschrift für medizinische Ethik // Ethische Problemlagen durch die Verlegung sterbender Menschen zwischen verschiedenen Versorgungsorten und -einrichtungen

Gießen, den 2.6.2020               Der Beitrag soll auf die Verlegung sterbender Menschen in Krankenhäusern und Pflegeeinrichtungen aufmerksam und dabei entstehende ethische Problemlagen bzw. Herausforderungen erkennbar machen. Grundlage sind Studien zur Versorgungspraxis; jeder vierte sterbende Heimbewohner und jeder fünfte sterbende Krankenhauspatient wird inder letzten Lebensphase verlegt. Ursachen hierfür sind vielfältig und betreffen medizinisch-pflegerische, soziale, organisatorische sowie ökonomische Faktoren. Häufig werden Verlegungen notfallähnlich aus überforderten Versorgungsbereichen hin zu Stationen mit erhöhter personeller Ausstattung sowie professioneller und sozialer Versorgungskompetenzvollzogen.

Beitrag zfme 2020

Neue Studie: Eigene Endlichkeit

Gießen, den 4.5.2020                        – Angesichts der aktuellen Situation mit Blick auf die Bewältigung der durch das Coronavirus verursachten Pandemie ist auch das Thema Sterben verstärkt zum Gegenstand der medialen Berichterstattung geworden. Zugleich gilt aber auch weiterhin, dass viele Menschen es vermeiden, sich mit der eigenen Endlichkeit intensiver zu beschäftigen. Die vorausschauende Planung etwa durch Patientenverfügungen oder Vorsorgevollmachten stellt – nicht nur für den jüngeren Teil der Bevölkerung – nach wie vor eine Ausnahme dar. Über die eigene Betroffenheit findet selbst in der Familie, zwischen den Partnern und Freunden kaum ein Austausch statt. Die Frage nach der Beziehung zum eigenen Sterben erscheint in einer ersten Reaktion nicht nur als intime, sondern auch als nicht einfach zu beantwortende Herausforderung.

Vor diesem Hintergrund wird der TransMIT-Projektbereich für Versorgungsforschung und Beratung eine umfassende Studie zum Thema „Eigene Endlichkeit und Sterben“ durchführen. Diese richtet sich an alle interessierten Personen, welche die Gelegenheit nutzen wollen, sich mit ihrer eigenen Endlichkeit erinnernd zu befassen. Ziel der Studie ist es, unter wissenschaftlichen Gesichtspunkten weiterführende Orientierung in diesem wichtigen Themenkreis herzustellen. Die neue empirische Gießener Sterbestudie erfolgt im Rahmen des durch den Gemeinsamen Bundesausschuss (G-BA) geförderten Projektes Avenue-Pal.

„Durch die bis heute ungebrochene Verlagerung des Sterbens in die Krankenhäuser und Pflegeheime, nicht zuletzt auch durch den Einflussverlust der Kirchen – in welchen die Endlichkeit des irdischen Lebens immer eine zentrale Botschaft darstellt – scheint es einem immer größer werdenden Teil der Menschen zu gelingen, diesen finalen Sachverhalt ein Leben lang verleugnen zu können“, betont Prof. Wolfgang George, Leiter des TransMIT-Projektbereichs für Versorgungsforschung und Beratung. „Die jetzt europaweit zu beobachtenden schwierigen, teils dramatischen Situationen in der Auseinandersetzung mit der COVID-19-Pandemie überfordern nicht nur die Betroffenen vielfältig, sondern auch diejenigen, die beruflich mit der Sterbesituation als Pflegekräfte und Ärzte konfrontiert werden. Defizite, die in der aktuellen Krise nur sehr schwer zu kompensieren sind.

In den vergangenen Jahren wurden bereits bundesweit diverse Gießener Sterbestudien mit unterschiedlichen Schwerpunkten erfolgreich durchgeführt. Dabei waren vor allem die Sterbebedingungen im Krankenhaus und stationären Pflegeeinrichtungen Gegenstand der Untersuchung. Zu den Teilnehmern dieser Studien gehörten insbesondere Ärzte, Pflege- und Altenpflegekräfte. In der neuen Gießener Studie zum Thema „Eigene Endlichkeit und Sterben“ wird der Adressatenkreis erstmals auf alle interessierten Personen ausgedehnt, um so in dieser Frage ein umfassenderes Bild des gesamtgesellschaftlichen Bewusstseins und Lebens zu erhalten.

Weitere Informationen und Teilnahme unter: www.sterbestudie.de

Krankenhaus der Zukunft

Gießen, den 29.3.2020                        Angesichts der Diskussionen um einzelne Regelungen des Digitalen Versorgungsgesetzes (DVG) treten die grundsätzlichen Fragen über die Zukunft der Gesundheitsversorgung ein wenig in den Hintergrund. Das heißt aber nicht, dass hierzu nicht diskutiert würde oder kein Gesprächsbedarf bestünde – im Gegenteil. Es existiert dazu sowohl eine fachliche Debatte, die insbesondere durch eine im Sommer 2019 veröffentlichte Bertelsmann- Studie zur Zukunft der in Deutschland betriebenen Krankenhäuser angestoßen wurde, als auch eine öffentlich bzw. massenmedial geführte Auseinandersetzung in Anknüpfung an einen im Nachrichtenmagazin Stern veröffentlichten Aufruf deutscher Ärzte und Ärztinnen im Hinblick auf die fortschreitende Ökonomisierung der Krankenhäuser in Deutschland. Ergänzt werden beide Debattenstränge zusätzlich durch die im Herbst des Jahres 2019 erschienene Studie zur Zukunft der Krankenhauslandschaft in NRW sowie durch das im Dezember 2018 erschienene Positionspapier der Arbeitsgemeinschaft der Wissenschaftlichen Medizinischen Fachgesellschaften e. V. (AWMF) „Medizin und Ökonomie. Maßnahmen für eine wissenschaftlich begründete, patientenzentrierte und ressourcenbewusste Versorgung“.

 

Auf KU 2020 George

Attraktive Investition: Energiegenossenschaften beschleunigen den Ausbau der Wind- und Solarenergie

Die Nachfrage nach Strom steigt innerhalb des neuen Jahrzehnts um ca. 25%. Der gegenwärtig zögerliche Ausbau erneuerbarer Energien bleibt weit hinter dieser Zielgröße zurück, kritisiert das Energiewirtschaftliche Institut der Universität Köln. Die forcierte dezentrale Energie-Produktion bietet v.a. für ländliche Regionen attraktive, bisher wenig genutzte Entwicklungschancen: Energiegenossenschaften integrieren die verschiedenen gesellschaftlichen Akteure vor Ort und beteiligen sie in einer Win-Win-Gemeinschaft. 25 Fachleute vermitteln in ihrem Reader „Energiegenossenschaften gründen und erfolgreich betreiben“ das notwendige Knowhow.

Nach Einschätzung des Energiewirtschaftlichen Instituts werden Elektrofahrzeuge, Gebäudeheizungen und moderne Industrieanlagen den Bruttostromverbrauch in Deutschland bis 2030 auf ca. 7450 Terawattstunden hochtreiben. Die Bundesregierung projiziert für 2030 etwa 65% des Stromverbrauchs aus regenerativen Energien. Demgegenüber kalkuliert das Institut: Verläuft der Ausbau von Wind- und Solarenergie weiterhin so zögerlich wie bisher, dürften lediglich etwa 46% erreichbar sein. Der Investitionsbedarf ist also hoch.

Der Neubau von Windenergie-Anlagen wird häufig von auswärtigen Projektentwicklern und Investoren initiiert, jedoch vor Ort von Bürgern, politischen Kräften, Verwaltungen behindert. Dies lässt sich dadurch verhindern, dass primär einflussreiche Akteure vor Ort unter aktiver – auch ökonomischer – Bürgerbeteiligung die Projekte verantworten und vorwärtstreiben. Prof. Dr. Jürgen Wegmann betont in seinem Beitrag zum Reader: „Gerade die Erfahrungen mit den oligopolitisch geprägten Märkten der Energieversorgung haben deutlich gezeigt, dass eine bezahlbare Energiepolitik ohne Einfluss der Bürger illusorisch ist.  Wenn es gelingt, die Bürger auch finanziell – z.B. über die Rechtsform einer Genossenschaft – an einer regionalen Energieversorgung zu beteiligen, dann wird zum einen die nachhaltige Sicherstellung mit Energie geleistet und zum anderen eine kommunale Daseinsvorsorge erreicht.“

Wenn Investoren, Betreiber und Abnehmer vor Ort kooperieren, profitieren die Kommunen und ihre Infrastruktur zusätzlich; der Energieabsatz ist langfristig gesichert. „Der guten Idee folgt letztlich auch das ´richtige´ Geld, sofern der Prozess strukturiert und konsequent geführt wird“, formulieren Autoren im Reader – und beschreiben bewährte Strukturen erfolgreicher Energiegenossenschaften.

Literatur zum Thema

 

Regionales Zukunftsmanagement – Band 5:
Energiegenossenschaften gründen und erfolgreich betreiben.

Wolfgang George, Thomas Berg (Hrsg.)

Pabst, 232 Seiten. Paperback ISBN 978-3-89967-729-4

Vortrag anlässlich Grüner Woche in Berlin 23.1.2020 „Die Unterstützung von Existenzgründungen im ländlichen Raum durch Hochschulen“

Gießen den 20.12.2019        Was können Hochschulen und Universitäten auf den Weg bringen, dass es zu mehr Gründungen im ländlichen Raum kommt?

