Allgemein

Neue „Regionale Versorgungsleitlinie“ für das Krankenhaus zur Verbesserung der Versorgung von Menschen an deren Lebensende

Gießen, den 14.10.2021                                                                  Als wesentliches Ergebnis eines durch den Innovationsfonds des Gemeinsamen-Bundesausschuß geförderten Projektes „Analyse und Verbesserung des sektor- und bereichsübergreifenden Schnittstellen- und Verlegungsmanagements in der Palliativversorgung“ (Avenue-Pal) wurden in Kooperation mit dem Marburger Institut der Akademie der Medizinischen Wissenschaften (AWMF) zwei Leitlinien entwickelt, unter deren Anwendung es zu einer signifikanten Reduktion nicht indizierten Verlegungen Sterbender kommen sollte. Angeschlossen wird an den Sachverhalten, dass der weitaus größte Teil aller Deutschen ihre letzten Lebenstage im Krankenhaus (ca. 50%) oder Pflegeheim (ca. 30%) verbringen, obwohl Studien immer wieder zeigen, dass sich der weit überwiegende Teil der Bevölkerung wünscht, zu Hause zu versterben. Bei der Analyse der letzten Lebenstage fällt darüber hinaus auf, dass – obwohl bereits die Mehrzahl stationär versorgt wird – ein nicht unerheblicher Anteil nochmals in eine andere Einrichtung bzw. auf eine andere Station / Bereich verlegt bzw. überwiesen wird. Eigenen und wenigen anderen Studien folgend betrifft dies ca. 20% aller Patienten im Krankenhaus und 25% aller Bewohner stationärer Pflegdienste (1). Damit wären jährlich deutschlandweit annähernd 150.000 Patienten betroffen, zu denen noch all diejenigen hinzukommen, die zum Sterben von zu Hause in ein Krankenhaus verlegt werden. Ziel der vorgestellten Leitlinie ist es Verlegungen von Menschen in deren letzten Lebensphase die weder aus sozialen, noch aus pflegerisch-medizinischen und ethischen Begründungen nicht indiziert sind zu verhindern.

Krankenhaus Leitlinie Fassung 6.5

Entscheidungshilfe für Notärzte

Gießen, den 24.9.2021                    Anlässlich des DGAI-Kongresses am 17.9.2021 in Berlin bestand die Möglichkeit die im Rahmen des Avenue-Pal Projektes entwickelt Entscheidungshilfe für Notärzte relevanten Handlungsakteueren vorzustellen. Die Entscheidungshilfe soll dem Notarzt geeignte Unterstützung in dem von diesem zu treffenden Entscheidungen und des Vorgehens im Falle eines „palliativen Notfalls“ an die Hand geben. Insbesondere für dessen Einsatz im ambulanten Umfeld als auch in der pflegestationären Versorgung. Bei aller bestehenden Handlungsverpflichtung im Fall des „notfallähnlichen“ (palliativ) Einsatzes wird deutlich, wie wichtig die vorausschauende Planung und Abstimmung zwischen den betroffenen Akteuren ist und das die „hinzugezogene“ notärztliche Versogung besonders betrifft. Der Vortrag und eine Kurzform der Entscheidungshilfe finden Sie unten:

Vortrag DGAI 2021 EH Notarzt

Flyer Entscheidungshilfen_Notärzte

Die Versorgung von Menschen in deren letzter Lebensphase unter Anwendung einer Leitlinie qualitativ verbessern / Zoom Informationsveranstaltung am 12.10.2021 14.00 – 15.30 Uhr

Gießen, den 21.9.2021                          Ziel der 1,5 stündigen Veranstaltung ist es die Versorgungsleitlinie und die bisher gesammelten Erfahrungen in deren praktischen Einführung vorzustellen. Dabei sind es genau diese Umsetzungserfahrungen, welche die Entwickler ermutigen, die Leitlinie über die ersten Projekte hinaus deutschlandweit zu multiplizieren.  So wird anlässlich der einführenden Informationsveranstaltung auch das Know-How (Projektmanagement) erkennbar gemacht werden, wie von einer Standortbestimmung der eigenen Einrichtung ausgehend, durch umsichtige Planung ein erfolgreiches Projekt – d.h. die Umsetzung der Leitlinie – gelingen kann. Hierzu sind auch verschiedene im Projekt entwickelte Werkzeuge (Entscheidungshilfen, Informations-, Beratungs- und Schulungstableau etc.) zielführend. Nähere Info bzw. Anmeldung siehe attach:

 

Einladung Infoveranstaltung

Soziale Teilhabe bis zuletzt: Leitfaden für Kommune

Gießen, den 14.09.2021           Sich um die Menschen in Ihrer Gemeinde zu kümmern, die sich in ihrer letzten Lebensphase befinden, erscheint zuerst einmal nicht als unmittelbare Aufgabe der Gemeinden/Städte und damit des Bürgermeisters. Gleichwohl haben wir in ein einem durch den Gemeinsamen Bundesausschuss (GBA) geförderten und in Mittelhessen durchgeführten Projektes gesehen, wie bedeutungsvoll das Verhalten der Gemeinde / der Stadt in der Mitgestaltung letzten Lebensphase ist. Dabei kommt dieser eine ergänzende, insbesondere koordinative Funktion zu. Keinesfalls finden die regionalen Akteure, Pflegeeinrichtungen, niedergelassene, Krankenhaus, Hospizdienst u.a. immer in der wünschenswerten Form zusammen. Vor diesem Hintergrund haben wir gemeinsam mit der Deutschen Palliativstiftung einen „Leitfaden“ für Kommunen entwickelt, den wir allen interessierten Gemeinden rsp. Bürgermeistern an dieser Stelle zur Verfügung stellen. Weitere Projektinformationen auch unter www.avenue-pal.de

Leifaden Kommune Betreuung von Menschen im letzten Lebensabschnitt

Neue Website für Projekt Eigene Endlichkeit ab 1.9.2021 freigeschaltet

Gießen, den 28.08.21                                                Ab 1.9.2021 wird eine eigene Website für das Projekt „Eigene Endlichkeit“ freigeschaltet. Im Mittelpunkt der Website steht bisher das Buch: „Grenzen des Wachstums: Eigene Endlichkeit“. Aber es geht natürlich um mehr als um eine Buchankündigung. Die Website hat das Ziel, interessierte Leser/-innen zu erreichen, die sich nicht nur für die nüchterne Tatsache und überwältigende Auswirkung der eigenen Endlichkeit interessieren, sondern darüber hinaus, aufgrund diesem zumeist ungeklärtem Verhältnis – sowohl auf individueller als auch gesellschaftlericher Ebene – sich auch für die hieraus resultierenden Komplikationen. So werden nicht nur die Autoren/-innen und deren zu erwartende Texte berichtet, sondern es werden auch erste erweiternde Anregungen hinterlegt.

http://www.eigene-endlichkeit.de

 

Tag der Regionen 2021 / Existenzgründung: „Es ist noch jede Menge Luft nach oben“

Gießen, den 10.8.2021                                  In der aktuellen Ausgabe der Zeitschrift „Das Parlament“ (Heft 32-33 9.8.) ist das Leben im ländlichen Raum Themenschwerpunkt. An mehreren Stellen wird darauf hingewiesen von welch großer Bedeutung das Thema „Existenzgründung“ für den Erhalt bzw. die Fortentwicklung (Innovation!) des ländlichen Raums ist und das hierbei (den tatsächlich vollzogenen Existenzgründungen) Defizite zu konstatieren sind. Wir jedenfalls, wollen den Tag der Regionen 2021 – das 6 mal – zu genau diesem Zweck verwenden und laden hierfür zu einer kleinen, sonntäglichen Diskussionsrunde am 19.9.2021 nach Heidenrod ein. Näheres zu Ort, Uhrzeit und den Referentenim Flyer.

Flyer Tag der Regionen 2021 Heidenrod

Projekt und Buch (Teil 2): „Die Grenzen des Wachstums: Eigene Endlichkeit“

Gießen, den 29.7.2021                         Die  23 Autoren/-innen und die Kapitel des im Herbst des kommenden Jahres erscheinenden Buches „Die Grenzen des Wachstums: Eigene Endlichkeit“ stehen fest und können in der pdf wahrgenommen werden. Eine Website zum Thema wird zu Beginn des Monats September 2021 unter www.eigene-endlichkeit.de freigeschaltet werden.

