Entscheidungshilfe für Notärzte

Gießen, den 24.9.2021                    Anlässlich des DGAI-Kongresses am 17.9.2021 in Berlin bestand die Möglichkeit die im Rahmen des Avenue-Pal Projektes entwickelt Entscheidungshilfe für Notärzte relevanten Handlungsakteueren vorzustellen. Die Entscheidungshilfe soll dem Notarzt geeignte Unterstützung in dem von diesem zu treffenden Entscheidungen und des Vorgehens im Falle eines „palliativen Notfalls“ an die Hand geben. Insbesondere für dessen Einsatz im ambulanten Umfeld als auch in der pflegestationären Versorgung. Bei aller bestehenden Handlungsverpflichtung im Fall des „notfallähnlichen“ (palliativ) Einsatzes wird deutlich, wie wichtig die vorausschauende Planung und Abstimmung zwischen den betroffenen Akteuren ist und das die „hinzugezogene“ notärztliche Versogung besonders betrifft. Der Vortrag und eine Kurzform der Entscheidungshilfe finden Sie unten:

Vortrag DGAI 2021 EH Notarzt

Flyer Entscheidungshilfen_Notärzte

Die Versorgung von Menschen in deren letzter Lebensphase unter Anwendung einer Leitlinie qualitativ verbessern / Zoom Informationsveranstaltung am 12.10.2021 14.00 – 15.30 Uhr

Gießen, den 21.9.2021                          Ziel der 1,5 stündigen Veranstaltung ist es die Versorgungsleitlinie und die bisher gesammelten Erfahrungen in deren praktischen Einführung vorzustellen. Dabei sind es genau diese Umsetzungserfahrungen, welche die Entwickler ermutigen, die Leitlinie über die ersten Projekte hinaus deutschlandweit zu multiplizieren.  So wird anlässlich der einführenden Informationsveranstaltung auch das Know-How (Projektmanagement) erkennbar gemacht werden, wie von einer Standortbestimmung der eigenen Einrichtung ausgehend, durch umsichtige Planung ein erfolgreiches Projekt – d.h. die Umsetzung der Leitlinie – gelingen kann. Hierzu sind auch verschiedene im Projekt entwickelte Werkzeuge (Entscheidungshilfen, Informations-, Beratungs- und Schulungstableau etc.) zielführend. Nähere Info bzw. Anmeldung siehe attach:

 

Einladung Infoveranstaltung

Soziale Teilhabe bis zuletzt: Leitfaden für Kommune

Gießen, den 14.09.2021           Sich um die Menschen in Ihrer Gemeinde zu kümmern, die sich in ihrer letzten Lebensphase befinden, erscheint zuerst einmal nicht als unmittelbare Aufgabe der Gemeinden/Städte und damit des Bürgermeisters. Gleichwohl haben wir in ein einem durch den Gemeinsamen Bundesausschuss (GBA) geförderten und in Mittelhessen durchgeführten Projektes gesehen, wie bedeutungsvoll das Verhalten der Gemeinde / der Stadt in der Mitgestaltung letzten Lebensphase ist. Dabei kommt dieser eine ergänzende, insbesondere koordinative Funktion zu. Keinesfalls finden die regionalen Akteure, Pflegeeinrichtungen, niedergelassene, Krankenhaus, Hospizdienst u.a. immer in der wünschenswerten Form zusammen. Vor diesem Hintergrund haben wir gemeinsam mit der Deutschen Palliativstiftung einen „Leitfaden“ für Kommunen entwickelt, den wir allen interessierten Gemeinden rsp. Bürgermeistern an dieser Stelle zur Verfügung stellen. Weitere Projektinformationen auch unter www.avenue-pal.de

Leifaden Kommune Betreuung von Menschen im letzten Lebensabschnitt

Neue Website für Projekt Eigene Endlichkeit ab 1.9.2021 freigeschaltet

Gießen, den 28.08.21                                                Ab 1.9.2021 wird eine eigene Website für das Projekt „Eigene Endlichkeit“ freigeschaltet. Im Mittelpunkt der Website steht bisher das Buch: „Grenzen des Wachstums: Eigene Endlichkeit“. Aber es geht natürlich um mehr als um eine Buchankündigung. Die Website hat das Ziel, interessierte Leser/-innen zu erreichen, die sich nicht nur für die nüchterne Tatsache und überwältigende Auswirkung der eigenen Endlichkeit interessieren, sondern darüber hinaus, aufgrund diesem zumeist ungeklärtem Verhältnis – sowohl auf individueller als auch gesellschaftlericher Ebene – sich auch für die hieraus resultierenden Komplikationen. So werden nicht nur die Autoren/-innen und deren zu erwartende Texte berichtet, sondern es werden auch erste erweiternde Anregungen hinterlegt.

