Author Archive for Wolfgang George Dr.

Neue Studie: Eigene Endlichkeit

Gießen, den 4.5.2020                        – Angesichts der aktuellen Situation mit Blick auf die Bewältigung der durch das Coronavirus verursachten Pandemie ist auch das Thema Sterben verstärkt zum Gegenstand der medialen Berichterstattung geworden. Zugleich gilt aber auch weiterhin, dass viele Menschen es vermeiden, sich mit der eigenen Endlichkeit intensiver zu beschäftigen. Die vorausschauende Planung etwa durch Patientenverfügungen oder Vorsorgevollmachten stellt – nicht nur für den jüngeren Teil der Bevölkerung – nach wie vor eine Ausnahme dar. Über die eigene Betroffenheit findet selbst in der Familie, zwischen den Partnern und Freunden kaum ein Austausch statt. Die Frage nach der Beziehung zum eigenen Sterben erscheint in einer ersten Reaktion nicht nur als intime, sondern auch als nicht einfach zu beantwortende Herausforderung.

Vor diesem Hintergrund wird der TransMIT-Projektbereich für Versorgungsforschung und Beratung eine umfassende Studie zum Thema „Eigene Endlichkeit und Sterben“ durchführen. Diese richtet sich an alle interessierten Personen, welche die Gelegenheit nutzen wollen, sich mit ihrer eigenen Endlichkeit erinnernd zu befassen. Ziel der Studie ist es, unter wissenschaftlichen Gesichtspunkten weiterführende Orientierung in diesem wichtigen Themenkreis herzustellen. Die neue empirische Gießener Sterbestudie erfolgt im Rahmen des durch den Gemeinsamen Bundesausschuss (G-BA) geförderten Projektes Avenue-Pal.

„Durch die bis heute ungebrochene Verlagerung des Sterbens in die Krankenhäuser und Pflegeheime, nicht zuletzt auch durch den Einflussverlust der Kirchen – in welchen die Endlichkeit des irdischen Lebens immer eine zentrale Botschaft darstellt – scheint es einem immer größer werdenden Teil der Menschen zu gelingen, diesen finalen Sachverhalt ein Leben lang verleugnen zu können“, betont Prof. Wolfgang George, Leiter des TransMIT-Projektbereichs für Versorgungsforschung und Beratung. „Die jetzt europaweit zu beobachtenden schwierigen, teils dramatischen Situationen in der Auseinandersetzung mit der COVID-19-Pandemie überfordern nicht nur die Betroffenen vielfältig, sondern auch diejenigen, die beruflich mit der Sterbesituation als Pflegekräfte und Ärzte konfrontiert werden. Defizite, die in der aktuellen Krise nur sehr schwer zu kompensieren sind.

In den vergangenen Jahren wurden bereits bundesweit diverse Gießener Sterbestudien mit unterschiedlichen Schwerpunkten erfolgreich durchgeführt. Dabei waren vor allem die Sterbebedingungen im Krankenhaus und stationären Pflegeeinrichtungen Gegenstand der Untersuchung. Zu den Teilnehmern dieser Studien gehörten insbesondere Ärzte, Pflege- und Altenpflegekräfte. In der neuen Gießener Studie zum Thema „Eigene Endlichkeit und Sterben“ wird der Adressatenkreis erstmals auf alle interessierten Personen ausgedehnt, um so in dieser Frage ein umfassenderes Bild des gesamtgesellschaftlichen Bewusstseins und Lebens zu erhalten.

Weitere Informationen und Teilnahme unter: www.sterbestudie.de

Krankenhaus der Zukunft

Gießen, den 29.3.2020                        Angesichts der Diskussionen um einzelne Regelungen des Digitalen Versorgungsgesetzes (DVG) treten die grundsätzlichen Fragen über die Zukunft der Gesundheitsversorgung ein wenig in den Hintergrund. Das heißt aber nicht, dass hierzu nicht diskutiert würde oder kein Gesprächsbedarf bestünde – im Gegenteil. Es existiert dazu sowohl eine fachliche Debatte, die insbesondere durch eine im Sommer 2019 veröffentlichte Bertelsmann- Studie zur Zukunft der in Deutschland betriebenen Krankenhäuser angestoßen wurde, als auch eine öffentlich bzw. massenmedial geführte Auseinandersetzung in Anknüpfung an einen im Nachrichtenmagazin Stern veröffentlichten Aufruf deutscher Ärzte und Ärztinnen im Hinblick auf die fortschreitende Ökonomisierung der Krankenhäuser in Deutschland. Ergänzt werden beide Debattenstränge zusätzlich durch die im Herbst des Jahres 2019 erschienene Studie zur Zukunft der Krankenhauslandschaft in NRW sowie durch das im Dezember 2018 erschienene Positionspapier der Arbeitsgemeinschaft der Wissenschaftlichen Medizinischen Fachgesellschaften e. V. (AWMF) „Medizin und Ökonomie. Maßnahmen für eine wissenschaftlich begründete, patientenzentrierte und ressourcenbewusste Versorgung“.