Buch Eigene Endlichkeit

 

 

Einsamer Abschied mitten in unserer Gesellschaft

ALLEINGANG

Gießen, den 16.07.21                     Einsamer Abschied mitten in unserer Gesellschaft „Wie können wir auch nach dem Tod geliebter Menschen unsere Fürsorge für sie zeigen?“ fragt Dr. Dirk Pörschmann, Geschäftsführer der Arbeitsgemeinschaft Friedhof und Denkmal und Leiter des Museums für Sepulkralkultur in Kassel. Wie gehen wir mit Sterben, Abschied und Bestattung um? Kommt allen Menschen eine Fürsorge nach dem Leben und Sterben zu? Am Beispiel ordnungsbehördlicher Bestattungen wenden Dirk Pörschmann, Filmemacher Raphael Schanz und Urnenbegleiter Bernd Simon den Blick auf ein wenig beachtetes Thema, den einsamen Abschied. Schanz gewährt Einblicke in seinen aktuellen Kurzfilm. Jedes Jahr werden fünf bis zehn Prozent aller verstorbenen Berlinerinnen und Berliner von den Ämtern bestattet. Die meisten von ihnen werden von Urnenbegleiter Bernd Simon im Alleingang unter die Erde gebracht. Ein beobachtender Dokumentarfilm über einen Bestatter, der eigentlich Animateur werden wollte, ein skurriles Städteporträt und ein Spiegel unseres Umgangs mit Tod, Trauer und Erinnerung.

Moderiert wird das Gespräch von Philipp Lemmerich, Deutschlandfunk.

31. August 2021 | 19 Uhr
Ort: KörberForum, Kehrwieder 12, 20457 Hamburg
Freier Eintritt
Anmeldung ab 14 Tage vorher unter www.koerberforum.de
oder im Livestream über www.koerber-stiftung.de

Veranstalter ist die Körber-Stiftung

Projekt und Buch: „Die Grenzen des Wachstums: Eigene Endlichkeit“

Gießen, den 10.7. 2021           Kennzeichen des gegenwärtigen, von den Geophysikern als Anthropozän – das von der Menschheit gemachte – bezeichnete Erdzeitalter, ist der Golfschläger, in seiner abrupt nach oben gebogenen beschreibenden Form des exponentiellen Wachstums. Wachstum von allem „Menschengemachten“, bei sich gleichzeitig einstellenden Mangel und Verlust all dessen, was als „Natürlich“ zu bezeichnen ist.

Die Folgen der Missachtung der Grenzen wirtschaftlichen Wachstums sind erkennbarer denn je, denn all die kleineren und großen Neben-, Fern- und Folgewirkungen menschlichen Handelns haben sich in den letzten 20 Jahren – auf einem hohen Niveau anschlussnehmend – nochmals der Art kumuliert, dass nicht nur die biologischen Systeme auf deren Dekompensation zusteuern bzw. bereits irreversibel dekompensiert sind. Welche Rolle die bis heute weitestgehend unreflektierte, individuelle und gesellschaftliche Verleugnung der Tatsache der Endlichkeit menschlichen und damit des eigenen Lebens besitzt, bleibt in den geführten Ursachenbestimmungen unbeschrieben oder nicht gehört. Eine aktuelle empirische Arbeit an der annährend 1500 Personen teilgenommen haben unterstreicht, dass ein echtes Verständnis der eigenen Endlichkeit in der Bevölkerung oftmals fehlt, gleichzeitig popkulturelle Bilder der vermeintlichen Unsterblichkeit weitverbreitet sind und somit ein Bewusstsein für die auf Zeit gestellte Existenz fehlt. Die Herausgeber sind der Ansicht, dass dieses fehlende Verständnis Krisensituationen verschärft (bspw. durch fehlende Solidarität sowohl auf lokaler, regionaler oder globaler Ebene) bzw. ein Endlichkeitsbewusstsein in Krisensituation Quelle von Resilienz sein und bspw. im Zusammenhang mit der prekären Umweltsituation vermitteln könnte, dass Endlichkeit zur „conditio humana“ in allen Lebensvollzügen und -bereichen gehört. In wissenschaftlichen Kontexten, aber noch viel mehr in zivilgesellschaftlichen Zusammenhängen – auch im Rahmen altersangemessener Bildungsprozesse – sollte daher, jenseits religiöser oder weltanschaulicher Diskurse, ein besseres Verständnis der eigenen Endlichkeit geweckt und realistische und auch praxistaugliche Wege gezeigt werden, wie das Defizit zu überwinden ist. So wurden 22 Autor*innen gewonnen, die durch ihre wissenschaftliche / fachliche und auch auf Lebenserfahrung begründete Perspektive, dem Leser eine Zusammenschau bzw. Überblick zum Thema und auch eine Nachbetrachtung der Corona-Pandemie zu ermöglichen.

Symposium am 6.Mai 2021

Die Verbesserung der Situation Sterbender durch Stärkung der Kompetenzen und Strukturen am Ort der letzten Tage und Stunden, lautete die zentrale Zielstellung eines mit 2 Mio. € durch den Innofond des Gemeinsamen Bundesausschuss für Gesundheit (G-BA) geförderten Projektes.

Konkret, sterbende Menschen sollen nicht länger unnötigen Verlegungen zwischen und innerhalb der Versorgungsdienstleister ausgesetzt sein. Dies betrifft mehr als 150.000 Personen jedes Jahr.

Um dieses Ziel zu erreichen wurde nach bestmöglichen auch wissenschaftlichen Methoden das notwendige Handwerkszeug und ein Vorgehenspfad in Form von Leitlinien identifiziert. Diese wurden in einer großen Pflegeeinrichtung und einem Universitätskrankenhaus stellvertretend für viele tausende bundesweit betriebene Krankenhäuser und Pflegeheime im „Normalbetrieb“ eingeführt und wo nötig, hilfreich verbessert.

Die Ergebnisse sind eindeutig: die Zahl der Verlegungen werden erheblich rückgeführt, die Zufriedenheit der Betroffenen und beruflichen Helfer ist vorhanden. Auch die Einrichtungsleitung bzw. Trägergesellschaften können von dem Prozess profitieren. Insgesamt 20 Referent/-innen geben einen Einblick, warum dies möglich wurde und warum das Projektteam glaubt, dass sich ein bundesweiter Transfer lohnt.

 

Zur Anmeldung:

Symposium 2021

Existenzgründung in Bad Endbach

Gießen im November 2020     Existenzgründungen in Bad Endbach strategisch zu ermöglichen ist das Ziel des Vorgehens. Hierzu wird eine Vitalisierunganalyse für die Gemeinde durchgeführt. Die Ergebnisse werden im Juli den Gemeindevertretern vorgestellt. Im Septmber 2021 werden dann interessierte Personen zu einem Work-Shop eingeladen. Nähere Informationen im Beitrag.

 

Bad Endbach

Beitrag in Zeitschrift für medizinische Ethik // Ethische Problemlagen durch die Verlegung sterbender Menschen zwischen verschiedenen Versorgungsorten und -einrichtungen

Gießen, den 2.6.2020               Der Beitrag soll auf die Verlegung sterbender Menschen in Krankenhäusern und Pflegeeinrichtungen aufmerksam und dabei entstehende ethische Problemlagen bzw. Herausforderungen erkennbar machen. Grundlage sind Studien zur Versorgungspraxis; jeder vierte sterbende Heimbewohner und jeder fünfte sterbende Krankenhauspatient wird inder letzten Lebensphase verlegt. Ursachen hierfür sind vielfältig und betreffen medizinisch-pflegerische, soziale, organisatorische sowie ökonomische Faktoren. Häufig werden Verlegungen notfallähnlich aus überforderten Versorgungsbereichen hin zu Stationen mit erhöhter personeller Ausstattung sowie professioneller und sozialer Versorgungskompetenzvollzogen.