http://www.eigene-endlichkeit.de

 

Tag der Regionen 2021 / Existenzgründung: „Es ist noch jede Menge Luft nach oben“

Gießen, den 10.8.2021                                  In der aktuellen Ausgabe der Zeitschrift „Das Parlament“ (Heft 32-33 9.8.) ist das Leben im ländlichen Raum Themenschwerpunkt. An mehreren Stellen wird darauf hingewiesen von welch großer Bedeutung das Thema „Existenzgründung“ für den Erhalt bzw. die Fortentwicklung (Innovation!) des ländlichen Raums ist und das hierbei (den tatsächlich vollzogenen Existenzgründungen) Defizite zu konstatieren sind. Wir jedenfalls, wollen den Tag der Regionen 2021 – das 6 mal – zu genau diesem Zweck verwenden und laden hierfür zu einer kleinen, sonntäglichen Diskussionsrunde am 19.9.2021 nach Heidenrod ein. Näheres zu Ort, Uhrzeit und den Referentenim Flyer.

Flyer Tag der Regionen 2021 Heidenrod

Projekt und Buch (Teil 2): „Die Grenzen des Wachstums: Eigene Endlichkeit“

Gießen, den 29.7.2021                         Die  23 Autoren/-innen und die Kapitel des im Herbst des kommenden Jahres erscheinenden Buches „Die Grenzen des Wachstums: Eigene Endlichkeit“ stehen fest und können in der pdf wahrgenommen werden. Eine Website zum Thema wird zu Beginn des Monats September 2021 unter www.eigene-endlichkeit.de freigeschaltet werden.

Buch Eigene Endlichkeit

 

 

Einsamer Abschied mitten in unserer Gesellschaft

ALLEINGANG

Gießen, den 16.07.21                     Einsamer Abschied mitten in unserer Gesellschaft „Wie können wir auch nach dem Tod geliebter Menschen unsere Fürsorge für sie zeigen?“ fragt Dr. Dirk Pörschmann, Geschäftsführer der Arbeitsgemeinschaft Friedhof und Denkmal und Leiter des Museums für Sepulkralkultur in Kassel. Wie gehen wir mit Sterben, Abschied und Bestattung um? Kommt allen Menschen eine Fürsorge nach dem Leben und Sterben zu? Am Beispiel ordnungsbehördlicher Bestattungen wenden Dirk Pörschmann, Filmemacher Raphael Schanz und Urnenbegleiter Bernd Simon den Blick auf ein wenig beachtetes Thema, den einsamen Abschied. Schanz gewährt Einblicke in seinen aktuellen Kurzfilm. Jedes Jahr werden fünf bis zehn Prozent aller verstorbenen Berlinerinnen und Berliner von den Ämtern bestattet. Die meisten von ihnen werden von Urnenbegleiter Bernd Simon im Alleingang unter die Erde gebracht. Ein beobachtender Dokumentarfilm über einen Bestatter, der eigentlich Animateur werden wollte, ein skurriles Städteporträt und ein Spiegel unseres Umgangs mit Tod, Trauer und Erinnerung.

Moderiert wird das Gespräch von Philipp Lemmerich, Deutschlandfunk.

31. August 2021 | 19 Uhr
Ort: KörberForum, Kehrwieder 12, 20457 Hamburg
Freier Eintritt
Anmeldung ab 14 Tage vorher unter www.koerberforum.de
oder im Livestream über www.koerber-stiftung.de

Veranstalter ist die Körber-Stiftung

Projekt und Buch: „Die Grenzen des Wachstums: Eigene Endlichkeit“

Gießen, den 10.7. 2021           Kennzeichen des gegenwärtigen, von den Geophysikern als Anthropozän – das von der Menschheit gemachte – bezeichnete Erdzeitalter, ist der Golfschläger, in seiner abrupt nach oben gebogenen beschreibenden Form des exponentiellen Wachstums. Wachstum von allem „Menschengemachten“, bei sich gleichzeitig einstellenden Mangel und Verlust all dessen, was als „Natürlich“ zu bezeichnen ist.