Bisher engagieren sich deutsche Hochschulen um Existenzgründungen insbesondere in der Art, dass diese 1) am Campus bzw. mit einem Hochschulpartner gemeinsam interessierte Studenten im Gründungsprozess unterstützen 2)      gezielt mit Kompetenz-  und Leistungszentren/Instituten und deren akademischen Personal Gründungen der Art systematischer betreiben auch um eigene Ideen, Produkte und Dienstleistungen zu etablieren 3)  für in der Region ansässige Start-ups, Existenzgründer und junge Unternehmen einsetzen, etwa in dem sie diesen Support anbieten. All dieser Einsatz hat seinen Platz, verdient Respekt und ist in der Regel noch immer z.T. deutlich zu verbessern, allein um den aktuellen Technologien und deren Auswirkungen gerecht zu werden. Indes ist der Fokus bei all diesen Aktivitäten auf den oder die Existenzgründer gerichtet nicht aber auf die näheren Kontext-, Struktur- und Bedarfsbedingungen einer Stadt oder Region. Der vorgestellte Ansatz unternimmt nun dies. Somit ist es die Region, die Gemeinde, die Stadt und mit dieser die Frage ob hier tatsächlich das Bestmögliche und dem Zweck dienliche auf den Weg gebracht ist und welche Rolle hierbei die Hochschule vor Ort übernehmen könnte.

https://www.gruenewoche.de/FuerBesucher/KongresseEvents/Eventdetail.jsp?eventDateId=522954&pageTitle=12.+Zukunftsforum+L%C3%A4ndliche+Entwicklung+-+Gemeinsame+Aufgabe+f%C3%BCr+Staat+und+Gesellschaft

Einladung zum MakerCamp Genossenschaften vom 29.-30. Januar 2020 in Wiesbaden

Vom 29.-30. Januar 2020 findet erstmals das MakerCamp Genossenschaften in Wiesbaden statt – zu dem wir Sie herzlich einladen!

 Mit dem MakerCamp als Start-Event und daran anschließenden Projekten möchten wir zum Wachstum des genossenschaftlichen Ökosystems und zur Vision 30.000 Genossenschaften bis 2030 in Deutschland beitragen. Diese Vision entstand, weil wir überzeugt davon sind, dass Genossenschaften voll im Trend und cooler denn je sind. Die Vision ist ambitioniert, weil sie eine Verdreifachung von heute rund 7.700 auf 30.000 Genossenschaften innerhalb von 10 Jahren bedeutet. Das Programm des MakerCamps enthält Keynotes, Impulsvorträge und Praxisbeispiele. Außerdem arbeiten wir an mehreren Challenges, um Wachstum und Vision erreichen zu können. Dazu zählen Gründungszentren, Gründungsprozess und Finanzierung für Genossenschaften. Nähere Informationen finden Sie hier: Programm und Speaker. Das MakerCamp planen wir mit ca. 150 Teilnehmern. Zur Veranstaltung kommen Akteure aus den Bereichen Genossenschaften, Innovation, Nachhaltigkeit, Wirtschaft, Wissenschaft, Politik und Gesellschaft.

Anbei der von Wolfgang George gehaltene Vortrag

Präsentation MakerCamp2

“Care for the Common Home”: Responses to Pope Francis’s Encyclical Letter

Gießen, den 5.12.2019           Gemeinsam mit Claude-Helene Mayer und Elmar Nass erschien in der Zeitschrift „Journal of Religion and Health“ ein Beitrag zur Enzyklika Laudato Si bzw. dem Buch von Wolfgang George (Hg) Wissenschaftler antworten auf die Laudato Si von Papst Franziskus

Abstract: This article aims to build awareness of the growing global crisis in social, economic and environmental terms from different disciplinary approaches. The authors respond to the message of Pope Francis presented in his Encyclical Letter published in 2015. The article provides a short current overview of the discourse and presents three hypotheses anchored in the disciplines of Psychology, Health and Theology for a deeper discussion of Pope Francis’s viewpoints on the challenges to humankind and how to address them. It thereby contributes to the discourse on health and religion with regard to the Pope’s message to the world community. The article leads to an interdisciplinary conclusion and directions for future research and practice.

https://www.researchgate.net/publication/337720604_Care_for_the_Common_Home_Responses_to_Pope_Francis%27s_Encyclical_Letter

 

Beitrag in Zeitschrift „Monitor Versorgungsforschung“ zu Sterbeortregister

Gießen, den 21.11.2019        Eigentlich handelt es sich gar nicht um dasjenige was in der Medizin bzw. Epidemilogie unter einem Register verstanden wird, sondern nur um einige wenige Informationen die zusammengeführt werden sollten. Informationen zum sozialen Ort des Sterbens. Also verstirbt ein Mensch im Krankenhaus (die größte Wahrscheinlichkeit), in einer stationären Pflegeeinrichtung (die zweitwahrschenlichste Möglichkeit), zu Hause ( die drittwahrscheinlichste Möglichkeit) oder in einem Hospiz (was am unwahrscheinlichsten ist). Außer exakten – jedes Jahr berichteten Zahlen aus den Krankenhäusern existieren keine verbindlichen Zahlen. Erst wenn auf regonaler Ebene Klarheit über die jeweiligen Orte des Sterbens besteht, können eine ganze Reihe der Fragen beantwortet werden, die notwendig sind wenn es gilt dem Ziel der meisten Menschen – zu Hause zu sterben – näher zu kommen.

Hierzu ist ein Beitrag in der Zeitschrift Monitor Versorgungsforschung 6/2019 erschienen, der unter w.george@andramedos-net.de angefragt werden kann

Regionale Gesundheitsversorgung zukunftsfähig gestalten // Veranstaltung am 19.12.2019 in Wetzlar

Gießen, den 19.12.2019      Trotz verschiedener Maßnahmen zur Sicherstellung einer zeitgemäßen, bürgernahen (Daseins-) Versorgung des ländlichen Raums, müssen die bestehenden und hinlänglich beschriebenen Problemlagen als insgesamt nicht bzw. nur anteilig gelöst bewertet werden.  Diese „Rückwärtsbewegung“ wird auch weiterhin nicht ohne Auswirkungen auf die Gesundheitsersorgung im ländlichen Raum bleiben. Wenn die – insbesondere ärztliche Versorgung – von den Bürgern als lückenhaft bzw. fehlend erfahren wird, werden regionalwirksame Mechanismen in Gang gesetzt, die erhebliche Auswirkungen auf die regionale Lebens- und Arbeitswelt besitzen. Betrachtet man die bisher auf den Weg gebrachten Lösungen, Initiativen und Projekte, so fällt u.a. auf, dass die Menschen/Bürger der betreffenden Region/Gemeinde, bzw. deren Vertretungen – wenn überhaupt – nur am Rande miteinbezogen wurden. Weder sozial etwa als Treiber des Anliegens, noch wirtschaftlich etwa als Miteigner eines regional-gemeindlichen Geschäftsmodells. Auch andere Akteursgruppen wie Freiberufler, Unternehmen, regionale Banken, Kirche, Vereine bis hin zur öffentlichen  Gemeinde werden nur allzu oft nicht angemessen einbezogen. Bis heute gilt, dass verschiedenme Schwierigkeitslagen der Sicherstellung der Gesundheitsversorgung gerade im ländlichen Raum noch immer bestehen, in einigen regionalen Räumen und Bundesländer mit ausgesprochen problematischen Konsequenzen.Wie könnte zu den bestehenden, ein alternatives Vorgehen der Gemeinwohlökonomie aussehen? Anregungen hierzu in einer Veranstaltung am 19.12.2019 in Wetzlar. Näher Informationen und wie Sie sich anmelden können, erfahren Sie unter:

191014_Flyer_RegionaleGesundheitsversorgung_Final

Seminar: Existenzgründung im ländlichen Raum

Gießen, den 11.10.2019                                     Anlässlich des Tges der Regionen fand in der Gießener TransMIT eine Veranstaltung zum Thema statt. Der Gründerbericht des DIHK aus dem Jahr 2019 titelt mit der Zeile: Der Funke springt nicht über und bestätigt einmal mehr, dass in Deutschland zu wenige Gründungen stattfinden. Wie dies abgeändert werden kann war Gegenstand des Tages. Einige weiterführende Informationen zum Verlauf entnehmen Sie folgendem Bericht:

.http://www.giessener-zeitung.de/pohlheim/beitrag/131057/qexistenzgruendung-im-laendlichen-raumq-transmit-gesellschaft-fuer-technologietransfer-mbh/?lesen&recommend

weitere Berichterstattung in KOMMUNAL

https://kommunal.de/wirtschaftsfoerderung-existenzgruendung

 

Pressebericht in Saarbrücker Zeitung zu Deutsche Palliativsiegel

Gießen, den 11.09.2019        Anlässlich des Hospizgespräches im Saarland wurden die Erfahrungen die das Caritas Senioren-Zentrum Haus am See sammeln konnte – von Vertreter*innen der Einrichtung – berichtet.

Nähere Informationen https://www.saarbruecker-zeitung.de/saarland/st-wendel/nohfelden/senioren-zentrum-haus-am-see-in-neunkirchen-nahe-erhaelt-deutsches-palliativsiegel_aid-45744199

Gespräch: „In Sorge für das gemeinsame Haus“ am 21.8.2019 in Dortmund

Gießen, den 21.7.219                    Die Enzyklika Laudato Si ‘ von Papst Franziskus aus dem Jahr 2015 hat ein weltweites zustimmendes Echo gefunden. Seine Kritik an den – längst bekannten – Umweltzerstörungen und weltweiten sozialen Missständen hat die Welt geradezu aufhorchen lassen. Seine Kritik am neuzeitlichen Fortschrittsglauben – an einseitigen Technikvertrauen, einer zerstörerischen Wirtschaft und einem konsumistischen Lebensstil – impliziert eine Kritik des modernen Wissenschaftsbetriebs. Franziskus vermisst Lösungen für die großen Herausforderung in einem „wirklichen ethischen Horizont“ (LS 110).