Beitrag zfme 2020

Neue Studie: Eigene Endlichkeit

Gießen, den 4.5.2020                        – Angesichts der aktuellen Situation mit Blick auf die Bewältigung der durch das Coronavirus verursachten Pandemie ist auch das Thema Sterben verstärkt zum Gegenstand der medialen Berichterstattung geworden. Zugleich gilt aber auch weiterhin, dass viele Menschen es vermeiden, sich mit der eigenen Endlichkeit intensiver zu beschäftigen. Die vorausschauende Planung etwa durch Patientenverfügungen oder Vorsorgevollmachten stellt – nicht nur für den jüngeren Teil der Bevölkerung – nach wie vor eine Ausnahme dar. Über die eigene Betroffenheit findet selbst in der Familie, zwischen den Partnern und Freunden kaum ein Austausch statt. Die Frage nach der Beziehung zum eigenen Sterben erscheint in einer ersten Reaktion nicht nur als intime, sondern auch als nicht einfach zu beantwortende Herausforderung.

Vor diesem Hintergrund wird der TransMIT-Projektbereich für Versorgungsforschung und Beratung eine umfassende Studie zum Thema „Eigene Endlichkeit und Sterben“ durchführen. Diese richtet sich an alle interessierten Personen, welche die Gelegenheit nutzen wollen, sich mit ihrer eigenen Endlichkeit erinnernd zu befassen. Ziel der Studie ist es, unter wissenschaftlichen Gesichtspunkten weiterführende Orientierung in diesem wichtigen Themenkreis herzustellen. Die neue empirische Gießener Sterbestudie erfolgt im Rahmen des durch den Gemeinsamen Bundesausschuss (G-BA) geförderten Projektes Avenue-Pal.

„Durch die bis heute ungebrochene Verlagerung des Sterbens in die Krankenhäuser und Pflegeheime, nicht zuletzt auch durch den Einflussverlust der Kirchen – in welchen die Endlichkeit des irdischen Lebens immer eine zentrale Botschaft darstellt – scheint es einem immer größer werdenden Teil der Menschen zu gelingen, diesen finalen Sachverhalt ein Leben lang verleugnen zu können“, betont Prof. Wolfgang George, Leiter des TransMIT-Projektbereichs für Versorgungsforschung und Beratung. „Die jetzt europaweit zu beobachtenden schwierigen, teils dramatischen Situationen in der Auseinandersetzung mit der COVID-19-Pandemie überfordern nicht nur die Betroffenen vielfältig, sondern auch diejenigen, die beruflich mit der Sterbesituation als Pflegekräfte und Ärzte konfrontiert werden. Defizite, die in der aktuellen Krise nur sehr schwer zu kompensieren sind.

In den vergangenen Jahren wurden bereits bundesweit diverse Gießener Sterbestudien mit unterschiedlichen Schwerpunkten erfolgreich durchgeführt. Dabei waren vor allem die Sterbebedingungen im Krankenhaus und stationären Pflegeeinrichtungen Gegenstand der Untersuchung. Zu den Teilnehmern dieser Studien gehörten insbesondere Ärzte, Pflege- und Altenpflegekräfte. In der neuen Gießener Studie zum Thema „Eigene Endlichkeit und Sterben“ wird der Adressatenkreis erstmals auf alle interessierten Personen ausgedehnt, um so in dieser Frage ein umfassenderes Bild des gesamtgesellschaftlichen Bewusstseins und Lebens zu erhalten.

Weitere Informationen und Teilnahme unter: www.sterbestudie.de

Krankenhaus der Zukunft

Gießen, den 29.3.2020                        Angesichts der Diskussionen um einzelne Regelungen des Digitalen Versorgungsgesetzes (DVG) treten die grundsätzlichen Fragen über die Zukunft der Gesundheitsversorgung ein wenig in den Hintergrund. Das heißt aber nicht, dass hierzu nicht diskutiert würde oder kein Gesprächsbedarf bestünde – im Gegenteil. Es existiert dazu sowohl eine fachliche Debatte, die insbesondere durch eine im Sommer 2019 veröffentlichte Bertelsmann- Studie zur Zukunft der in Deutschland betriebenen Krankenhäuser angestoßen wurde, als auch eine öffentlich bzw. massenmedial geführte Auseinandersetzung in Anknüpfung an einen im Nachrichtenmagazin Stern veröffentlichten Aufruf deutscher Ärzte und Ärztinnen im Hinblick auf die fortschreitende Ökonomisierung der Krankenhäuser in Deutschland. Ergänzt werden beide Debattenstränge zusätzlich durch die im Herbst des Jahres 2019 erschienene Studie zur Zukunft der Krankenhauslandschaft in NRW sowie durch das im Dezember 2018 erschienene Positionspapier der Arbeitsgemeinschaft der Wissenschaftlichen Medizinischen Fachgesellschaften e. V. (AWMF) „Medizin und Ökonomie. Maßnahmen für eine wissenschaftlich begründete, patientenzentrierte und ressourcenbewusste Versorgung“.

 

Auf KU 2020 George

Attraktive Investition: Energiegenossenschaften beschleunigen den Ausbau der Wind- und Solarenergie

Die Nachfrage nach Strom steigt innerhalb des neuen Jahrzehnts um ca. 25%. Der gegenwärtig zögerliche Ausbau erneuerbarer Energien bleibt weit hinter dieser Zielgröße zurück, kritisiert das Energiewirtschaftliche Institut der Universität Köln. Die forcierte dezentrale Energie-Produktion bietet v.a. für ländliche Regionen attraktive, bisher wenig genutzte Entwicklungschancen: Energiegenossenschaften integrieren die verschiedenen gesellschaftlichen Akteure vor Ort und beteiligen sie in einer Win-Win-Gemeinschaft. 25 Fachleute vermitteln in ihrem Reader „Energiegenossenschaften gründen und erfolgreich betreiben“ das notwendige Knowhow.

Nach Einschätzung des Energiewirtschaftlichen Instituts werden Elektrofahrzeuge, Gebäudeheizungen und moderne Industrieanlagen den Bruttostromverbrauch in Deutschland bis 2030 auf ca. 7450 Terawattstunden hochtreiben. Die Bundesregierung projiziert für 2030 etwa 65% des Stromverbrauchs aus regenerativen Energien. Demgegenüber kalkuliert das Institut: Verläuft der Ausbau von Wind- und Solarenergie weiterhin so zögerlich wie bisher, dürften lediglich etwa 46% erreichbar sein. Der Investitionsbedarf ist also hoch.

Der Neubau von Windenergie-Anlagen wird häufig von auswärtigen Projektentwicklern und Investoren initiiert, jedoch vor Ort von Bürgern, politischen Kräften, Verwaltungen behindert. Dies lässt sich dadurch verhindern, dass primär einflussreiche Akteure vor Ort unter aktiver – auch ökonomischer – Bürgerbeteiligung die Projekte verantworten und vorwärtstreiben. Prof. Dr. Jürgen Wegmann betont in seinem Beitrag zum Reader: „Gerade die Erfahrungen mit den oligopolitisch geprägten Märkten der Energieversorgung haben deutlich gezeigt, dass eine bezahlbare Energiepolitik ohne Einfluss der Bürger illusorisch ist.  Wenn es gelingt, die Bürger auch finanziell – z.B. über die Rechtsform einer Genossenschaft – an einer regionalen Energieversorgung zu beteiligen, dann wird zum einen die nachhaltige Sicherstellung mit Energie geleistet und zum anderen eine kommunale Daseinsvorsorge erreicht.“

Wenn Investoren, Betreiber und Abnehmer vor Ort kooperieren, profitieren die Kommunen und ihre Infrastruktur zusätzlich; der Energieabsatz ist langfristig gesichert. „Der guten Idee folgt letztlich auch das ´richtige´ Geld, sofern der Prozess strukturiert und konsequent geführt wird“, formulieren Autoren im Reader – und beschreiben bewährte Strukturen erfolgreicher Energiegenossenschaften.

Literatur zum Thema

 

Regionales Zukunftsmanagement – Band 5:
Energiegenossenschaften gründen und erfolgreich betreiben.

Wolfgang George, Thomas Berg (Hrsg.)