 

Auf KU 2020 George

Attraktive Investition: Energiegenossenschaften beschleunigen den Ausbau der Wind- und Solarenergie

Die Nachfrage nach Strom steigt innerhalb des neuen Jahrzehnts um ca. 25%. Der gegenwärtig zögerliche Ausbau erneuerbarer Energien bleibt weit hinter dieser Zielgröße zurück, kritisiert das Energiewirtschaftliche Institut der Universität Köln. Die forcierte dezentrale Energie-Produktion bietet v.a. für ländliche Regionen attraktive, bisher wenig genutzte Entwicklungschancen: Energiegenossenschaften integrieren die verschiedenen gesellschaftlichen Akteure vor Ort und beteiligen sie in einer Win-Win-Gemeinschaft. 25 Fachleute vermitteln in ihrem Reader „Energiegenossenschaften gründen und erfolgreich betreiben“ das notwendige Knowhow.

Nach Einschätzung des Energiewirtschaftlichen Instituts werden Elektrofahrzeuge, Gebäudeheizungen und moderne Industrieanlagen den Bruttostromverbrauch in Deutschland bis 2030 auf ca. 7450 Terawattstunden hochtreiben. Die Bundesregierung projiziert für 2030 etwa 65% des Stromverbrauchs aus regenerativen Energien. Demgegenüber kalkuliert das Institut: Verläuft der Ausbau von Wind- und Solarenergie weiterhin so zögerlich wie bisher, dürften lediglich etwa 46% erreichbar sein. Der Investitionsbedarf ist also hoch.

Der Neubau von Windenergie-Anlagen wird häufig von auswärtigen Projektentwicklern und Investoren initiiert, jedoch vor Ort von Bürgern, politischen Kräften, Verwaltungen behindert. Dies lässt sich dadurch verhindern, dass primär einflussreiche Akteure vor Ort unter aktiver – auch ökonomischer – Bürgerbeteiligung die Projekte verantworten und vorwärtstreiben. Prof. Dr. Jürgen Wegmann betont in seinem Beitrag zum Reader: „Gerade die Erfahrungen mit den oligopolitisch geprägten Märkten der Energieversorgung haben deutlich gezeigt, dass eine bezahlbare Energiepolitik ohne Einfluss der Bürger illusorisch ist.  Wenn es gelingt, die Bürger auch finanziell – z.B. über die Rechtsform einer Genossenschaft – an einer regionalen Energieversorgung zu beteiligen, dann wird zum einen die nachhaltige Sicherstellung mit Energie geleistet und zum anderen eine kommunale Daseinsvorsorge erreicht.“

Wenn Investoren, Betreiber und Abnehmer vor Ort kooperieren, profitieren die Kommunen und ihre Infrastruktur zusätzlich; der Energieabsatz ist langfristig gesichert. „Der guten Idee folgt letztlich auch das ´richtige´ Geld, sofern der Prozess strukturiert und konsequent geführt wird“, formulieren Autoren im Reader – und beschreiben bewährte Strukturen erfolgreicher Energiegenossenschaften.

Literatur zum Thema

 

Regionales Zukunftsmanagement – Band 5:
Energiegenossenschaften gründen und erfolgreich betreiben.

Wolfgang George, Thomas Berg (Hrsg.)

Pabst, 232 Seiten. Paperback ISBN 978-3-89967-729-4

Vortrag anlässlich Grüner Woche in Berlin 23.1.2020 „Die Unterstützung von Existenzgründungen im ländlichen Raum durch Hochschulen“

Gießen den 20.12.2019        Was können Hochschulen und Universitäten auf den Weg bringen, dass es zu mehr Gründungen im ländlichen Raum kommt?