Wie ist es aktuell um die Verantwortung von Religion und Wissenschaft angesichts der „Sorge um das gemeinsame Haus“ steht, welche Konsequenzen diese Herausforderung für den Wissenschaftsbetrieb haben sollte, stellen wir in unserem Kommende Gespräch zur Diskussion.

Flyer KommendeGespräch 2019-08-21 (neu)

Vorschau (Link öffnet in neuem Tab/Fenster)

Knappschaftskrankenhaus erhält das „Deutsche Palliativsiegel“

 

 

Gießen, den 20.6.2019   Pressemitteilung von: Universitätsklinikum Knappschaftskrankenhaus Bochum GmbH Die Versorgungsqualität von Sterbenden und Schwerstkranken im Universitätsklinikum Knappschaftskrankenhaus Bochum wurde jetzt durch eine unabhängige Zertifizierungsstelle als vorbildlich bewertet und bereits zum zweiten Mal mit dem „Deutschen Palliativsiegel“ ausgezeichnet. Vor drei Jahren war das Knappschaftskrankenhaus die erste Universitätsklinik in der Bundesrepublik, die sich der Qualitätsprüfung durch externe Auditoren unterzog und ihre Versorgungsqualität entlang gültiger Kriterien prüfen ließ. Nähere Informationen: http://www.uk.rub.de/aktuell/kkh/meldung00862.html.de

 

Berliner Pflegekonferenz 2019 7. November 2019

Gießen, den 28.5.2019      Zukunft des Innovationsfonds: Eine erste Bilanz zu geförderten Projekten in der pflegerischen Versorgung  „Die eigentliche Bewährungsprobe besteht nicht nur darin valide Versorgungsmodelle bzw. Prozesse in Pilotprojekten zu entwickeln, sondern darin vorausschauend Wege zu identifizieren wie diese in der Regelversorgung implementiert werden können.“ lautet das Statement von George.

Deutsches Palliativsiegel für cts- Senioreneinrichtung Haus am See

Gießen/Neunkirchen  10.5.2019                       Das Caritas SeniorenZentrum Haus am See wurde als erste Pflegeeinrichtung im Saarland und süddeutschen Raum sowie als sechste Einrichtung bundesweit mit dem Deutschen Palliativsiegel ausgezeichnet. Damit verbunden sind eine hohe Versorgungsqualität und eine menschenwürdige Betreuung von schwerstkranken und sterbenden Menschen.

Als erste Pflegeeinrichtung im Saarland und im gesamten süddeutschen Raum darf das Caritas SeniorenZentrum Haus am See nun das Deutsche Palliativsiegel für eine hohe Versorgungsqualität von Schwerstkranken und Sterbenden tragen. Das Siegel bescheinigt eine hohe Betreuungsqualität im letzten Lebensabschnitt. Seit 2006 engagiert sich die Einrichtung im Bereich Palliative Care und wurde bereits 2009 als Modellprojekt vom Ministerium für Soziales, Gesundheit, Frauen und Familie des Saarlandes gefördert. Die palliative Versorgung stellt einen der Schwerpunkte der Pflegeeinrichtung dar. Charakteristisch für die palliative Arbeit im Haus am See ist ein multiprofessionelles Team aus speziell qualifizierten Pflegekräften, Ärzten, Therapeuten und ehrenamtlichen Helfern, die gemeinsam dafür sorgen, dass die Bewohner des Hauses am Ende ihres Lebens bestmöglich versorgt sind.

https://www.haus-am-see.de/aktuelles/news/Deutsches-Palliativsiegel-fuer-Haus-am-See,52532

Helfer sind im Umgang mit Tod und Sterben auch durch familiäre Erfahrungen geprägt.

 

Gießen, den 17.4.2019       Bereits während der ersten Arbeitseinsätze wird der
überwiegende Teil der Pflegekräfte mit sterbenden
Menschen konfrontiert. Auch bringt ein großer Teil
der Auszubildenden bereits persönliche Vorerfahrungen
mit, die in der inhaltlichen und curriculativen
Ausgestaltung der Themen „Betreuung Sterbender“
und „palliative Pflege“ berücksichtigt werden sollten.
Als eine Konsequenz aus einer empirischen Studie
aus dem Jahr 2017 zeigte sich, dass die den Auszubildenden
begleitende Funktion des Lehrers / Ausbilders
gestärkt werden sollte.

Beitrag Ausbildung 2018

 

Stellenausschreibung: Projektassistenz im Forschungsprojekt „Avenue-Pal – Analyse und Verbesserung des sektor- und bereichsübergreifenden Schnittstellen- und Verlegungsmanagement in der Palliativversorgung“

Gießen, den 3.4.2019         Der TransMIT-Projektbereich für Versorgungsforschung und Beratung (Leiter Dipl. Psych. Prof. Dr. Wolfgang George) konzentriert sich auf eine nachhaltige Zukunftsgestaltung von Regionen und Gemeinden – insbesondere im ländlichen Raum. Hierbei steht neben der Etablierung einer regional organisierten Gesundheitsversorgung die Etablierung zukunftsweisender Arbeitswelten im Vordergrund der Aktivitäten.

Wir suchen am Standort Gießen zur Unterstützung des Forschungsprojektes „Avenue-Pal – Analyse und Verbesserung des sektor- und bereichsübergreifenden Schnittstellen- und Verlegungsmanagement in der Palliativversorgung“ eine versierte Projektassistenz.

Nähere Informnationen unter:Stellenausschreibung_Projektassistenz_Avenue-Pal_final

Genossenschaften Filmbeitrag: Coopville ist überall

Gießen, den 16.02.2019      In einem kleinen Film werden die Vorteile kooperativ-ökonomischer Lösungen für die Daseinsvorsorge und den Regionalerhalt aufgezeigt. Neben 2 Energiegenossenschaften wird auch der Betrieb eines Hallenbades vorgestellt. Besonders lohnend indes ist das im Film vorgestellte Beispiel der Friedrich Raiffeisen Schule in Wetzlar. Einer im Rechtskleid der Genossenschaft organisierten Schule

in Wetzlar. Ein Modell das für eine Ausweitung mehr als geeignet ist.

https://www.youtube.com/watch?v=bB0_H63jhYw

Kleiner Ort mit großer Zukunft. Wo Heimat lebt

Gießen, den 21.2.2019                In einer Sendung des Hessischen Rundfunks (Hessenreporter) wird über die Entwicklungsperspektive von Mengerskirchen berichtet. In einem Teil der Berichterstattung wird auch das Gründerzentrum-Westerwald vorgestellt. Dere Beitrag wird am 12.3.2019 zwischen 21.45 und 22.15 Uhr im Hessischen Fernsehen gesendet. Nähere Informtaionen auf dessen Website

https://www.fernsehserien.de/hessenreporter/folgen/136-kleiner-ort-mit-grosser-zukunft-wo-heimat-lebt-1272646

Beitrag für Krankenhausmanagement

Gießen, den 16.12. 2018  Auch wenn für Deutschland keine detaillierten Untersuchungen zu Sterbeorten existieren zeigen die existierenden Zahlen auf, dass seit Jahrzehnten die Mehrzahl der  Bürger Deutschlands ihr Leben in einem Krankengaus beendeten Die Gründe hierfür sind vielfältig: das durchschnittliche Sterbealter steigt (2000: 75,4 Jahre, 2016: 80,6 Jahre); ältere Menschen kumulieren mehr Erkrankungen: Anzahl und Ausmaß der Krankheiten (Multimorbidität) und ein möglicher pflegerischer Bedarf stehen in enger Korrespondenz; immer mehr Menschen leben in Stadtregionen: Kennzeichen des städtisch-urbanen Lebensraums ist u.a. die sich verändernde Arbeitswelt, in deren Konsequenz kleinteiligere, fragilere und zumeist geringer belastbare familiäre Strukturen entstehen. Um nur 2 bedeutsame Einflussgrößen zu nennen.

Der durchweg formulierte Wunsch des Sterbens zu Hause trifft angesichts dieser gesellschaftlichen Realität auf enge Gestaltungsräume. Verantwortliche als auch Mitarbeiter in den Krankenhäusern sind demnach klug beraten nicht nur um die heutige und zukünftige Bedeutung des Krankenhauses als Sterbeort zu wissen, sondern auch darum, wie es gelingen kann, allen Sterbenden ein „zuhause“ als Sterbeort anzubieten und dabei sicherzustellen, dass dieser Ort im Prozess des Sterbens nach Möglichkeit nicht wechselt.

Bis heute bleibt die genaue Bestimmung der relativen Anteile der Sterbeorte (zu Hause, Pflegeheim, Krankenhaus) im Ungenauen bzw. kann nur über indirekte Schätzungen erschlossen werden. Allein für die Krankenhäuser besteht eine zusammenführende Statistik, die einen leicht rückläufigen Trend für die Krankenhäuser anzeigt (vgl. Dasch et al. 2015). Ob sich diese (leichte) Verlagerung als dauerhafter Trend erweisen und sich zugunsten der stationären Pflegeeinrichtung bzw. dem häuslichen Sterben auswirken wird, entzieht sich vorläufig einer exakten Bestimmung. Dass eine Trendwende zugunsten einer häuslich-ambulanten Versorgungskultur prinzipiell möglich ist, zeigt zuletzt ein nordeuropäisches Autorenteam auf indem es dies für einige angelsächsische Länder aufzeigt.

