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Betreuung Sterbender: Ethische Implikationen

Gießen, den 10.12.2018  Die erreichte, „ethische Handlungsqualität“ einer Pflegekraft oder eines Arztes ist kein Zufallsergebnis. Vielmehr stellt diese das Ergebnis der biographischen Entwicklung dar. In dieser korrespondieren persönliche Faktoren mit solchen der Sozialisation bzw. insbesondere der beruflichen Umwelt. Die prägenden Einflüsse des Elternhauses, Familie und Schule bilden die Ausgangspunkte für den persönlichen Werterahmen, der unzweifelhaft durch Erfahrungen der Jugend und berufliche Ausbildung (Studium) moderiert bzw. akzentuiert wird. Erste praktische Berufserfahrungen besitzen unseren Studien nach erhebliche Bedeutung. Gelernt wird dabei nicht nur von den „guten Modellen“ und „guten Umwelten“ sondern auch von den Vorgesetzten und Arbeitsplätzen, die keinesfalls als „Vorbild“ für das eigene Handeln dienen. In dem in der Zeitschrift „Onkologische Pflege“ in der Dezemberausgabe 2018 veröffentlichten Beitrag werden Zusammenhänge entlang der beruflichen Biographie erkennbar gemacht.

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Auszeichnung: Städtische Kliniken Mönchengladbach

20.11.2018    Die Städtischen Kliniken Mönchengladbach als Akademisches Lehrkrankenhaus der Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf sind ein Schwerpunktkrankenhaus mit 537 Betten. Wir beschäftigen über 1.200 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in 10 Organisationseinheiten sowie einem Sozialpädiatrischen Zentrum. Jährlich werden ca. 27.000 Patientinnen und Patienten stationär sowie ca. 50.000 ambulant behandelt. Anlässlich der KTQ-Rezertifizierung im Herbst 2018 stellte sich das Krankenhaus erfolgreich auch den 20 Prüf- und Reviewerkriterien die sich aus den Zielstellungen des Deutschen Palliativsiegels ergeben.

Nähere Informationen zum Krankenhaus:

DP Mönchengladbach

https://www.sk-mg.de

Palliativsiegel

Vortrag anlässlich des 9. Saarländischer Hospiztag am 27.10.2018 in Saarlouis

4. Oktober 2018  Anlässlich des 9. Saarländischen Hospiztages, der unter dem Motto: „Sterben im Krankenhaus – Ein Störfall?“ stand, absovierte Wolfgang George einen Vortrag mit dem Titel „Betreuung Sterbender und deren Angehörigen“. In den Ausführungen verdeutlichte der Referent die z.T. schwierigen, äußeren Einflussfaktoren unter denen die Krankenhäuser ihren Versorgungsauftrag nachkommen. Deutlich wurde im Folgenden die enge Verschränkung zwischen allgemeinen Patientenwohl und würdevoller Betreuung Sterbender herausgearbeitet. Um die Effekte der unterschiedlichen Akteure – vom freiwilligen und ehrenamtlichen Hospizdienst bis hin zur speziellen Palliativversorgung – in deren Wirkungen bewerten zu können, formulierte George einmal mehr die Notwendigkeit der Einführung eines bundesweit zu führenden Sterbeortregisters (siehe hierzu auch PM transmit_hospiztag_versorgungsforschung)

PM transmit_hospiztag_versorgungsforschung_05_11_18

Vortrag 9. Hospiztag 

Stationäre Pflegeeinrichtung in Niedersachsen ausgezeichnet

Gießen, den 21.9.2018    Am 4.9. fand in dem evangelischem Altenzentrum in Westerstede, das mit dem Erwerb des Deutschen Palliativsiegels einhergehende kollegiale Review mit unterschiedlichen Vertretern des Pflegeheims und externen Partnern sowie die Begehung der Einrichtung statt. Am Abend konnte das Prüfergebnis den Einrichtungsvertretern mitgeteilt werden: die Einrichtung wird mit dem Siegel ausgezeichnet. Besonders beeindruckt zeigten sich die 4 angereisten Visitoren über die verschiedensten – z.T. langjährig bestehenden – kooperativen Vernetzungen des Altenpflegezentrums. „Insbesondere die sehr gute Zusammenarbeit mit der Stadt und deren Einrichtungen der Gesundheitsversorgung und der hieraus resultierende hohe Anteil von Bewohnern die eine Verfügung besitzen, haben mich sehr beeindruckt“, so der angereiste Visitor Christian Lanz. Das Evangelische Altenzentrum Westerstede ist die erste Pflegeeinrichtung in Niedersachsen die mit dem Deutschen Palliativsiegel ausgezeichnet wurde. Nähere Informationen unter: https://www.dw-ol.de/pages/aktuell/pressemeldungen/synav_14261/subpages/kultur_zum_altern_und_sterben_entwickelt/index.html

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Existenzgründung im ländlichen Raum

28.8.2018   Existengründung im ländlichen Raum wird gegenwärtig stark unter dem Fokus digitaler bzw. IuK getriebenener Innovation betrachtet. Dies hat sicher seinen Platz und Berechtigung auch für mögliche Existzenzgründungen in kleinen Gemeinden und Städten. Zugleich ersetzt dies nicht die Orientierung an den dort bestehenden Bedarfen und vorhandenen Ressourcen. Einige Anregungen hierzu gibt folgender Beitrag.

Gründerzentren in den ländlichen Räumen

Betreuung Sterbender auf Intensivstation: Berufsbiographische Pfade

10.07.2018   Von den insgesamt 419.341 (2016) in deutschen Krankenhäusern verstorbenen Menschen verbringen – eigenen Berechnungen folgend – jedes Jahr ungefähr 140.000 Menschen ihre letzten Lebensstunden auf Intensivstationen. Genaue Zahlen zu den versorgenden Stationen liegen leider bis heute nicht vor. Ist die Schätzung richtig, sterben in den intensivmedizinisch und intensivpflegerischerischen Versorgungseinheiten 6-mal mehr Personen als dies in den deutschen Hospizen der Fall ist. Die psychosozialen Belastungen und Anforderungen die aus diesem speziellen Versorgungsauftrag bzw. dessen Konsequenzen für die Betreuer ergeben, geht eine neue Veröffentlichung nach. George W: Sterbebegleitung: Eigene Werte als wichtigste Ressource , Pflegezeitschrift 71 (8), 54-60 DOI 10.1007/s41906-018-0648-9,2018