Pabst, 232 Seiten. Paperback ISBN 978-3-89967-729-4

Vortrag anlässlich Grüner Woche in Berlin 23.1.2020 „Die Unterstützung von Existenzgründungen im ländlichen Raum durch Hochschulen“

Gießen den 20.12.2019        Was können Hochschulen und Universitäten auf den Weg bringen, dass es zu mehr Gründungen im ländlichen Raum kommt?

Bisher engagieren sich deutsche Hochschulen um Existenzgründungen insbesondere in der Art, dass diese 1) am Campus bzw. mit einem Hochschulpartner gemeinsam interessierte Studenten im Gründungsprozess unterstützen 2)      gezielt mit Kompetenz-  und Leistungszentren/Instituten und deren akademischen Personal Gründungen der Art systematischer betreiben auch um eigene Ideen, Produkte und Dienstleistungen zu etablieren 3)  für in der Region ansässige Start-ups, Existenzgründer und junge Unternehmen einsetzen, etwa in dem sie diesen Support anbieten. All dieser Einsatz hat seinen Platz, verdient Respekt und ist in der Regel noch immer z.T. deutlich zu verbessern, allein um den aktuellen Technologien und deren Auswirkungen gerecht zu werden. Indes ist der Fokus bei all diesen Aktivitäten auf den oder die Existenzgründer gerichtet nicht aber auf die näheren Kontext-, Struktur- und Bedarfsbedingungen einer Stadt oder Region. Der vorgestellte Ansatz unternimmt nun dies. Somit ist es die Region, die Gemeinde, die Stadt und mit dieser die Frage ob hier tatsächlich das Bestmögliche und dem Zweck dienliche auf den Weg gebracht ist und welche Rolle hierbei die Hochschule vor Ort übernehmen könnte.

https://www.gruenewoche.de/FuerBesucher/KongresseEvents/Eventdetail.jsp?eventDateId=522954&pageTitle=12.+Zukunftsforum+L%C3%A4ndliche+Entwicklung+-+Gemeinsame+Aufgabe+f%C3%BCr+Staat+und+Gesellschaft

Einladung zum MakerCamp Genossenschaften vom 29.-30. Januar 2020 in Wiesbaden

Vom 29.-30. Januar 2020 findet erstmals das MakerCamp Genossenschaften in Wiesbaden statt – zu dem wir Sie herzlich einladen!

 Mit dem MakerCamp als Start-Event und daran anschließenden Projekten möchten wir zum Wachstum des genossenschaftlichen Ökosystems und zur Vision 30.000 Genossenschaften bis 2030 in Deutschland beitragen. Diese Vision entstand, weil wir überzeugt davon sind, dass Genossenschaften voll im Trend und cooler denn je sind. Die Vision ist ambitioniert, weil sie eine Verdreifachung von heute rund 7.700 auf 30.000 Genossenschaften innerhalb von 10 Jahren bedeutet. Das Programm des MakerCamps enthält Keynotes, Impulsvorträge und Praxisbeispiele. Außerdem arbeiten wir an mehreren Challenges, um Wachstum und Vision erreichen zu können. Dazu zählen Gründungszentren, Gründungsprozess und Finanzierung für Genossenschaften. Nähere Informationen finden Sie hier: Programm und Speaker. Das MakerCamp planen wir mit ca. 150 Teilnehmern. Zur Veranstaltung kommen Akteure aus den Bereichen Genossenschaften, Innovation, Nachhaltigkeit, Wirtschaft, Wissenschaft, Politik und Gesellschaft.

Anbei der von Wolfgang George gehaltene Vortrag

Präsentation MakerCamp2

“Care for the Common Home”: Responses to Pope Francis’s Encyclical Letter

Gießen, den 5.12.2019           Gemeinsam mit Claude-Helene Mayer und Elmar Nass erschien in der Zeitschrift „Journal of Religion and Health“ ein Beitrag zur Enzyklika Laudato Si bzw. dem Buch von Wolfgang George (Hg) Wissenschaftler antworten auf die Laudato Si von Papst Franziskus

Abstract: This article aims to build awareness of the growing global crisis in social, economic and environmental terms from different disciplinary approaches. The authors respond to the message of Pope Francis presented in his Encyclical Letter published in 2015. The article provides a short current overview of the discourse and presents three hypotheses anchored in the disciplines of Psychology, Health and Theology for a deeper discussion of Pope Francis’s viewpoints on the challenges to humankind and how to address them. It thereby contributes to the discourse on health and religion with regard to the Pope’s message to the world community. The article leads to an interdisciplinary conclusion and directions for future research and practice.

https://www.researchgate.net/publication/337720604_Care_for_the_Common_Home_Responses_to_Pope_Francis%27s_Encyclical_Letter

 

Beitrag in Zeitschrift „Monitor Versorgungsforschung“ zu Sterbeortregister

Gießen, den 21.11.2019        Eigentlich handelt es sich gar nicht um dasjenige was in der Medizin bzw. Epidemilogie unter einem Register verstanden wird, sondern nur um einige wenige Informationen die zusammengeführt werden sollten. Informationen zum sozialen Ort des Sterbens. Also verstirbt ein Mensch im Krankenhaus (die größte Wahrscheinlichkeit), in einer stationären Pflegeeinrichtung (die zweitwahrschenlichste Möglichkeit), zu Hause ( die drittwahrscheinlichste Möglichkeit) oder in einem Hospiz (was am unwahrscheinlichsten ist). Außer exakten – jedes Jahr berichteten Zahlen aus den Krankenhäusern existieren keine verbindlichen Zahlen. Erst wenn auf regonaler Ebene Klarheit über die jeweiligen Orte des Sterbens besteht, können eine ganze Reihe der Fragen beantwortet werden, die notwendig sind wenn es gilt dem Ziel der meisten Menschen – zu Hause zu sterben – näher zu kommen.

Hierzu ist ein Beitrag in der Zeitschrift Monitor Versorgungsforschung 6/2019 erschienen, der unter w.george@andramedos-net.de angefragt werden kann

Regionale Gesundheitsversorgung zukunftsfähig gestalten // Veranstaltung am 19.12.2019 in Wetzlar

Gießen, den 19.12.2019      Trotz verschiedener Maßnahmen zur Sicherstellung einer zeitgemäßen, bürgernahen (Daseins-) Versorgung des ländlichen Raums, müssen die bestehenden und hinlänglich beschriebenen Problemlagen als insgesamt nicht bzw. nur anteilig gelöst bewertet werden.  Diese „Rückwärtsbewegung“ wird auch weiterhin nicht ohne Auswirkungen auf die Gesundheitsersorgung im ländlichen Raum bleiben. Wenn die – insbesondere ärztliche Versorgung – von den Bürgern als lückenhaft bzw. fehlend erfahren wird, werden regionalwirksame Mechanismen in Gang gesetzt, die erhebliche Auswirkungen auf die regionale Lebens- und Arbeitswelt besitzen. Betrachtet man die bisher auf den Weg gebrachten Lösungen, Initiativen und Projekte, so fällt u.a. auf, dass die Menschen/Bürger der betreffenden Region/Gemeinde, bzw. deren Vertretungen – wenn überhaupt – nur am Rande miteinbezogen wurden. Weder sozial etwa als Treiber des Anliegens, noch wirtschaftlich etwa als Miteigner eines regional-gemeindlichen Geschäftsmodells. Auch andere Akteursgruppen wie Freiberufler, Unternehmen, regionale Banken, Kirche, Vereine bis hin zur öffentlichen  Gemeinde werden nur allzu oft nicht angemessen einbezogen. Bis heute gilt, dass verschiedenme Schwierigkeitslagen der Sicherstellung der Gesundheitsversorgung gerade im ländlichen Raum noch immer bestehen, in einigen regionalen Räumen und Bundesländer mit ausgesprochen problematischen Konsequenzen.Wie könnte zu den bestehenden, ein alternatives Vorgehen der Gemeinwohlökonomie aussehen? Anregungen hierzu in einer Veranstaltung am 19.12.2019 in Wetzlar. Näher Informationen und wie Sie sich anmelden können, erfahren Sie unter:

191014_Flyer_RegionaleGesundheitsversorgung_Final

Seminar: Existenzgründung im ländlichen Raum

Gießen, den 11.10.2019                                     Anlässlich des Tges der Regionen fand in der Gießener TransMIT eine Veranstaltung zum Thema statt. Der Gründerbericht des DIHK aus dem Jahr 2019 titelt mit der Zeile: Der Funke springt nicht über und bestätigt einmal mehr, dass in Deutschland zu wenige Gründungen stattfinden. Wie dies abgeändert werden kann war Gegenstand des Tages. Einige weiterführende Informationen zum Verlauf entnehmen Sie folgendem Bericht:

.http://www.giessener-zeitung.de/pohlheim/beitrag/131057/qexistenzgruendung-im-laendlichen-raumq-transmit-gesellschaft-fuer-technologietransfer-mbh/?lesen&recommend

weitere Berichterstattung in KOMMUNAL

https://kommunal.de/wirtschaftsfoerderung-existenzgruendung

 

Pressebericht in Saarbrücker Zeitung zu Deutsche Palliativsiegel

Gießen, den 11.09.2019        Anlässlich des Hospizgespräches im Saarland wurden die Erfahrungen die das Caritas Senioren-Zentrum Haus am See sammeln konnte – von Vertreter*innen der Einrichtung – berichtet.