Nähere Informationen: Dezemberausgabe „das Krasnkernhaus“

Betreuung Sterbender: Ethische Implikationen

Gießen, den 10.12.2018  Die erreichte, „ethische Handlungsqualität“ einer Pflegekraft oder eines Arztes ist kein Zufallsergebnis. Vielmehr stellt diese das Ergebnis der biographischen Entwicklung dar. In dieser korrespondieren persönliche Faktoren mit solchen der Sozialisation bzw. insbesondere der beruflichen Umwelt. Die prägenden Einflüsse des Elternhauses, Familie und Schule bilden die Ausgangspunkte für den persönlichen Werterahmen, der unzweifelhaft durch Erfahrungen der Jugend und berufliche Ausbildung (Studium) moderiert bzw. akzentuiert wird. Erste praktische Berufserfahrungen besitzen unseren Studien nach erhebliche Bedeutung. Gelernt wird dabei nicht nur von den „guten Modellen“ und „guten Umwelten“ sondern auch von den Vorgesetzten und Arbeitsplätzen, die keinesfalls als „Vorbild“ für das eigene Handeln dienen. In dem in der Zeitschrift „Onkologische Pflege“ in der Dezemberausgabe 2018 veröffentlichten Beitrag werden Zusammenhänge entlang der beruflichen Biographie erkennbar gemacht.

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Auszeichnung: Städtische Kliniken Mönchengladbach

20.11.2018    Die Städtischen Kliniken Mönchengladbach als Akademisches Lehrkrankenhaus der Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf sind ein Schwerpunktkrankenhaus mit 537 Betten. Wir beschäftigen über 1.200 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in 10 Organisationseinheiten sowie einem Sozialpädiatrischen Zentrum. Jährlich werden ca. 27.000 Patientinnen und Patienten stationär sowie ca. 50.000 ambulant behandelt. Anlässlich der KTQ-Rezertifizierung im Herbst 2018 stellte sich das Krankenhaus erfolgreich auch den 20 Prüf- und Reviewerkriterien die sich aus den Zielstellungen des Deutschen Palliativsiegels ergeben.

Nähere Informationen zum Krankenhaus:

DP Mönchengladbach

https://www.sk-mg.de

Palliativsiegel

Vortrag anlässlich des 9. Saarländischer Hospiztag am 27.10.2018 in Saarlouis

4. Oktober 2018  Anlässlich des 9. Saarländischen Hospiztages, der unter dem Motto: „Sterben im Krankenhaus – Ein Störfall?“ stand, absovierte Wolfgang George einen Vortrag mit dem Titel „Betreuung Sterbender und deren Angehörigen“. In den Ausführungen verdeutlichte der Referent die z.T. schwierigen, äußeren Einflussfaktoren unter denen die Krankenhäuser ihren Versorgungsauftrag nachkommen. Deutlich wurde im Folgenden die enge Verschränkung zwischen allgemeinen Patientenwohl und würdevoller Betreuung Sterbender herausgearbeitet. Um die Effekte der unterschiedlichen Akteure – vom freiwilligen und ehrenamtlichen Hospizdienst bis hin zur speziellen Palliativversorgung – in deren Wirkungen bewerten zu können, formulierte George einmal mehr die Notwendigkeit der Einführung eines bundesweit zu führenden Sterbeortregisters (siehe hierzu auch PM transmit_hospiztag_versorgungsforschung)

PM transmit_hospiztag_versorgungsforschung_05_11_18

Vortrag 9. Hospiztag 

Stationäre Pflegeeinrichtung in Niedersachsen ausgezeichnet

Gießen, den 21.9.2018    Am 4.9. fand in dem evangelischem Altenzentrum in Westerstede, das mit dem Erwerb des Deutschen Palliativsiegels einhergehende kollegiale Review mit unterschiedlichen Vertretern des Pflegeheims und externen Partnern sowie die Begehung der Einrichtung statt. Am Abend konnte das Prüfergebnis den Einrichtungsvertretern mitgeteilt werden: die Einrichtung wird mit dem Siegel ausgezeichnet. Besonders beeindruckt zeigten sich die 4 angereisten Visitoren über die verschiedensten – z.T. langjährig bestehenden – kooperativen Vernetzungen des Altenpflegezentrums. „Insbesondere die sehr gute Zusammenarbeit mit der Stadt und deren Einrichtungen der Gesundheitsversorgung und der hieraus resultierende hohe Anteil von Bewohnern die eine Verfügung besitzen, haben mich sehr beeindruckt“, so der angereiste Visitor Christian Lanz. Das Evangelische Altenzentrum Westerstede ist die erste Pflegeeinrichtung in Niedersachsen die mit dem Deutschen Palliativsiegel ausgezeichnet wurde. Nähere Informationen unter: https://www.dw-ol.de/pages/aktuell/pressemeldungen/synav_14261/subpages/kultur_zum_altern_und_sterben_entwickelt/index.html

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Existenzgründung im ländlichen Raum

28.8.2018   Existengründung im ländlichen Raum wird gegenwärtig stark unter dem Fokus digitaler bzw. IuK getriebenener Innovation betrachtet. Dies hat sicher seinen Platz und Berechtigung auch für mögliche Existzenzgründungen in kleinen Gemeinden und Städten. Zugleich ersetzt dies nicht die Orientierung an den dort bestehenden Bedarfen und vorhandenen Ressourcen. Einige Anregungen hierzu gibt folgender Beitrag.

Gründerzentren in den ländlichen Räumen

Betreuung Sterbender auf Intensivstation: Berufsbiographische Pfade

10.07.2018   Von den insgesamt 419.341 (2016) in deutschen Krankenhäusern verstorbenen Menschen verbringen – eigenen Berechnungen folgend – jedes Jahr ungefähr 140.000 Menschen ihre letzten Lebensstunden auf Intensivstationen. Genaue Zahlen zu den versorgenden Stationen liegen leider bis heute nicht vor. Ist die Schätzung richtig, sterben in den intensivmedizinisch und intensivpflegerischerischen Versorgungseinheiten 6-mal mehr Personen als dies in den deutschen Hospizen der Fall ist. Die psychosozialen Belastungen und Anforderungen die aus diesem speziellen Versorgungsauftrag bzw. dessen Konsequenzen für die Betreuer ergeben, geht eine neue Veröffentlichung nach. George W: Sterbebegleitung: Eigene Werte als wichtigste Ressource , Pflegezeitschrift 71 (8), 54-60 DOI 10.1007/s41906-018-0648-9,2018

Frühe Erfahrungen besitzen eine besondere Bedeutung

19. Juni   Unabhängig davon ob es gelungene, wünschenswerte oder schwierige und belastende erste Konfrontationen mit sterbenden Menschen waren: die ersten beruflichen Erfahrungen prägen die beruflichen Helfer erheblich. Auch wenn diese bereits Erfahrungen im Elternhaus haben sammeln können. Umso klarer die sich ergebende Aufforderung das Alten- und Krankenpflegepersonal und die Ärzte/-innen bestmöglich vorbereitet und auch begleitet zu wissen. Daraus ergibt sich eine besondere Verantwortlichkeit für die Ausbilder und erfahrene Kollegen/-innen in der Praxis.

Beitrag Altenpflege 2018

 

Außerberufliche Erfahrungen sind für die Betreuer wichtig

6.6.2018   Es sind nicht nur reflektiert-aufgearbeitete berufliche Erfahrungen, die für die Helfer wichtig sind, die sterbende Menschen betreuen. Gerade auch die Erfahrungen im persönlichen Lebensumfeld besitzen einen bedeutsamen Einfluß auf das Verhältnis zu Sterben und Tod. Für zahlreiche Helfer sind diese eigentlich privaten Erfahrungen so bedeutsam und einprägsam, dass sie fortan die berufliche Betreuungsarbeit weit bewußter – und sicher zugunsten der Sterbenden – durchführen.

 

Beitrag Berufserfahrung Die Schwester Der Pfleger Juni 2018

(Video-) Interview mit Zeitschrift Altenpflege

28, Mai 2018    Eine Million Berufstätige, überwiegend Pflegende, befassen sich ständig mit dem Thema Sterben. Das hat Prof. Dr. Wolfgang George im Rahmen seiner deutschlandweit geführten „Gießener Sterbestudie“ herausgefunden. Welche (vor-) beruflichen Erfahrungen diese Menschen in die Sterbebegleitung geführt haben, darüber spricht der Leiter des TransMIT-Instituts für Versorgungsforschung in Gießen im Interview mit der Redaktion Altenpflege

http://www.altenpflege-online.net/Infopool/Videos/Studie-betrachtet-Biografien-von-Sterbebegleitern

 

 

Die Wirklichkeit steht über der Idee

23. Mai 2018   Weitgehende Bestätigung des in der päpstlichen Enzyklika „Laudato si“ identifizierten, zusehend autonomen bzw. selbstregulierenden Erfolgsprozesses von Technik und Wirtschaft erfährt der Herausgeber des Buches Laudato si: Wissenschaftlker antworten auf die Enzyklika von Papst Franziskus durch seine Erfahrungen im Gesundheitswesen. Auch dort führt das – durchaus begründete und notwendige – spezielle und differentielle Wissen immer häufiger dazu, dass die entstanden Informationen (a), die sich ergebenden Handlungsoptionen (b) und die mit diesen verbundenen Leistungen (c), nicht in der hierfür eigentlich notwendigen Weise, zugunsten des Patientenwohls und der Lebensqualität der Patienten zusammengeführt bzw. konsensuell-ethisch geprüft werden.  Wird diese fachliche und ethische Reflexivität durch ökonomische Zielstellungen und Handlungen ersetzt sind die Regeln der Gerechtigkeit insgesamt betroffen. Erweitert man diesen Befund um die Tatsache, dass ca. 80% aller für die Gesunderhaltung von Menschen verwendeten Ressourcen ca. 20% der Weltbevölkerung für sich beanspruchen, wird klar vor welchen Gerechtigkeitsproblemen die Weltgesellschaft heute wirklich steht.

