Author Archive for Wolfgang George Dr.

Betreuungsorte sterbender Menschen in Deutschland 2017

Prof. Dr. Wolfgang George bei einem Hospiztreffen in Wetzlar (Foto: Wilfried J. Klein)

Prof. Dr. Wolfgang George bei einem Hospiztreffen in Wetzlar (Foto: Wilfried J. Klein)

Die meisten Menschen Deutschlands sterben auch 2017 in Krankenhäusern (ca. 50%) oder in Altenpflegeeinrichtungen (ca. 30%). Nur ca. 20% sterben zu Hause in der gewohnten Umgebung und sozialen Umfeld. Obwohl die weit überwiegende Mehrzahl sich dies wünschen.

In der ambulanten Palliativversorgung hat man große Fortschritte gemacht  (insbesondere durch Einführung der SAPV). Dank an der Lebensqualität des sterbenden Menschen orientierter Konzepte, zielt diese eine an den Bedürfnissen des Schwerstkranken an. Praktisch bedeutet dies etwa die Einbeziehung der Familie, Ermöglichung von Schmerzfreiheit und offene Kommunikation.

Auch die sich ambulant engagierenden Hospizgruppen und Fachpflegedienste ermöglichen den Menschen das Sterben in deren häuslichen Umwelt wieder umfassender als dies noch vor einem Jahrzehnt möglich war.

Nun gilt es die Verantwortung des Hausarztes – etwa im Rahmen der AAPV – wieder zu stärken, denn nur so erscheint es möglich auch flächendeckend und zu verantwortbaren Kosten den Trend wieder mehr Menschen das Sterben zu Hause zu ermöglichen, zu stärken.

Dass die meisten Menschen ihre letzten Lebensstage nicht in ihren eigenen vier Wänden verbringen, hat gewichtige Ursachen. Das immer höhere Lebensalter und die mit diesem einhergehende Multimorbidität und Pflegebedürftigkeit (a), der Trend der Verstädterung (b), kleinerer und in weiterer Entfernung voneinander lebende Familien (c),  die demographische Entwicklung mit mehr alten Menschen (d) um nur einige Gründe zu benennen, lassen davon ausgehen, dass sich eine Sterben in den Einrichtungen, trotz einer Anpassung der strukturellen Voraussetzungen der ambulanten Versorgung, so rasch nicht ändern wird. So ist vielleicht auch zu verstehen, dass das Gesetz zur Stärkung der Hospiz- und Palliativversorgung aus dem Jahr 2015 hier eine neue Qualität anzielt.

Gerade vor dieser Situation, stellt sich nicht nur für Angehörige sondern auch für die Versorgungsforschung die dringende Frage nach der erreichten Versorgungsqualität in den Krankenhäusern und Pflegeheimen und dies nicht nur in den palliativen Versorgungsbereichen.

Ist das Genossenschaftsmodell der Königsweg zur Gestaltung der Energiewende?

Energiewende oder Rollback? (Foto: Julian Nitzsche / pixelio.de)

Energiewende oder Rollback? (Foto: Julian Nitzsche / pixelio.de)

Dass die Energie-Genossenschaften ein Erfolgsmodell sind, zeigt eine Bilanz des Deutschen Genossenschafts- und Raiffeisenverbandes (DGRV): Nach dieser sind bereits mehr als 80.000 Menschen mit mehr als 1/4 Milliarde Euro in Energie-Genossenschaften engagiert und es ist klar, dass dies nicht das Ende der Fahnenstange ist.

Die Energie-eG´s haben bisher ungefähr 800 Millionen Euro investiert, 2013 ist die Milliardengrenze erreichbar. Die Genossenschaften produzieren zwischenzeitlich annähernd 0,3 GWh Strom und können damit (als Energieäquivalent) 83 tausend Durchschnittshaushalte versorgen. Um in dem Rechenbespiel zu bleiben: damit wird mehr Strom produziert als die Mitglieder selber benötigen. Dennoch ist diese Leistungsbilanz, die durch Ergebnisse des Novy-Instituts bestätigt werden kein Grund zum Innehalten oder Euphorie.

Immer mehr Bundesländer, Städte, Gemeinden und deren Bürger erkennen die Vorteile des genossenschaftlichen Vorgehens. Zugleich sind Interessen und Möglichkeiten derer, welche die Energieproduktion faktisch in den Händen weniger belassen wollen enorm.

Es wird darauf ankommen, 2013 eine erfolgreiche Kommunikations-Kampagne für unser Modell zu führen, die von allen Bürgern und Meinungsbildnern wahrgenommen werden kann.

Mehr Kooperation in Mittelhessen anstreben und fördern

Zur Kooperation braucht man keine wehrhaften Burgen (Foto: wjk)

Zur Kooperation braucht man keine wehrhaften Burgen (Foto: wjk)

Wenn es gilt ein, für eine Region relevantes wirtschaftliches Ziel zu erreichen, dass nur über die Zusammenarbeit möglichst vieler erreicht werden kann. Dies ist in keinem anderen Handlungsrahmen leichter möglich als in dem der Genossenschaft.

Diese Wahrheit ist seit über 150 Jahren, weltweit viele tausend Mal bestätigt worden, sie wurde in Deutschland erfunden. In Hessen besitzt das Genossenschaftswesen bis heute Verfassungsrang (§44).