Nähere Informationen https://www.saarbruecker-zeitung.de/saarland/st-wendel/nohfelden/senioren-zentrum-haus-am-see-in-neunkirchen-nahe-erhaelt-deutsches-palliativsiegel_aid-45744199

Gespräch: „In Sorge für das gemeinsame Haus“ am 21.8.2019 in Dortmund

Gießen, den 21.7.219                    Die Enzyklika Laudato Si ‘ von Papst Franziskus aus dem Jahr 2015 hat ein weltweites zustimmendes Echo gefunden. Seine Kritik an den – längst bekannten – Umweltzerstörungen und weltweiten sozialen Missständen hat die Welt geradezu aufhorchen lassen. Seine Kritik am neuzeitlichen Fortschrittsglauben – an einseitigen Technikvertrauen, einer zerstörerischen Wirtschaft und einem konsumistischen Lebensstil – impliziert eine Kritik des modernen Wissenschaftsbetriebs. Franziskus vermisst Lösungen für die großen Herausforderung in einem „wirklichen ethischen Horizont“ (LS 110).

Wie ist es aktuell um die Verantwortung von Religion und Wissenschaft angesichts der „Sorge um das gemeinsame Haus“ steht, welche Konsequenzen diese Herausforderung für den Wissenschaftsbetrieb haben sollte, stellen wir in unserem Kommende Gespräch zur Diskussion.

Flyer KommendeGespräch 2019-08-21 (neu)

Vorschau (Link öffnet in neuem Tab/Fenster)

Knappschaftskrankenhaus erhält das „Deutsche Palliativsiegel“

 

 

Gießen, den 20.6.2019   Pressemitteilung von: Universitätsklinikum Knappschaftskrankenhaus Bochum GmbH Die Versorgungsqualität von Sterbenden und Schwerstkranken im Universitätsklinikum Knappschaftskrankenhaus Bochum wurde jetzt durch eine unabhängige Zertifizierungsstelle als vorbildlich bewertet und bereits zum zweiten Mal mit dem „Deutschen Palliativsiegel“ ausgezeichnet. Vor drei Jahren war das Knappschaftskrankenhaus die erste Universitätsklinik in der Bundesrepublik, die sich der Qualitätsprüfung durch externe Auditoren unterzog und ihre Versorgungsqualität entlang gültiger Kriterien prüfen ließ. Nähere Informationen: http://www.uk.rub.de/aktuell/kkh/meldung00862.html.de

 

Berliner Pflegekonferenz 2019 7. November 2019

Gießen, den 28.5.2019      Zukunft des Innovationsfonds: Eine erste Bilanz zu geförderten Projekten in der pflegerischen Versorgung  „Die eigentliche Bewährungsprobe besteht nicht nur darin valide Versorgungsmodelle bzw. Prozesse in Pilotprojekten zu entwickeln, sondern darin vorausschauend Wege zu identifizieren wie diese in der Regelversorgung implementiert werden können.“ lautet das Statement von George.

Deutsches Palliativsiegel für cts- Senioreneinrichtung Haus am See

Gießen/Neunkirchen  10.5.2019                       Das Caritas SeniorenZentrum Haus am See wurde als erste Pflegeeinrichtung im Saarland und süddeutschen Raum sowie als sechste Einrichtung bundesweit mit dem Deutschen Palliativsiegel ausgezeichnet. Damit verbunden sind eine hohe Versorgungsqualität und eine menschenwürdige Betreuung von schwerstkranken und sterbenden Menschen.

Als erste Pflegeeinrichtung im Saarland und im gesamten süddeutschen Raum darf das Caritas SeniorenZentrum Haus am See nun das Deutsche Palliativsiegel für eine hohe Versorgungsqualität von Schwerstkranken und Sterbenden tragen. Das Siegel bescheinigt eine hohe Betreuungsqualität im letzten Lebensabschnitt. Seit 2006 engagiert sich die Einrichtung im Bereich Palliative Care und wurde bereits 2009 als Modellprojekt vom Ministerium für Soziales, Gesundheit, Frauen und Familie des Saarlandes gefördert. Die palliative Versorgung stellt einen der Schwerpunkte der Pflegeeinrichtung dar. Charakteristisch für die palliative Arbeit im Haus am See ist ein multiprofessionelles Team aus speziell qualifizierten Pflegekräften, Ärzten, Therapeuten und ehrenamtlichen Helfern, die gemeinsam dafür sorgen, dass die Bewohner des Hauses am Ende ihres Lebens bestmöglich versorgt sind.

https://www.haus-am-see.de/aktuelles/news/Deutsches-Palliativsiegel-fuer-Haus-am-See,52532

Helfer sind im Umgang mit Tod und Sterben auch durch familiäre Erfahrungen geprägt.

 

Gießen, den 17.4.2019       Bereits während der ersten Arbeitseinsätze wird der
überwiegende Teil der Pflegekräfte mit sterbenden
Menschen konfrontiert. Auch bringt ein großer Teil
der Auszubildenden bereits persönliche Vorerfahrungen
mit, die in der inhaltlichen und curriculativen
Ausgestaltung der Themen „Betreuung Sterbender“
und „palliative Pflege“ berücksichtigt werden sollten.
Als eine Konsequenz aus einer empirischen Studie
aus dem Jahr 2017 zeigte sich, dass die den Auszubildenden
begleitende Funktion des Lehrers / Ausbilders
gestärkt werden sollte.

Beitrag Ausbildung 2018

 

Stellenausschreibung: Projektassistenz im Forschungsprojekt „Avenue-Pal – Analyse und Verbesserung des sektor- und bereichsübergreifenden Schnittstellen- und Verlegungsmanagement in der Palliativversorgung“

Gießen, den 3.4.2019         Der TransMIT-Projektbereich für Versorgungsforschung und Beratung (Leiter Dipl. Psych. Prof. Dr. Wolfgang George) konzentriert sich auf eine nachhaltige Zukunftsgestaltung von Regionen und Gemeinden – insbesondere im ländlichen Raum. Hierbei steht neben der Etablierung einer regional organisierten Gesundheitsversorgung die Etablierung zukunftsweisender Arbeitswelten im Vordergrund der Aktivitäten.

Wir suchen am Standort Gießen zur Unterstützung des Forschungsprojektes „Avenue-Pal – Analyse und Verbesserung des sektor- und bereichsübergreifenden Schnittstellen- und Verlegungsmanagement in der Palliativversorgung“ eine versierte Projektassistenz.