Bisher engagieren sich deutsche Hochschulen um Existenzgründungen insbesondere in der Art, dass diese 1) am Campus bzw. mit einem Hochschulpartner gemeinsam interessierte Studenten im Gründungsprozess unterstützen 2)      gezielt mit Kompetenz-  und Leistungszentren/Instituten und deren akademischen Personal Gründungen der Art systematischer betreiben auch um eigene Ideen, Produkte und Dienstleistungen zu etablieren 3)  für in der Region ansässige Start-ups, Existenzgründer und junge Unternehmen einsetzen, etwa in dem sie diesen Support anbieten. All dieser Einsatz hat seinen Platz, verdient Respekt und ist in der Regel noch immer z.T. deutlich zu verbessern, allein um den aktuellen Technologien und deren Auswirkungen gerecht zu werden. Indes ist der Fokus bei all diesen Aktivitäten auf den oder die Existenzgründer gerichtet nicht aber auf die näheren Kontext-, Struktur- und Bedarfsbedingungen einer Stadt oder Region. Der vorgestellte Ansatz unternimmt nun dies. Somit ist es die Region, die Gemeinde, die Stadt und mit dieser die Frage ob hier tatsächlich das Bestmögliche und dem Zweck dienliche auf den Weg gebracht ist und welche Rolle hierbei die Hochschule vor Ort übernehmen könnte.

https://www.gruenewoche.de/FuerBesucher/KongresseEvents/Eventdetail.jsp?eventDateId=522954&pageTitle=12.+Zukunftsforum+L%C3%A4ndliche+Entwicklung+-+Gemeinsame+Aufgabe+f%C3%BCr+Staat+und+Gesellschaft

Einladung zum MakerCamp Genossenschaften vom 29.-30. Januar 2020 in Wiesbaden

Vom 29.-30. Januar 2020 findet erstmals das MakerCamp Genossenschaften in Wiesbaden statt – zu dem wir Sie herzlich einladen!

 Mit dem MakerCamp als Start-Event und daran anschließenden Projekten möchten wir zum Wachstum des genossenschaftlichen Ökosystems und zur Vision 30.000 Genossenschaften bis 2030 in Deutschland beitragen. Diese Vision entstand, weil wir überzeugt davon sind, dass Genossenschaften voll im Trend und cooler denn je sind. Die Vision ist ambitioniert, weil sie eine Verdreifachung von heute rund 7.700 auf 30.000 Genossenschaften innerhalb von 10 Jahren bedeutet. Das Programm des MakerCamps enthält Keynotes, Impulsvorträge und Praxisbeispiele. Außerdem arbeiten wir an mehreren Challenges, um Wachstum und Vision erreichen zu können. Dazu zählen Gründungszentren, Gründungsprozess und Finanzierung für Genossenschaften. Nähere Informationen finden Sie hier: Programm und Speaker. Das MakerCamp planen wir mit ca. 150 Teilnehmern. Zur Veranstaltung kommen Akteure aus den Bereichen Genossenschaften, Innovation, Nachhaltigkeit, Wirtschaft, Wissenschaft, Politik und Gesellschaft.

Anbei der von Wolfgang George gehaltene Vortrag

Präsentation MakerCamp2

“Care for the Common Home”: Responses to Pope Francis’s Encyclical Letter

Gießen, den 5.12.2019           Gemeinsam mit Claude-Helene Mayer und Elmar Nass erschien in der Zeitschrift „Journal of Religion and Health“ ein Beitrag zur Enzyklika Laudato Si bzw. dem Buch von Wolfgang George (Hg) Wissenschaftler antworten auf die Laudato Si von Papst Franziskus

Abstract: This article aims to build awareness of the growing global crisis in social, economic and environmental terms from different disciplinary approaches. The authors respond to the message of Pope Francis presented in his Encyclical Letter published in 2015. The article provides a short current overview of the discourse and presents three hypotheses anchored in the disciplines of Psychology, Health and Theology for a deeper discussion of Pope Francis’s viewpoints on the challenges to humankind and how to address them. It thereby contributes to the discourse on health and religion with regard to the Pope’s message to the world community. The article leads to an interdisciplinary conclusion and directions for future research and practice.

https://www.researchgate.net/publication/337720604_Care_for_the_Common_Home_Responses_to_Pope_Francis%27s_Encyclical_Letter

 

Beitrag in Zeitschrift „Monitor Versorgungsforschung“ zu Sterbeortregister

Gießen, den 21.11.2019        Eigentlich handelt es sich gar nicht um dasjenige was in der Medizin bzw. Epidemilogie unter einem Register verstanden wird, sondern nur um einige wenige Informationen die zusammengeführt werden sollten. Informationen zum sozialen Ort des Sterbens. Also verstirbt ein Mensch im Krankenhaus (die größte Wahrscheinlichkeit), in einer stationären Pflegeeinrichtung (die zweitwahrschenlichste Möglichkeit), zu Hause ( die drittwahrscheinlichste Möglichkeit) oder in einem Hospiz (was am unwahrscheinlichsten ist). Außer exakten – jedes Jahr berichteten Zahlen aus den Krankenhäusern existieren keine verbindlichen Zahlen. Erst wenn auf regonaler Ebene Klarheit über die jeweiligen Orte des Sterbens besteht, können eine ganze Reihe der Fragen beantwortet werden, die notwendig sind wenn es gilt dem Ziel der meisten Menschen – zu Hause zu sterben – näher zu kommen.