Genossenschaften führen die Interessen vieler zusammen.

Dr. Wolfgang George: Das Rechts-, Wirtschafts- und Sozialformat bietet den handelnden Akteuren in der Krankenversorgung und der Gesundheitswirtschaft die Möglichkeit zur Etablierung einer wertegeleiteten Ökonomie. (Foto: Wilfried J. Klein)

Dr. Wolfgang George: Das Rechts-, Wirtschafts- und Sozialformat bietet den handelnden Akteuren in der Krankenversorgung und der Gesundheitswirtschaft die Möglichkeit zur Etablierung einer wertegeleiteten Ökonomie. (Foto: Wilfried J. Klein)

Das genossenschaftlich organisierte Handeln bietet sich an, um die Interessen vieler bei einer Projekt-Finanzierung oder beim Geschäftsbetrieb zusammenzuführen. Das demokratische Wirtschaftsprinzip der Genossenschaft ist als förderungswürdiges Staatsziel in zahlreichen Bundesländern aufgeführt.

Netzwerke verhindern Insellösungen.

Im Gesundheitswesen und der Sozialwirtschaft existieren tradierte Betätigungsfelder von Genossenschaften (Einkauf, Handel, Wohnungswirtschaft). Die für die gegenwärtigen Anforderungen (etwa nach Zusammenführung der Systembeteiligten, integrierter Zusammenarbeit) zeitgemäßen Lösungen existieren in der Praxis — wenn überhaupt — als unverbundene Insellösungen.

2012 : Das von der UN ausgerufene Jahr der Genossenschaften

Genossenschaften stellen weltweit über 100 Millionen Arbeitsplätze bereit

Genossenschaften stellen weltweit über 100 Millionen Arbeitsplätze bereit

Der weltweite Erfolg der Genossenschaften ist eindrucksvoll. Laut Aussage der UNO existieren in mehr als 100 Ländern viele Tausend Genossenschaften, in denen 800 Millionen Mitglieder beheimatet sind und die über 100 Millionen Arbeitsplätze stellen.

Nach Berechnungen der FAO ernähren landwirtschaftliche Genossenschaften über die Hälfte der Weltbevölkerung.

Unsere Gesellschaft braucht mehr Werteorientierung.

Blick in die neue Stadtverwaltung in Gießen (Foto: wjk)

Blick in die neue Stadtverwaltung in Gießen (Foto: wjk)

Welchen Zukunftsbeitrag können Genossenschaften leisten?

Die ökonomische Substanz der Exportwirtschaft auf der unser wirtschaftlicher Erfolg maßgeblich beruht, droht durch die sich vollziehende Finanzkrise verloren zu gehen. Keiner hofft es und es gilt alles Machbare zu unternehmen um eine mögliche Talfahrt zu verhindern, zugleich wäre es naiv vor dieser Möglichkeit die Augen zu verschließen.

Gibt es noch Zweifel, welcher Weg eingeschlagen werden sollte?

Hessische Zukunft Windenergie

Hessische Zukunft Windenergie

Um die international formulierten Klimaziele und die des Ausbaus regenerativen Energien zu erreichen, ist auch im Mittelhessen der nächsten Jahre ein reges Handeln zu erwarten. Dabei zeigt unser neuer Regionalplan mit welchem Energiemix und bei Beachtung welcher Wegmarken dies gelingen kann. Es ist offensichtlich: Nie war der formulierte politische Wille – über alle Parteigrenzen hinweg — größer, die Rahmenbedingungen für die geforderte Energiewende besser als dies gegenwärtig der Fall ist.

Lehren aus Japan ziehen

Frühling bei erneuerbaren Energien (Foto: pixelio.de © Dr. Klaus-Uwe Gerhardt)

Frühling bei erneuerbaren Energien (Foto: pixelio.de © Dr. Klaus-Uwe Gerhardt)

Hessens Kommunen sind bereit und fähig ihren Anteil am Aufbau der erneuerbaren Energien zu leisten. Kooperative Ökonomie kann regionalen Interessen zugunsten einer aussichtreichen Goldgräberstimmung zusammenführen, auch wenn sich das Lebensumfeld ändert.

Die Katastrophe in Japan brachte die wichtige Diskussion um risikoärmere Technologien erneut in Gang. Aber auch die Ergebnisse der vergangenen Landtags- und Kommunalwahlen unterstützen die frischen Debatten um die Energieproduktion der Zukunft.

Neue Bündnisse für die Sicherung der Lebensqualität

Das Cover des neuen Buches

Das Cover des neuen Buches

Wirtschaftliche und soziale Zusammenarbeit von Wirtschaft, Politik und Bürgern – Zukunftsfähigkeit des ländlichen Raums über Wiedererstarkung genossenschaftlichen Wirtschaftens ermöglichen

Demographischer Wandel, vielerorts bestehende Landflucht junger und gebildeter Menschen hin in die urbanen Metropol- Regionen, Globalisierungsdruck auf die Wirtschaft allesamt Durchlauferhitzer der gegenwärtigen Situation Deutschlands. Anstelle des passiven Erlebens der bereits vielerorts spürbaren Auswirkungen gilt es durch aktives und zielgenaues Handeln zu verhindern, dass  zusehend die Lebensqualität der Menschen durch Rücknahme wichtiger Leistungsangebote sinkt.