Nähere Informnationen unter:Stellenausschreibung_Projektassistenz_Avenue-Pal_final

Genossenschaften Filmbeitrag: Coopville ist überall

Gießen, den 16.02.2019      In einem kleinen Film werden die Vorteile kooperativ-ökonomischer Lösungen für die Daseinsvorsorge und den Regionalerhalt aufgezeigt. Neben 2 Energiegenossenschaften wird auch der Betrieb eines Hallenbades vorgestellt. Besonders lohnend indes ist das im Film vorgestellte Beispiel der Friedrich Raiffeisen Schule in Wetzlar. Einer im Rechtskleid der Genossenschaft organisierten Schule

in Wetzlar. Ein Modell das für eine Ausweitung mehr als geeignet ist.

https://www.youtube.com/watch?v=bB0_H63jhYw

Kleiner Ort mit großer Zukunft. Wo Heimat lebt

Gießen, den 21.2.2019                In einer Sendung des Hessischen Rundfunks (Hessenreporter) wird über die Entwicklungsperspektive von Mengerskirchen berichtet. In einem Teil der Berichterstattung wird auch das Gründerzentrum-Westerwald vorgestellt. Dere Beitrag wird am 12.3.2019 zwischen 21.45 und 22.15 Uhr im Hessischen Fernsehen gesendet. Nähere Informtaionen auf dessen Website

https://www.fernsehserien.de/hessenreporter/folgen/136-kleiner-ort-mit-grosser-zukunft-wo-heimat-lebt-1272646

Beitrag für Krankenhausmanagement

Gießen, den 16.12. 2018  Auch wenn für Deutschland keine detaillierten Untersuchungen zu Sterbeorten existieren zeigen die existierenden Zahlen auf, dass seit Jahrzehnten die Mehrzahl der  Bürger Deutschlands ihr Leben in einem Krankengaus beendeten Die Gründe hierfür sind vielfältig: das durchschnittliche Sterbealter steigt (2000: 75,4 Jahre, 2016: 80,6 Jahre); ältere Menschen kumulieren mehr Erkrankungen: Anzahl und Ausmaß der Krankheiten (Multimorbidität) und ein möglicher pflegerischer Bedarf stehen in enger Korrespondenz; immer mehr Menschen leben in Stadtregionen: Kennzeichen des städtisch-urbanen Lebensraums ist u.a. die sich verändernde Arbeitswelt, in deren Konsequenz kleinteiligere, fragilere und zumeist geringer belastbare familiäre Strukturen entstehen. Um nur 2 bedeutsame Einflussgrößen zu nennen.

Der durchweg formulierte Wunsch des Sterbens zu Hause trifft angesichts dieser gesellschaftlichen Realität auf enge Gestaltungsräume. Verantwortliche als auch Mitarbeiter in den Krankenhäusern sind demnach klug beraten nicht nur um die heutige und zukünftige Bedeutung des Krankenhauses als Sterbeort zu wissen, sondern auch darum, wie es gelingen kann, allen Sterbenden ein „zuhause“ als Sterbeort anzubieten und dabei sicherzustellen, dass dieser Ort im Prozess des Sterbens nach Möglichkeit nicht wechselt.

Bis heute bleibt die genaue Bestimmung der relativen Anteile der Sterbeorte (zu Hause, Pflegeheim, Krankenhaus) im Ungenauen bzw. kann nur über indirekte Schätzungen erschlossen werden. Allein für die Krankenhäuser besteht eine zusammenführende Statistik, die einen leicht rückläufigen Trend für die Krankenhäuser anzeigt (vgl. Dasch et al. 2015). Ob sich diese (leichte) Verlagerung als dauerhafter Trend erweisen und sich zugunsten der stationären Pflegeeinrichtung bzw. dem häuslichen Sterben auswirken wird, entzieht sich vorläufig einer exakten Bestimmung. Dass eine Trendwende zugunsten einer häuslich-ambulanten Versorgungskultur prinzipiell möglich ist, zeigt zuletzt ein nordeuropäisches Autorenteam auf indem es dies für einige angelsächsische Länder aufzeigt.

Nähere Informationen: Dezemberausgabe „das Krasnkernhaus“

Betreuung Sterbender: Ethische Implikationen

Gießen, den 10.12.2018  Die erreichte, „ethische Handlungsqualität“ einer Pflegekraft oder eines Arztes ist kein Zufallsergebnis. Vielmehr stellt diese das Ergebnis der biographischen Entwicklung dar. In dieser korrespondieren persönliche Faktoren mit solchen der Sozialisation bzw. insbesondere der beruflichen Umwelt. Die prägenden Einflüsse des Elternhauses, Familie und Schule bilden die Ausgangspunkte für den persönlichen Werterahmen, der unzweifelhaft durch Erfahrungen der Jugend und berufliche Ausbildung (Studium) moderiert bzw. akzentuiert wird. Erste praktische Berufserfahrungen besitzen unseren Studien nach erhebliche Bedeutung. Gelernt wird dabei nicht nur von den „guten Modellen“ und „guten Umwelten“ sondern auch von den Vorgesetzten und Arbeitsplätzen, die keinesfalls als „Vorbild“ für das eigene Handeln dienen. In dem in der Zeitschrift „Onkologische Pflege“ in der Dezemberausgabe 2018 veröffentlichten Beitrag werden Zusammenhänge entlang der beruflichen Biographie erkennbar gemacht.

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Auszeichnung: Städtische Kliniken Mönchengladbach

20.11.2018    Die Städtischen Kliniken Mönchengladbach als Akademisches Lehrkrankenhaus der Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf sind ein Schwerpunktkrankenhaus mit 537 Betten. Wir beschäftigen über 1.200 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in 10 Organisationseinheiten sowie einem Sozialpädiatrischen Zentrum. Jährlich werden ca. 27.000 Patientinnen und Patienten stationär sowie ca. 50.000 ambulant behandelt. Anlässlich der KTQ-Rezertifizierung im Herbst 2018 stellte sich das Krankenhaus erfolgreich auch den 20 Prüf- und Reviewerkriterien die sich aus den Zielstellungen des Deutschen Palliativsiegels ergeben.

Nähere Informationen zum Krankenhaus:

DP Mönchengladbach

https://www.sk-mg.de

Palliativsiegel

Vortrag anlässlich des 9. Saarländischer Hospiztag am 27.10.2018 in Saarlouis

4. Oktober 2018  Anlässlich des 9. Saarländischen Hospiztages, der unter dem Motto: „Sterben im Krankenhaus – Ein Störfall?“ stand, absovierte Wolfgang George einen Vortrag mit dem Titel „Betreuung Sterbender und deren Angehörigen“. In den Ausführungen verdeutlichte der Referent die z.T. schwierigen, äußeren Einflussfaktoren unter denen die Krankenhäuser ihren Versorgungsauftrag nachkommen. Deutlich wurde im Folgenden die enge Verschränkung zwischen allgemeinen Patientenwohl und würdevoller Betreuung Sterbender herausgearbeitet. Um die Effekte der unterschiedlichen Akteure – vom freiwilligen und ehrenamtlichen Hospizdienst bis hin zur speziellen Palliativversorgung – in deren Wirkungen bewerten zu können, formulierte George einmal mehr die Notwendigkeit der Einführung eines bundesweit zu führenden Sterbeortregisters (siehe hierzu auch PM transmit_hospiztag_versorgungsforschung)

PM transmit_hospiztag_versorgungsforschung_05_11_18

Vortrag 9. Hospiztag 

Stationäre Pflegeeinrichtung in Niedersachsen ausgezeichnet

Gießen, den 21.9.2018    Am 4.9. fand in dem evangelischem Altenzentrum in Westerstede, das mit dem Erwerb des Deutschen Palliativsiegels einhergehende kollegiale Review mit unterschiedlichen Vertretern des Pflegeheims und externen Partnern sowie die Begehung der Einrichtung statt. Am Abend konnte das Prüfergebnis den Einrichtungsvertretern mitgeteilt werden: die Einrichtung wird mit dem Siegel ausgezeichnet. Besonders beeindruckt zeigten sich die 4 angereisten Visitoren über die verschiedensten – z.T. langjährig bestehenden – kooperativen Vernetzungen des Altenpflegezentrums. „Insbesondere die sehr gute Zusammenarbeit mit der Stadt und deren Einrichtungen der Gesundheitsversorgung und der hieraus resultierende hohe Anteil von Bewohnern die eine Verfügung besitzen, haben mich sehr beeindruckt“, so der angereiste Visitor Christian Lanz. Das Evangelische Altenzentrum Westerstede ist die erste Pflegeeinrichtung in Niedersachsen die mit dem Deutschen Palliativsiegel ausgezeichnet wurde. Nähere Informationen unter: https://www.dw-ol.de/pages/aktuell/pressemeldungen/synav_14261/subpages/kultur_zum_altern_und_sterben_entwickelt/index.html

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Existenzgründung im ländlichen Raum

28.8.2018   Existengründung im ländlichen Raum wird gegenwärtig stark unter dem Fokus digitaler bzw. IuK getriebenener Innovation betrachtet. Dies hat sicher seinen Platz und Berechtigung auch für mögliche Existzenzgründungen in kleinen Gemeinden und Städten. Zugleich ersetzt dies nicht die Orientierung an den dort bestehenden Bedarfen und vorhandenen Ressourcen. Einige Anregungen hierzu gibt folgender Beitrag.