 „Eine Wissenschaft, die angeblich Lösungen für die großen Belange anbietet, müsste notwendigerweise alles aufgreifen, was die Erkenntnis in anderen Wissensbereichen hervorgebracht hat, einschließlich der Philosophie und der Sozialethik. Das ist aber eine Leistung, die heutzutage nur schwer erbracht werden kann. Deshalb kann man auch keine wirklichen ethischen Horizonte erkennen, auf die man sich beziehen könnte. Das Leben geht dahin, sich den Umständen zu überlassen, die von der Technik geprägt werden, die ihrerseits als die wesentliche Quelle zur Deutung der Existenz verstanden wird. In der konkreten Wirklichkeit, die uns entgegentritt, werden verschiedene Symptome sichtbar, die den Irrtum aufzeigen – wie zum Beispiel die Umweltverschmutzung, die Angst und der Verlust des Lebens- und Gemeinschaftssinns. So zeigt sich einmal mehr: Die Wirklichkeit steht über der Idee (S110 Laudato si)“

http://www.laudato-si.info

Projekt zur Verbesserung der Versorgungsqualität in der letzten Lebensphase wird durch G-BA Innovationsfonds gefördert

16. Mai 2018  Konsortium um TransMIT-Projektbereich für Versorgungsforschung erhält Zuschlag durch Innovationsausschuss beim Gemeinsamen Bundesausschuss

Der Innovationsausschuss beim Gemeinsamen Bundesausschuss (G-BA) hat bekanntgegeben, dass das von der TransMIT Gesellschaft für Technologietransfer mbH eingereichte Projekt „Analyse und Verbesserung des sektor- und bereichsübergreifenden Schnittstellen-  und Verlegungsmanagements in der Palliativversorgung“ eine umfangreiche Förderung in Höhe von 1.994.520,00 Euro erhalten wird. Das Projekt wird innerhalb der Förderungsdauer von drei Jahren von einem Konsortium unter der inhaltlichen Leitung des TransMIT-Projektbereichs für Versorgungsforschung realisiert. Die Gesamtprojektsteuerung übernimmt die TransMIT als Koordinator. Zu den Konsortialpartnern gehören das Universitätsklinikum Gießen undMarburg, die Gemeinnützige Gesellschaft für Soziale Dienste, der AWO Stadtkreis Gießen mbH, das Deutsche Krankenhausinstitut e.V., die BIG direkt gesund, die Ostbayerische Technische Hochschule Regensburg sowie die Technische Hochschule Mittelhessen. Um die angestrebte Qualität der Forschung und den Praxistransfersicher zustellen, sind die Altenheime und Pflegezentren Main-Kinzig-Kreis, die Hessische Kassenärztliche Vereinigung sowie der Hessische Städte- und Gemeindebund ergänzend eingebunden.

„Die positive Entscheidung des Innovationsausschusses ist ein großer Erfolg für die Versorgungsforschung in der mittelhessischen Region“, betont Prof. Wolfgang George, Leiter des TransMIT-Projektbereichs für Versorgungsforschung und verantwortlich für die inhaltliche Projektkoordination, stellvertretend für die beteiligten Konsortialpartner.

 

Albert-Osswald Pflegeeinrichtung des AWO-Stadtkreis Gießen mit Siegel ausgezeichnet

Erste hessische Pflegeeinrichtung ausgezeichnet

30. April 2018   Das „Albert-Osswald-Haus“ der Gemeinnützigen Gesellschaft für Soziale Dienste der AWO-Stadtkreis Gießen mbH ist Hessens erste stationäre Pflegeeinrichtungen, die mit dem Deutschen Palliativsiegel ausgezeichnet wurde. Das unter Koordination von Prof. Wolfgang George entwickelte Verfahren wurde 2014 mit dem Ziel vorgestellt, stationäre Versorger auszuzeichnen, denen es gelingt Schwerstkranke und Sterbende menschenwürdig zu betreuen. „Das Albert-Osswald-Haus ist eine Einrichtung, in der der Leitsatz ’Wir gestalten Lebensräume mit Herz und Respekt’ auch für die Lebensphase des Sterbens und darüber hinaus gilt und gelebt wird. Hier wird deutlich, dass es in Alten- und Pflegeheimen entgegen häufiger oft unbegründeter Vorbehalte möglich ist, ein letztes Zuhause zu finden mit der Gewissheit menschlich und mit einer hohen Fachlichkeit begleitet und umsorgt zu werden“, so der begleitende Visitor Uwe Brömmer.

https://www.giessener-allgemeine.de/regional/stadtgiessen/Stadt-Giessen-Keine-Spezialwelt-fuer-das-Sterben;art71,424363

Auszeichnung für Albert-Osswald-Haus

Pflegeeinrichtung Santa Isabella in Niedernberg ausgezeichnet

Im November 2017 wurde die stationäre Pflegeeinrichtgung Santa Isabella in Niedernberg/Franken mit dem Deutschen Palliativsiegel ausgezeichnet. „Wir sehen das Santa Isabella als gelungenes Beispiel dafür, dass es in Deutschland Pflegeeinrichtungen gibt, die entgegen aller immer wieder zu hörenden und sicher teils berechtigten Kritiken, Hervorragendes leisten und wir sehen es als unsere Pflicht, auf diese ausdrücklich hinzuweisen“, so der Siegelgeber Wolfgang George: “Dabei gelingt es der Einrichtung sehr gut  vitale, gemeindenahe und bürgerfreundliche Angebote in das Versorgungskonzept zu integrieren. Kooperationen, die dann auch für die anspruchsvolle Situation des Sterbeprozesses hilfreich sind.“ Die Urkundenübergabe fand im Rahmen des 5.Kongresses zu den Sterbebedingungen in Krankenhäusern und Pflegeeinrichtungen am 30.11.2017 in Gießen statt.

Palliativsiegel prüft Prozesse und erreichte Ergebnisse in Krankenhäusern und Pflegeeinrichtungen

So hart es klingt: Die Erfahrungen in den Krankenhäusern und Pflegeeinrichtungen in der Corona Pandemie weisen auf die Überfälligkeit der etwa auch mit dem Palliativsiegel dezidiert ermöglichten Versorgungsziele – wie etwa einer verbesserten Angehörigenintegration – hin.

An den empirichen Studien zu den näheren Bedingungen des Sterbens in den stationären Einrichtungen – und der mit diesen einehergehenden Begleitforschung etwa zu den Ressourcen der Helfer (2018) und zur „Eigenen Endlichkeit“ (2020) – haben ungefähr 6.000 Personen teilgenommen. Die allermeisten von diesen Mitarbeiter/-innen aus Krankenhäusern, stationären Pflegestätten, Hospizen und anderen Einrichtungen des Gesundheitswesens.

Team des Lina-Oberbäumer-Hauses in Soest (Foto: privat)

„Für alle mit dem Palliativ-Siegel befassten Personen besteht die gemeinsame Verpflichtung, den Menschen ein würdevolles Sterben zu ermöglichen. In den letzten beiden Jahren, haben die harten Auswirkungen der Corona-Pandemie an vielen Orten des Sterbens geradezu dramatisch aufgezeigt, wie sich fehlende oder doch kaum belastbare Stukturen, etwa zur Angehörigenintegration oder der Zusammenarbeit mit Dritten bestehen auswirken, Unter den Belastungen der Pandemie zeigte sich rasch Überforderungen entstehen und es zu den schwierigen Situationen auch am Lebensende kommt. Zugleich konnten wir deutlich sehen, wie sehr sich die Einrichtungen – Krankenhäuser und Pflegeeinrichtungen – sich unterscheiden, das Drama war nicht überall gleich ausgeprägt. Wir sehen uns sehr bestärkt in unserem Vorgehen, dass genau auf den Ausbau solcher Strukturen, wie der aktiven Einbindung von Angehörigen, Sprechstunden und Trainings für diese, Angehörigenbeiräte, klare Ansprechparterstrukturen uswf. setzt“, so Wolfgang George, Leiter des Medizinischen Seminar George in Gießen und Initiator des Auszeichnungsprozesses hinzu.

Das Deutsche Palliativsiegel definiert insgesamt 20 Prüfkriterien. Diese bilden die wichtigsten Sachverhalte und deren prozessualenVoraussetzungen ab, die ein menschenürdiges Sterben ermöglichen. Auf dem Prüfstand stehen die zeitliche und personelle Ressourcen, die Qualität der vorgetragenen Angehörigenintegration, die Schmerztherapie und Symptomkontrolle, Angebote für Information und Kommunikation und eine eindeutige Mitarbeit des Einrichtungsmanagements.