Die Folgen der Missachtung der Grenzen wirtschaftlichen Wachstums sind erkennbarer denn je, denn all die kleineren und großen Neben-, Fern- und Folgewirkungen menschlichen Handelns haben sich in den letzten 20 Jahren – auf einem hohen Niveau anschlussnehmend – nochmals der Art kumuliert, dass nicht nur die biologischen Systeme auf deren Dekompensation zusteuern bzw. bereits irreversibel dekompensiert sind. Welche Rolle die bis heute weitestgehend unreflektierte, individuelle und gesellschaftliche Verleugnung der Tatsache der Endlichkeit menschlichen und damit des eigenen Lebens besitzt, bleibt in den geführten Ursachenbestimmungen unbeschrieben oder nicht gehört. Eine aktuelle empirische Arbeit an der annährend 1500 Personen teilgenommen haben unterstreicht, dass ein echtes Verständnis der eigenen Endlichkeit in der Bevölkerung oftmals fehlt, gleichzeitig popkulturelle Bilder der vermeintlichen Unsterblichkeit weitverbreitet sind und somit ein Bewusstsein für die auf Zeit gestellte Existenz fehlt. Die Herausgeber sind der Ansicht, dass dieses fehlende Verständnis Krisensituationen verschärft (bspw. durch fehlende Solidarität sowohl auf lokaler, regionaler oder globaler Ebene) bzw. ein Endlichkeitsbewusstsein in Krisensituation Quelle von Resilienz sein und bspw. im Zusammenhang mit der prekären Umweltsituation vermitteln könnte, dass Endlichkeit zur „conditio humana“ in allen Lebensvollzügen und -bereichen gehört. In wissenschaftlichen Kontexten, aber noch viel mehr in zivilgesellschaftlichen Zusammenhängen – auch im Rahmen altersangemessener Bildungsprozesse – sollte daher, jenseits religiöser oder weltanschaulicher Diskurse, ein besseres Verständnis der eigenen Endlichkeit geweckt und realistische und auch praxistaugliche Wege gezeigt werden, wie das Defizit zu überwinden ist. So wurden 22 Autor*innen gewonnen, die durch ihre wissenschaftliche / fachliche und auch auf Lebenserfahrung begründete Perspektive, dem Leser eine Zusammenschau bzw. Überblick zum Thema und auch eine Nachbetrachtung der Corona-Pandemie zu ermöglichen.

Symposium am 6.Mai 2021

Die Verbesserung der Situation Sterbender durch Stärkung der Kompetenzen und Strukturen am Ort der letzten Tage und Stunden, lautete die zentrale Zielstellung eines mit 2 Mio. € durch den Innofond des Gemeinsamen Bundesausschuss für Gesundheit (G-BA) geförderten Projektes.

Konkret, sterbende Menschen sollen nicht länger unnötigen Verlegungen zwischen und innerhalb der Versorgungsdienstleister ausgesetzt sein. Dies betrifft mehr als 150.000 Personen jedes Jahr.

Um dieses Ziel zu erreichen wurde nach bestmöglichen auch wissenschaftlichen Methoden das notwendige Handwerkszeug und ein Vorgehenspfad in Form von Leitlinien identifiziert. Diese wurden in einer großen Pflegeeinrichtung und einem Universitätskrankenhaus stellvertretend für viele tausende bundesweit betriebene Krankenhäuser und Pflegeheime im „Normalbetrieb“ eingeführt und wo nötig, hilfreich verbessert.

Die Ergebnisse sind eindeutig: die Zahl der Verlegungen werden erheblich rückgeführt, die Zufriedenheit der Betroffenen und beruflichen Helfer ist vorhanden. Auch die Einrichtungsleitung bzw. Trägergesellschaften können von dem Prozess profitieren. Insgesamt 20 Referent/-innen geben einen Einblick, warum dies möglich wurde und warum das Projektteam glaubt, dass sich ein bundesweiter Transfer lohnt.

 

Zur Anmeldung:

Symposium 2021