Gründerzentren in den ländlichen Räumen

Betreuung Sterbender auf Intensivstation: Berufsbiographische Pfade

10.07.2018   Von den insgesamt 419.341 (2016) in deutschen Krankenhäusern verstorbenen Menschen verbringen – eigenen Berechnungen folgend – jedes Jahr ungefähr 140.000 Menschen ihre letzten Lebensstunden auf Intensivstationen. Genaue Zahlen zu den versorgenden Stationen liegen leider bis heute nicht vor. Ist die Schätzung richtig, sterben in den intensivmedizinisch und intensivpflegerischerischen Versorgungseinheiten 6-mal mehr Personen als dies in den deutschen Hospizen der Fall ist. Die psychosozialen Belastungen und Anforderungen die aus diesem speziellen Versorgungsauftrag bzw. dessen Konsequenzen für die Betreuer ergeben, geht eine neue Veröffentlichung nach. George W: Sterbebegleitung: Eigene Werte als wichtigste Ressource , Pflegezeitschrift 71 (8), 54-60 DOI 10.1007/s41906-018-0648-9,2018

Frühe Erfahrungen besitzen eine besondere Bedeutung

19. Juni   Unabhängig davon ob es gelungene, wünschenswerte oder schwierige und belastende erste Konfrontationen mit sterbenden Menschen waren: die ersten beruflichen Erfahrungen prägen die beruflichen Helfer erheblich. Auch wenn diese bereits Erfahrungen im Elternhaus haben sammeln können. Umso klarer die sich ergebende Aufforderung das Alten- und Krankenpflegepersonal und die Ärzte/-innen bestmöglich vorbereitet und auch begleitet zu wissen. Daraus ergibt sich eine besondere Verantwortlichkeit für die Ausbilder und erfahrene Kollegen/-innen in der Praxis.

Beitrag Altenpflege 2018

 

Außerberufliche Erfahrungen sind für die Betreuer wichtig

6.6.2018   Es sind nicht nur reflektiert-aufgearbeitete berufliche Erfahrungen, die für die Helfer wichtig sind, die sterbende Menschen betreuen. Gerade auch die Erfahrungen im persönlichen Lebensumfeld besitzen einen bedeutsamen Einfluß auf das Verhältnis zu Sterben und Tod. Für zahlreiche Helfer sind diese eigentlich privaten Erfahrungen so bedeutsam und einprägsam, dass sie fortan die berufliche Betreuungsarbeit weit bewußter – und sicher zugunsten der Sterbenden – durchführen.

 

Beitrag Berufserfahrung Die Schwester Der Pfleger Juni 2018

(Video-) Interview mit Zeitschrift Altenpflege

28, Mai 2018    Eine Million Berufstätige, überwiegend Pflegende, befassen sich ständig mit dem Thema Sterben. Das hat Prof. Dr. Wolfgang George im Rahmen seiner deutschlandweit geführten „Gießener Sterbestudie“ herausgefunden. Welche (vor-) beruflichen Erfahrungen diese Menschen in die Sterbebegleitung geführt haben, darüber spricht der Leiter des TransMIT-Instituts für Versorgungsforschung in Gießen im Interview mit der Redaktion Altenpflege

http://www.altenpflege-online.net/Infopool/Videos/Studie-betrachtet-Biografien-von-Sterbebegleitern

 

 

Die Wirklichkeit steht über der Idee

23. Mai 2018   Weitgehende Bestätigung des in der päpstlichen Enzyklika „Laudato si“ identifizierten, zusehend autonomen bzw. selbstregulierenden Erfolgsprozesses von Technik und Wirtschaft erfährt der Herausgeber des Buches Laudato si: Wissenschaftlker antworten auf die Enzyklika von Papst Franziskus durch seine Erfahrungen im Gesundheitswesen. Auch dort führt das – durchaus begründete und notwendige – spezielle und differentielle Wissen immer häufiger dazu, dass die entstanden Informationen (a), die sich ergebenden Handlungsoptionen (b) und die mit diesen verbundenen Leistungen (c), nicht in der hierfür eigentlich notwendigen Weise, zugunsten des Patientenwohls und der Lebensqualität der Patienten zusammengeführt bzw. konsensuell-ethisch geprüft werden.  Wird diese fachliche und ethische Reflexivität durch ökonomische Zielstellungen und Handlungen ersetzt sind die Regeln der Gerechtigkeit insgesamt betroffen. Erweitert man diesen Befund um die Tatsache, dass ca. 80% aller für die Gesunderhaltung von Menschen verwendeten Ressourcen ca. 20% der Weltbevölkerung für sich beanspruchen, wird klar vor welchen Gerechtigkeitsproblemen die Weltgesellschaft heute wirklich steht.

 „Eine Wissenschaft, die angeblich Lösungen für die großen Belange anbietet, müsste notwendigerweise alles aufgreifen, was die Erkenntnis in anderen Wissensbereichen hervorgebracht hat, einschließlich der Philosophie und der Sozialethik. Das ist aber eine Leistung, die heutzutage nur schwer erbracht werden kann. Deshalb kann man auch keine wirklichen ethischen Horizonte erkennen, auf die man sich beziehen könnte. Das Leben geht dahin, sich den Umständen zu überlassen, die von der Technik geprägt werden, die ihrerseits als die wesentliche Quelle zur Deutung der Existenz verstanden wird. In der konkreten Wirklichkeit, die uns entgegentritt, werden verschiedene Symptome sichtbar, die den Irrtum aufzeigen – wie zum Beispiel die Umweltverschmutzung, die Angst und der Verlust des Lebens- und Gemeinschaftssinns. So zeigt sich einmal mehr: Die Wirklichkeit steht über der Idee (S110 Laudato si)“

http://www.laudato-si.info

Projekt zur Verbesserung der Versorgungsqualität in der letzten Lebensphase wird durch G-BA Innovationsfonds gefördert

16. Mai 2018  Konsortium um TransMIT-Projektbereich für Versorgungsforschung erhält Zuschlag durch Innovationsausschuss beim Gemeinsamen Bundesausschuss

Der Innovationsausschuss beim Gemeinsamen Bundesausschuss (G-BA) hat bekanntgegeben, dass das von der TransMIT Gesellschaft für Technologietransfer mbH eingereichte Projekt „Analyse und Verbesserung des sektor- und bereichsübergreifenden Schnittstellen-  und Verlegungsmanagements in der Palliativversorgung“ eine umfangreiche Förderung in Höhe von 1.994.520,00 Euro erhalten wird. Das Projekt wird innerhalb der Förderungsdauer von drei Jahren von einem Konsortium unter der inhaltlichen Leitung des TransMIT-Projektbereichs für Versorgungsforschung realisiert. Die Gesamtprojektsteuerung übernimmt die TransMIT als Koordinator. Zu den Konsortialpartnern gehören das Universitätsklinikum Gießen undMarburg, die Gemeinnützige Gesellschaft für Soziale Dienste, der AWO Stadtkreis Gießen mbH, das Deutsche Krankenhausinstitut e.V., die BIG direkt gesund, die Ostbayerische Technische Hochschule Regensburg sowie die Technische Hochschule Mittelhessen. Um die angestrebte Qualität der Forschung und den Praxistransfersicher zustellen, sind die Altenheime und Pflegezentren Main-Kinzig-Kreis, die Hessische Kassenärztliche Vereinigung sowie der Hessische Städte- und Gemeindebund ergänzend eingebunden.