Ausgangspunkte

Als Ausgangspunkt der Entwicklung des „Deutsche Palliativsiegel“ dienen die Ergebnisse und Erfahrungen empirischer Studien 2013 – 2020 zu den Sterbebedingungen in den Krankenhäusern, den stationären Pflegeeinrichtungen und Hospizen. Dabei zeigt sich, dass einige Krankenhäuser und Pflegeinrichtungen bereits heute über eine gute Versorgungsqualität verfügen und für andere die Verbesserung dringend notwendig ist. Ebenfalls wurde deutlich, dass ein großer Teil der über 6.000 befragten Personen, maßgeblich Mitarbeiter/-innen in Einrichtungen der Gesundheitsversorgung, die Verbesserung der Kultur und Praxis der Sterbebetreuung als wichtiges Ziel ihrer Einrichtung erkannt haben.

Ziele und Nutzen

Ziel des „Deutsche Palliativsiegel“ ist es, die Versorgungsqualität von Sterbenden und Schwerstkranken entlang gültiger Kriterien zu bewerten und diejenigen Krankenhäuser und Pflegeeinrichtungen auszuzeichnen, welche diese in einem guten bzw. sehr guten Ausmaß erfüllen. Hierzu werden die Einrichtungen beraten und bei Bedarf auch unterstützt. Folgender Nutzen ergibt sich aus dem Erwerb des „Deutsche Palliativsiegel“:

  • Für die Angehörigen und die Familie: Die Orientierung an der Situation, den Bedürfnissen und Möglichkeiten des familiären Systems ermöglicht es, dass die Angehörigen nach ihren Möglichkeiten einbezogen und damit auch entlastet werden. Über den Tod hinaus werden den Angehörigen organisatorische sowie psychologische Unterstützungsmöglichkeiten aktiv angeboten.
  • Für die beruflichen Helfer: Indem die Informations- und Kommunikations- und Handlungsabläufe verbindlich etabliert werden, kommt es zu einer verbesserten Einsatzplanung und Koordination. Dies entlastet die Mitarbeiter/-innen, die für ihren Einsatz fachlich bestärkt und anerkannt werden.
  • Für das Management und den Einrichtungsträger: Die Auszeichnung ist neben dem internen auch dem externen Image der Einrichtung zuträglich, denn es ergeben sich zahlreiche wünschenswerte Kooperationen mit den komplementären Versorgungspartnern. Die Hospizbewegung hat eindrucksvoll aufgezeigt, dass sich zusätzlich eine breite gesellschaftliche Verantwortlichkeit herstellen lässt. Hiervon können alle stationären Einrichtungen profitieren: Die Betroffenen eint das Wissen, dass in zahlreichen Situationen das Krankenhaus bzw. die stationäre Pflegeeinrichtung der bestmögliche Ort des Sterbens ist. Träger, die dies verantwortungsbewusst und transparent ermöglichen, werden als Kompetent und Verantwortungsbewusst von den Menschen der Region wahrgenommen.
  • Für den Kosten- bzw. Versicherungsträger: Ihre Mitglieder bestmöglich auch am Ende ihres Lebens versorgt zu wissen, ist zentrales Anliegen aller Krankenkassen.
  • Für die komplementären Partner: Für die ambulanten bzw. sektoriellen Partner ist es nützlich zu wissen, wie die Betreuung Sterbender organisiert ist. Dies gilt sowohl für Einweisungen und Überleitungen als auch für die Entwicklung und Etablierung integrierter Versorgungsangebote oder der Zusammenarbeit mit spezialisierten ambulant palliativen Versorgungspartnern
  • Für die Region: Als Zeichen einer Fürsorgekultur
Vorgehen und Kosten Krankenhäuser

Folgendes Vorgehen führt zum Erwerb des Siegels:

  1. Wenn sich Ihr Krankenhaus für den Erwerb des Siegels interessiert, können Sie gegen eine erste Lizenzgebühr von 300 € (netto), den Kriterienkatalog und das Antragsformular bei dem MeSeGe bestellen.
  2. Ihren Antrag bearbeiten wir zeitnah.
  3. Die Prüfung der Kriterien zur Erlangung des „Deutschen Palliativsiegels“ findet durch den KTQ-Visitor® im Rahmen der (Re-) Zertifizierung nach KTQ-GmbH® statt. Es entsteht ab 1.Januar 2020 eine zweite Lizenzgebühr von 2.700 € (netto). Diese gilt auch für Rezertifizierungen.
  4. Die ermittelten Ergebnisse erhält das MeSeGe.
  5. Die Ergebnisprüfung und die Zertifikatsverleihung finden durch das MeSeGe statt.
Vorgehen und Kosten – Stationäre Pflegeeinrichtungen

Folgendes Vorgehen führt zum Erwerb des Siegels:

  1. Wenn sich eine Pflegeeinrichtung/ ein Hospiz für den Erwerb des „Deutsche Palliativsiegel“ interessiert, muss diese einen Kriterienkatalog (Lizenzgebühr 1 über 300 € netto) bezahlen und ein Antragsformular bei dem MeSeGe anfordern. Findet in der Einrichtung die mit dem Erwerb des Siegels einhergehende Reviews und Begehung statt wird eine zweite Lizenzgebühr von 2.700 € (netto) fällig. Auch für die Pflegeeinrichtunge gilt, das ein ausgefülltes Antragsformulars an das MeSeGe gesendet werden.
  2. Die Kontaktaufnahme erfolgt am einfachsten über das Kontaktformular (s.u.)
  3. Die Einrichtung erhält den Prüfkatalog und die Rechnung zur Lizenzgebühr 1
  4. Will die Einrichtung das Siegel erwerben, teilt sie dies mit und erhält das Antragsformular
  5. Es wird ein Termin der Visitation bzw. des Peer-Reviews (mit 2 anreisenden Experten) vereinbart. Zu dessen Vorbereitung erhält die Einrichtung einen strukturierten Ablaufplan des ca. 5 stündigen Aufenthaltes vor Ort
  6. Die Einrichtung erhält eine Rechnung (Lizenzgebühr 2 über 2.700 € netto) für den weiteren Prozess.
  7. Die Visitation bzw. das Peer-Review wird durchgeführt und protokolliert.
  8. Die Einrichtung erhält einen Ergebnis- / Entwicklungsbericht und bei Erfüllung der Voraussetzungen die Auszeichnung und Urkunde mit dem „Deutschen Palliativsiegel“ binnen 4 Wochen.
  9. Das Siegel ist 3 Jahre gültig. Nach 1,5 Jahre findet ein Zwischengespräch statt (500 € netto).
Wissenschaftlicher Beirat

Aufgabe des wissenschaftlichen Beirates ist es, das Deutsche Palliativsiegel fachlich, anwendungsbezogen und evaluierend weiterzuentwickeln und mit dazu beizutragen, dass dessen Zukunftsfähigkeit erhalten bleibt.

Dem Beirat gehören an:

  • Becker, Gerhild (Prof. Dr. med., Dipl. Caritaswissenschaftlerin, MSc Palliative Care), Universitätsklinikum Freiburg.
  • Grimminger, Friedrich (Prof. Dr. biol. Dr. med.), Facharzt für Innere Medizin mit den Schwerpunkten Pneumologie, Onkologie, Intensivmedizin, Palliativmedizin und spezielle Schmerztherapie. Universitätsklinikum Gießen/Marburg, Sprecher des Beirates.
  • Fritz, Thorsten (Dr. med), Facharzt für Anästhesiologie, Abteilung für Schmerztherapie und Palliativmedizin am Gesundheitszentrum Wetterau.
  • Röhrig, Rainer (Prof. Dr. med.) Medizinischer Informatiker, Universität Oldenburg.
Qualitätsmanagement

Um das Siegel möglichst vielen Krankenhäusern und Pflegeinrichtungen zeitnahe und in der notwendigen Qualität anbieten zu können, wurde eine Kooperation zwischen dem MeSeGe als Träger des Siegels und der KTQ-GmbH® gewählt.

Die Vergabe des „Deutschen Palliativsiegels“ ist grundsätzlich in die Zertifizierung nach KTQ® integriert. Dies ist deshalb sinnvoll, weil ein funktionierendes Qualitätsmanagement als Voraussetzung für die Etablierung einer palliativfreundlichen Kultur anzusehen ist. Mit dem Zertifikat nach KTQ® belegen Krankenhäuser bzw. stationäre Pflegeeinrichtungen, dass ihre Prozesse in den sechs KTQ-Kategorien® Patientenorientierung, Mitarbeiterorientierung, Sicherheit, Informations- und Kommunikationswesen, Führung und Qualitätsmanagement nachweislich den aktuellen Anforderungen entsprechen.