Hierzu ist ein Beitrag in der Zeitschrift Monitor Versorgungsforschung 6/2019 erschienen, der unter w.george@andramedos-net.de angefragt werden kann

Regionale Gesundheitsversorgung zukunftsfähig gestalten // Veranstaltung am 19.12.2019 in Wetzlar

Gießen, den 19.12.2019      Trotz verschiedener Maßnahmen zur Sicherstellung einer zeitgemäßen, bürgernahen (Daseins-) Versorgung des ländlichen Raums, müssen die bestehenden und hinlänglich beschriebenen Problemlagen als insgesamt nicht bzw. nur anteilig gelöst bewertet werden.  Diese „Rückwärtsbewegung“ wird auch weiterhin nicht ohne Auswirkungen auf die Gesundheitsersorgung im ländlichen Raum bleiben. Wenn die – insbesondere ärztliche Versorgung – von den Bürgern als lückenhaft bzw. fehlend erfahren wird, werden regionalwirksame Mechanismen in Gang gesetzt, die erhebliche Auswirkungen auf die regionale Lebens- und Arbeitswelt besitzen. Betrachtet man die bisher auf den Weg gebrachten Lösungen, Initiativen und Projekte, so fällt u.a. auf, dass die Menschen/Bürger der betreffenden Region/Gemeinde, bzw. deren Vertretungen – wenn überhaupt – nur am Rande miteinbezogen wurden. Weder sozial etwa als Treiber des Anliegens, noch wirtschaftlich etwa als Miteigner eines regional-gemeindlichen Geschäftsmodells. Auch andere Akteursgruppen wie Freiberufler, Unternehmen, regionale Banken, Kirche, Vereine bis hin zur öffentlichen  Gemeinde werden nur allzu oft nicht angemessen einbezogen. Bis heute gilt, dass verschiedenme Schwierigkeitslagen der Sicherstellung der Gesundheitsversorgung gerade im ländlichen Raum noch immer bestehen, in einigen regionalen Räumen und Bundesländer mit ausgesprochen problematischen Konsequenzen.Wie könnte zu den bestehenden, ein alternatives Vorgehen der Gemeinwohlökonomie aussehen? Anregungen hierzu in einer Veranstaltung am 19.12.2019 in Wetzlar. Näher Informationen und wie Sie sich anmelden können, erfahren Sie unter:

191014_Flyer_RegionaleGesundheitsversorgung_Final

Seminar: Existenzgründung im ländlichen Raum

Gießen, den 11.10.2019                                     Anlässlich des Tges der Regionen fand in der Gießener TransMIT eine Veranstaltung zum Thema statt. Der Gründerbericht des DIHK aus dem Jahr 2019 titelt mit der Zeile: Der Funke springt nicht über und bestätigt einmal mehr, dass in Deutschland zu wenige Gründungen stattfinden. Wie dies abgeändert werden kann war Gegenstand des Tages. Einige weiterführende Informationen zum Verlauf entnehmen Sie folgendem Bericht:

.http://www.giessener-zeitung.de/pohlheim/beitrag/131057/qexistenzgruendung-im-laendlichen-raumq-transmit-gesellschaft-fuer-technologietransfer-mbh/?lesen&recommend

weitere Berichterstattung in KOMMUNAL

https://kommunal.de/wirtschaftsfoerderung-existenzgruendung

 

Pressebericht in Saarbrücker Zeitung zu Deutsche Palliativsiegel

Gießen, den 11.09.2019        Anlässlich des Hospizgespräches im Saarland wurden die Erfahrungen die das Caritas Senioren-Zentrum Haus am See sammeln konnte – von Vertreter*innen der Einrichtung – berichtet.

Nähere Informationen https://www.saarbruecker-zeitung.de/saarland/st-wendel/nohfelden/senioren-zentrum-haus-am-see-in-neunkirchen-nahe-erhaelt-deutsches-palliativsiegel_aid-45744199