           
» www.mesege.de        www.ktq.de «
Ausgezeichnete Einrichtungen

Krankenhäuser:

Pflegeeinrichtungen:

  • Evangelische Frauenhilfe Westfalen Hans Zentrum und Lina Oberbäumer Haus / Soest
  • Evangelisches Altenzentrum / Westerstede
  • Pflegeeinrichtung Santa Isabella / Niedernberg
  • Caritas Senioren-Zentrum Haus am See
  • Albert-Osswald-Haus AWO-Stadtkreis Gießen
  • Wohnstift Hanau

 

 

Veröffentlichungen zum Thema Sterbebedingungen in Zeitschriften

Veröffentlichungen

  1. George W, Herrmann J, Banat AG, Richter MJ: Empirische Befunde zur Verlegungspraxis Sterbender Article in MMW Fortschritte der Medizin 159(S6):6-14 Octob 2017 DOI: 10.1007/s15006-017-0080-
  2. Studie zur Verlegungspraxis sterbender Menschen, Die Schwester Der Pfleger, 2/2017
  3. Verlegungen von Patienten und Bewohnern in der letzten Lebensphase, Heilberufe 7/2017 S.46-47
  4. Betreuung Sterbender: Risikofaktor Verlegung, Onkologische Pflege, Heft 3 S.64-66, 201
  5. New Seal of Quality, Journal of Palliative Care & Medicine, 3/2016
  6. Unnötige Verlegungen vermeiden, pflegen: palliativ 31, 3. Quartal, 2016
  7. Einflussfaktoren auf die Verlegung Sterbender, das krankenhaus, 12/2016
  8. Sterbeort Hospiz, Deutsche Zeitschrift für Onkologie, 47, 2015
  9. Place of death nursing hom, MMW Fortschritte der Medizin, Originalien II/2015 S.17-25
  10. Sterben in Pflegeheimen und deren Konsequenzen für den Hausarzt, Hessisches Ärzteblatt, Heft 7/8 2015 S.30-31
  11. Sterben in stationären Pflegeinrichtungen, das krankenhaus, 4/15 S.330-338
  12. Sterben im Heim, Altenpflege, Heft 3 Jg 40 S.62-66, 2015
  13. Sterben nicht vorgesehen, Thieme Intensiv 23 (1): S.27–34, 2015
  14. Gießener Studie zu Sterbeorte: Teil 2 Stationäre Pflegeeinrichtungen, Pro Alter, Januar/Februar 2015
  15. Heterogene Qualität bei den stationären Einrichtungen, Pflege-Zeitschrift, 11/2015
  16. Überleitung als Schlüssel zur Verbesserung der Versorgungsqualität Sterbender in den Krankenhäusern, Unterricht Pflege, Prodos-Verlag, 4/2015
  17. Interview: „Wir dürfen uns nicht allein auf das Hospiz verlassen“, Die Schwester Der Pfleger, 6/2015
  18. Interview: „Es gibt viel Schatten aber auch Licht“, Die Schwester Der Pfleger, 1/2015
  19. Gießener Studie zu Sterbeorte: Teil 1 Das Krankenhaus, Pro Alter S 46-49 November/Dezember 2014
  20. Qualität zahlt sich aus, Zeitschrift für Palliativmedizin 5/2014 S200-202
  21. Neues Qualitätssiegel: Palliativ-freundliches Krankenhaus und Palliativ-freundliche stationäre Pflegeeinrichtung Hessisches Ärztblatt Heft 10/2014
  22. Leitbilder schaffen und Erfolge dokumentieren: Wege zu einer besseren Sterbekultur, Praxis Pflegen 18/2014
  23. Sterbebetreuung in deutschen Krankenhäusern: Herausforderung und Chance für die Pflegenden, Praxis Pflegen 18/2014
  24. Jors K, Adami S, Xander C, Meffert C, Gärtner J, Bardenheuer H, Buchheidt D, Mayer-Steinacker R, Viehrig M, George W, Becker G: Dying in Cancer Centers: Do the circumstances allow for a dignified death? Cancer J, 2014
  25. Neues Qualitätssiegel: KU-Gesundheitsmagazin, 7/14 S.67-68
  26. Sterben im Krankenhaus: Neue empirische Ergebnisse, Dr. med Mabuse Heft Mai/Juni 2014
  27. Lebensende in Würde: Sterbende benötigen gut vorbereitete Krankenhäuser, Heilberufe 4/2014 S.35-37
  28. Sterben im Krankenhaus unter besonderer Berücksichtigung der Ausbildung der beruflichen Helfer, PADUA Heft 4/2014
  29. Sterben im Krankenhaus: Ärzte üben Kritik an der Ausbildung & Interview, Deutsches Ärzteblatt 3/2014
  30. Baseline-Bestimmung zum Sterben im Krankenhaus, Bundes-Hospiz-Anzeiger Ausgabe 1/2014 S.14-15
  31. Sterbebegleitung anstelle Sterbehilfe, Krankenhaus-Umschau Gesundheitsmagazin 2/2014 S.68-71
  32. Sterbebedingungen in deutschen Krankenhäusern unter Berücksichtigung hessischer Einrichtungen, Hessisches Ärzteblatt 2/2014 S.72-74
  33. Interview: „Zum Teil sehr erfreuliche Entwicklungen“, Deutsches Ärzteblatt, Heft 9 2/2014
  34. Deutliche Fortschritte und mangelhafte Bedingungen: Neue Ergebnisse zum Sterben im Krankenhaus und deren Auswirkungen auf die Pflege, PflegeZeitschrift 12/2013 S716-720
  35. Sterbebedingungen in deutschen Krankenhäusern, DBfK-Aktuell 12/2013
  36. Anmerkungen zu den Sterbebedingungen in deutschen Krankenhäuser, IN: das krankenhaus (11/2013) S.1177-1181
  37. Zur Situation des Sterbens in deutschen Krankenhäusern Münchener Medizinische Wochenschrift 16/1989
  38. Sterben im Krankenhaus, Deutsches Ärzteblatt 28/1989:
  39. Aktuelle empirische Daten zu den Sterbebedingungen im Krankenhaus Zeitschrift für Psychotherapie, Psychosomatik und Medizinische Psychologie 12/1989
  40. Die Sterbesituation im Krankenhaus, Die Medizinische Welt 41/1990
  41. Krankenhaustod in Deutschland Das Krankenhaus 11/1990
  42. Andreas Bartels & Wolfgang George: Pragmatische Ethik im Krankenhaus. Ethische Überlegungen zur Betreuung Sterbender, Cognitio humana – Dynamik des Wissens und der Werte 1996

Buchveröffentlichungen zum Thema

Buchübersicht: „Sterben im Krankenhaus“ (2013)

Buch-Bestellformular: „Sterben in stationären Pflegeeinrichtungen“ (2014)

Betreuungsorte sterbender Menschen in Deutschland 2017

Prof. Dr. Wolfgang George bei einem Hospiztreffen in Wetzlar (Foto: Wilfried J. Klein)

Prof. Dr. Wolfgang George bei einem Hospiztreffen in Wetzlar (Foto: Wilfried J. Klein)

Die meisten Menschen Deutschlands sterben auch 2017 in Krankenhäusern (ca. 50%) oder in Altenpflegeeinrichtungen (ca. 30%). Nur ca. 20% sterben zu Hause in der gewohnten Umgebung und sozialen Umfeld. Obwohl die weit überwiegende Mehrzahl sich dies wünschen.

In der ambulanten Palliativversorgung hat man große Fortschritte gemacht  (insbesondere durch Einführung der SAPV). Dank an der Lebensqualität des sterbenden Menschen orientierter Konzepte, zielt diese eine an den Bedürfnissen des Schwerstkranken an. Praktisch bedeutet dies etwa die Einbeziehung der Familie, Ermöglichung von Schmerzfreiheit und offene Kommunikation.

Auch die sich ambulant engagierenden Hospizgruppen und Fachpflegedienste ermöglichen den Menschen das Sterben in deren häuslichen Umwelt wieder umfassender als dies noch vor einem Jahrzehnt möglich war.

Nun gilt es die Verantwortung des Hausarztes – etwa im Rahmen der AAPV – wieder zu stärken, denn nur so erscheint es möglich auch flächendeckend und zu verantwortbaren Kosten den Trend wieder mehr Menschen das Sterben zu Hause zu ermöglichen, zu stärken.

Dass die meisten Menschen ihre letzten Lebensstage nicht in ihren eigenen vier Wänden verbringen, hat gewichtige Ursachen. Das immer höhere Lebensalter und die mit diesem einhergehende Multimorbidität und Pflegebedürftigkeit (a), der Trend der Verstädterung (b), kleinerer und in weiterer Entfernung voneinander lebende Familien (c),  die demographische Entwicklung mit mehr alten Menschen (d) um nur einige Gründe zu benennen, lassen davon ausgehen, dass sich eine Sterben in den Einrichtungen, trotz einer Anpassung der strukturellen Voraussetzungen der ambulanten Versorgung, so rasch nicht ändern wird. So ist vielleicht auch zu verstehen, dass das Gesetz zur Stärkung der Hospiz- und Palliativversorgung aus dem Jahr 2015 hier eine neue Qualität anzielt.

Gerade vor dieser Situation, stellt sich nicht nur für Angehörige sondern auch für die Versorgungsforschung die dringende Frage nach der erreichten Versorgungsqualität in den Krankenhäusern und Pflegeheimen und dies nicht nur in den palliativen Versorgungsbereichen.

Ist das Genossenschaftsmodell der Königsweg zur Gestaltung der Energiewende?

Energiewende oder Rollback? (Foto: Julian Nitzsche / pixelio.de)

Energiewende oder Rollback? (Foto: Julian Nitzsche / pixelio.de)

Dass die Energie-Genossenschaften ein Erfolgsmodell sind, zeigt eine Bilanz des Deutschen Genossenschafts- und Raiffeisenverbandes (DGRV): Nach dieser sind bereits mehr als 80.000 Menschen mit mehr als 1/4 Milliarde Euro in Energie-Genossenschaften engagiert und es ist klar, dass dies nicht das Ende der Fahnenstange ist.

Die Energie-eG´s haben bisher ungefähr 800 Millionen Euro investiert, 2013 ist die Milliardengrenze erreichbar. Die Genossenschaften produzieren zwischenzeitlich annähernd 0,3 GWh Strom und können damit (als Energieäquivalent) 83 tausend Durchschnittshaushalte versorgen. Um in dem Rechenbespiel zu bleiben: damit wird mehr Strom produziert als die Mitglieder selber benötigen. Dennoch ist diese Leistungsbilanz, die durch Ergebnisse des Novy-Instituts bestätigt werden kein Grund zum Innehalten oder Euphorie.

Immer mehr Bundesländer, Städte, Gemeinden und deren Bürger erkennen die Vorteile des genossenschaftlichen Vorgehens. Zugleich sind Interessen und Möglichkeiten derer, welche die Energieproduktion faktisch in den Händen weniger belassen wollen enorm.

Es wird darauf ankommen, 2013 eine erfolgreiche Kommunikations-Kampagne für unser Modell zu führen, die von allen Bürgern und Meinungsbildnern wahrgenommen werden kann.

Mehr Kooperation in Mittelhessen anstreben und fördern

Zur Kooperation braucht man keine wehrhaften Burgen (Foto: wjk)

Zur Kooperation braucht man keine wehrhaften Burgen (Foto: wjk)

Wenn es gilt ein, für eine Region relevantes wirtschaftliches Ziel zu erreichen, dass nur über die Zusammenarbeit möglichst vieler erreicht werden kann. Dies ist in keinem anderen Handlungsrahmen leichter möglich als in dem der Genossenschaft.

Diese Wahrheit ist seit über 150 Jahren, weltweit viele tausend Mal bestätigt worden, sie wurde in Deutschland erfunden. In Hessen besitzt das Genossenschaftswesen bis heute Verfassungsrang (§44).

Genossenschaften führen die Interessen vieler zusammen.

Dr. Wolfgang George: Das Rechts-, Wirtschafts- und Sozialformat bietet den handelnden Akteuren in der Krankenversorgung und der Gesundheitswirtschaft die Möglichkeit zur Etablierung einer wertegeleiteten Ökonomie. (Foto: Wilfried J. Klein)

Dr. Wolfgang George: Das Rechts-, Wirtschafts- und Sozialformat bietet den handelnden Akteuren in der Krankenversorgung und der Gesundheitswirtschaft die Möglichkeit zur Etablierung einer wertegeleiteten Ökonomie. (Foto: Wilfried J. Klein)

Das genossenschaftlich organisierte Handeln bietet sich an, um die Interessen vieler bei einer Projekt-Finanzierung oder beim Geschäftsbetrieb zusammenzuführen. Das demokratische Wirtschaftsprinzip der Genossenschaft ist als förderungswürdiges Staatsziel in zahlreichen Bundesländern aufgeführt.

Netzwerke verhindern Insellösungen.

Im Gesundheitswesen und der Sozialwirtschaft existieren tradierte Betätigungsfelder von Genossenschaften (Einkauf, Handel, Wohnungswirtschaft). Die für die gegenwärtigen Anforderungen (etwa nach Zusammenführung der Systembeteiligten, integrierter Zusammenarbeit) zeitgemäßen Lösungen existieren in der Praxis — wenn überhaupt — als unverbundene Insellösungen.

2012 : Das von der UN ausgerufene Jahr der Genossenschaften

Genossenschaften stellen weltweit über 100 Millionen Arbeitsplätze bereit

Genossenschaften stellen weltweit über 100 Millionen Arbeitsplätze bereit

Der weltweite Erfolg der Genossenschaften ist eindrucksvoll. Laut Aussage der UNO existieren in mehr als 100 Ländern viele Tausend Genossenschaften, in denen 800 Millionen Mitglieder beheimatet sind und die über 100 Millionen Arbeitsplätze stellen.

Nach Berechnungen der FAO ernähren landwirtschaftliche Genossenschaften über die Hälfte der Weltbevölkerung.

Unsere Gesellschaft braucht mehr Werteorientierung.

Blick in die neue Stadtverwaltung in Gießen (Foto: wjk)

Blick in die neue Stadtverwaltung in Gießen (Foto: wjk)

Welchen Zukunftsbeitrag können Genossenschaften leisten?

Die ökonomische Substanz der Exportwirtschaft auf der unser wirtschaftlicher Erfolg maßgeblich beruht, droht durch die sich vollziehende Finanzkrise verloren zu gehen. Keiner hofft es und es gilt alles Machbare zu unternehmen um eine mögliche Talfahrt zu verhindern, zugleich wäre es naiv vor dieser Möglichkeit die Augen zu verschließen.

Gibt es noch Zweifel, welcher Weg eingeschlagen werden sollte?

Hessische Zukunft Windenergie

Hessische Zukunft Windenergie

Um die international formulierten Klimaziele und die des Ausbaus regenerativen Energien zu erreichen, ist auch im Mittelhessen der nächsten Jahre ein reges Handeln zu erwarten. Dabei zeigt unser neuer Regionalplan mit welchem Energiemix und bei Beachtung welcher Wegmarken dies gelingen kann. Es ist offensichtlich: Nie war der formulierte politische Wille – über alle Parteigrenzen hinweg — größer, die Rahmenbedingungen für die geforderte Energiewende besser als dies gegenwärtig der Fall ist.

Lehren aus Japan ziehen

Frühling bei erneuerbaren Energien (Foto: pixelio.de © Dr. Klaus-Uwe Gerhardt)

Frühling bei erneuerbaren Energien (Foto: pixelio.de © Dr. Klaus-Uwe Gerhardt)

Hessens Kommunen sind bereit und fähig ihren Anteil am Aufbau der erneuerbaren Energien zu leisten. Kooperative Ökonomie kann regionalen Interessen zugunsten einer aussichtreichen Goldgräberstimmung zusammenführen, auch wenn sich das Lebensumfeld ändert.

Die Katastrophe in Japan brachte die wichtige Diskussion um risikoärmere Technologien erneut in Gang. Aber auch die Ergebnisse der vergangenen Landtags- und Kommunalwahlen unterstützen die frischen Debatten um die Energieproduktion der Zukunft.

Neue Bündnisse für die Sicherung der Lebensqualität

Das Cover des neuen Buches

Das Cover des neuen Buches

Wirtschaftliche und soziale Zusammenarbeit von Wirtschaft, Politik und Bürgern – Zukunftsfähigkeit des ländlichen Raums über Wiedererstarkung genossenschaftlichen Wirtschaftens ermöglichen

Demographischer Wandel, vielerorts bestehende Landflucht junger und gebildeter Menschen hin in die urbanen Metropol- Regionen, Globalisierungsdruck auf die Wirtschaft allesamt Durchlauferhitzer der gegenwärtigen Situation Deutschlands. Anstelle des passiven Erlebens der bereits vielerorts spürbaren Auswirkungen gilt es durch aktives und zielgenaues Handeln zu verhindern, dass  zusehend die Lebensqualität der Menschen durch Rücknahme wichtiger Leistungsangebote sinkt.

Wo liegen die Begründungen für eine regional organisierte Medizin?

Essen Sie mal wieder Obst! (Foto: Wilfried J. Klein)Besitzen gesundheitliche Risikofaktoren eine räumliche Struktur?

Es sind epidemiologische Ergebnisse und die mit ihnen verbundenen Erfahrungen, die deutliche Hinweise auf eine regional moderierte Beeinflussung von Krankheiten — von deren Entstehung bis hin zur Versorgungsstrategie — nahelegen.

So beschreiben bereits Becker und Wahrendorf in ihrem Krebsatlas 1981-1990 die regionalen Unterschiede in der Mortalität und Inzidenz verschiedener Krebsformen und begründen damit regional unterschiedliche Präventions-, Behandlungs- und Rehabilitationsstrategien.

Regionalentwicklung entlang der Bedürfnisse und Lebensqualität der Menschen

Mensch im Mittelpunkt (Foto: Wilfried J. Klein)Der Mensch im Mittelpunkt regionaler Gesundheits- versorgung

Die Zufriedenheit des Einzelnen hängt weniger von einer abstrakt- festgelegten Qualitätsnorm ab als vielmehr davon wie umfassend ein Produkt oder Dienstleistung die persönlichen Wünsche und Bedürfnisse befriedigen und damit einen Anteil zur individuellen Lebensqualität des Menschen beiträgt. Diese schlichte Tatsache ist längst zur Grundlage des Marketings moderner Konsumgüterindustrie und Dienstleistungskultur geworden. So ist es nicht das uniforme Massenprodukt, sondern das „Bestanpassbare“, das im Mittelpunkt des Interesses steht.

Veränderte Zeiten erfordern veränderte Formate

Die Römer hätten das Internet bestimmt genutzt (Foto: wjk)Seine eigenen fachlichen Argumente, Überlegungen und Empfehlungen — neben den bisher geübten Formen wie Ver- öffentlichungen, Vorträgen und der Lehre – Interessierten zur Verfügung zu stellen, war nie einfacher als in Zeiten von Wissenschaft 2.0, wikipedia, twitter oder google.

Mein Entschluss diese Möglichkeiten noch stärker als bisher einzusetzen um so auf die Bedürfnisse derer die als regelmäßige Netzbesucher zu bezeichnen sind abzustellen ergibt sich primär aufgrund der Themen mit denen ich mich beruflich befasse.

Themen — und mit diesen verbundene Anliegen und praktische Projekte — die es geradezu zwingend voraussetzen das sie mit interessierten und engagierten Bürger aber auch anderen Experten diskutiert werden.

Welche Themen sind dies?

1. Regionale Lebensqualitätsentwicklung und die Bedeutung von Gesundheit, Bildung und wirtschaftlicher Entwicklung
2. Regionale Gesundheits- und Krankenversorgung. Und hierbei insbesondere die Rolle von Patient und Angehöriger
3. Kooperative Ökonomie, als regional ökonomische Paradigmenwende.