„Die positive Entscheidung des Innovationsausschusses ist ein großer Erfolg für die Versorgungsforschung in der mittelhessischen Region“, betont Prof. Wolfgang George, Leiter des TransMIT-Projektbereichs für Versorgungsforschung und verantwortlich für die inhaltliche Projektkoordination, stellvertretend für die beteiligten Konsortialpartner.

 

Albert-Osswald Pflegeeinrichtung des AWO-Stadtkreis Gießen mit Siegel ausgezeichnet

Erste hessische Pflegeeinrichtung ausgezeichnet

30. April 2018   Das „Albert-Osswald-Haus“ der Gemeinnützigen Gesellschaft für Soziale Dienste der AWO-Stadtkreis Gießen mbH ist Hessens erste stationäre Pflegeeinrichtungen, die mit dem Deutschen Palliativsiegel ausgezeichnet wurde. Das unter Koordination von Prof. Wolfgang George entwickelte Verfahren wurde 2014 mit dem Ziel vorgestellt, stationäre Versorger auszuzeichnen, denen es gelingt Schwerstkranke und Sterbende menschenwürdig zu betreuen. „Das Albert-Osswald-Haus ist eine Einrichtung, in der der Leitsatz ’Wir gestalten Lebensräume mit Herz und Respekt’ auch für die Lebensphase des Sterbens und darüber hinaus gilt und gelebt wird. Hier wird deutlich, dass es in Alten- und Pflegeheimen entgegen häufiger oft unbegründeter Vorbehalte möglich ist, ein letztes Zuhause zu finden mit der Gewissheit menschlich und mit einer hohen Fachlichkeit begleitet und umsorgt zu werden“, so der begleitende Visitor Uwe Brömmer.

https://www.giessener-allgemeine.de/regional/stadtgiessen/Stadt-Giessen-Keine-Spezialwelt-fuer-das-Sterben;art71,424363

Auszeichnung für Albert-Osswald-Haus

Pflegeeinrichtung Santa Isabella in Niedernberg ausgezeichnet

Im November 2017 wurde die stationäre Pflegeeinrichtgung Santa Isabella in Niedernberg/Franken mit dem Deutschen Palliativsiegel ausgezeichnet. „Wir sehen das Santa Isabella als gelungenes Beispiel dafür, dass es in Deutschland Pflegeeinrichtungen gibt, die entgegen aller immer wieder zu hörenden und sicher teils berechtigten Kritiken, Hervorragendes leisten und wir sehen es als unsere Pflicht, auf diese ausdrücklich hinzuweisen“, so der Siegelgeber Wolfgang George: “Dabei gelingt es der Einrichtung sehr gut  vitale, gemeindenahe und bürgerfreundliche Angebote in das Versorgungskonzept zu integrieren. Kooperationen, die dann auch für die anspruchsvolle Situation des Sterbeprozesses hilfreich sind.“ Die Urkundenübergabe fand im Rahmen des 5.Kongresses zu den Sterbebedingungen in Krankenhäusern und Pflegeeinrichtungen am 30.11.2017 in Gießen statt.

Wie organisiert man regionale Wertschöpfungsketten?

Eine Fortbildung zum „Zertifizierten Regionalökonomen“ bietet die Technische Hochschule Mittelhessen ab dem kommenden Wintersemester an. Der Lehrgang des Hochschulzentrums für Weiterbildung richtet sich an Mitarbeiter kommunaler und anderer öffentlicher Einrichtungen, an Beschäftigte der Regionalwirtschaft, an Planungs-, Projekt- und Beratungs-Gesellschaften.

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Regional-ökonomisches Wissen werde dringend benötigt, bilanziert Prof. Dr. Wolfgang George, fachlicher Leiter des Lehrgangs. Und er erläutert: „Die Teilnehmer lernen, wie regionale Wertschöpfungsketten multidimensional organisiert und regionale Marken aufgebaut werden. Sie können so der erkennbaren Abwanderung aus dem ländlichen Raum und dem regionalen Kaufkraftverlust entgegenwirken.“ (Foto: TH Mittelhessen)

Das Handwerkszeug hierfür liefert der einsemestrige nebenberufliche Lehrgang in drei Modulen. Zunächst geht es um „Methoden, Techniken, Qualitäts- und Risiko-Management“.Das zweite Modul widmet sich speziellen Problemen der Regional-Ökonomie wie Finanzplanung, Marketing, Businessplan und Controlling. Der letzte Abschnitt trägt den Titel „Regional-Ökonomie als Strategie der Unternehmens- und Geschäftsfeldentwicklung“. Die Wissensvermittlung erfolgt über eine Online-Lernplattform.

Zusätzlich sind 15 Präsenztage vorgesehen. Die Leistungsnachweise werden für den Studiengang Master of Business Administration der THM anerkannt.

Kooperationspartner sind der Deutsche und der Hessische Städte- und Gemeindebund. Der Lehrgang beginnt im Herbst. Anmeldeschluss ist der 1. Oktober.

Weitere Informationen gibt es bei Tina.Weiss@hzw.thm.de und im Internet (www.thm.de/hzw).

Abschlussbericht „Hessischer Energiegipfel“ liegt vor.

Hessischer Energiegipfel

Am 10. November 2011 fand in der Staatskanzlei in Wiesbaden die Abschlusssitzung zum Hessischen Energiegipfel statt. Im Anschluss daran stellten der Hessische Ministerpräsident Volker Bouffier gemeinsam mit dem stellvertretenden Ministerpräsidenten Jörg-Uwe Hahn, Umweltministerin Lucia Puttrich, Wirtschaftsminister Dieter Posch und Finanzminister Dr. Thomas Schäfer die Ergebnisse der Beratungen vor. (Foto: Pressestelle der Hessischen Staatskanzlei)

Genossenschaftliches Vorgehen hat die Chance, sich als Leitmodell durchzusetzen.

„Wir sehen uns in unserem Vorgehen Energie-Genossenschaften in möglichst enger Abstimmung mit den kommunalen Partnern zu gründen bestätigt“.

Der § 121 der Hessischen Gemeindeordnung, der die wirtschaftliche Betätigung von Kommunen begrenzt, soll zugunsten einer „kriteriengeleiteten“ Betätigungs-Möglichkeit relativiert werden. Und hier denkt man auch an die Beteiligung von Bürger-Genossenschaften.

„Wesentliche Aussagen des Berichtes bestätigen ausdrücklich unser bisheriges Vorgehen.“, bewertet Dr. Wolfgang George von der ARGE Energie-Genossenschaften den am 10. November veröffentlichten Abschlussbericht des Hessischen Energiegipfels.

Der 22-seitige Bericht fasst die Ergebnisse und Empfehlungen der 4 Arbeitsgruppen und die verschiedenen Kommentierungen der hessischen Oppositionsparteien zusammen.Zu folgenden Sachverhalten formulieren die Arbeitsgruppen ihre Ergebnisse und Empfehlungen:

1. Ausbau eines zukunftsfähigen Energiemixes aus erneuerbaren und fossilen Energien in Hessen.
2. Identifizierung von Energieeffizienz- und Energiespar-Potentialen in Hessen.
3. Anforderungen an eine verlässliche und versorgungssichere Energieinfrastruktur.
4. Gesellschaftlichen Akzeptanz einer veränderten Energiepolitik in Hessen.

„Natürlich bleiben zahlreiche Unschärfen und auch offene Fragen. Umso erfreulicher, dass unsere Kernbotschaft einer kooperativen Regional-Ökonomie sich an verschiedensten Stellen einfindet, obwohl wir nicht direkt in der Gruppe vertreten waren.

Wenn wir auch weiterhin in kooperativ-intelligenter Abstimmung mit den Vertretern der Kommunen, deren Stadtwerken, den regionalen Banken und eben auch den Bürgern vorgehen, wird sich das genossenschaftliche Vorgehen als Leitmodell durchsetzen. Da bin ich sehr zuversichtlich.

Zugleich müssen wir kritisch prüfen, wie wir unsere Argumente, Erfahrungen und Modelle zukünftig konstruktiv in einen zu erstellenden hessischen Masterplan einbringen. Aber auch hier bin ich zuversichtlich, denn uns eint das gemeinsame Interesse an einer lebenswerten Zukunft in Hessen.“

Veränderte Rahmenbedingungen für die Region erfordern neue berufliche Kompetenzen.

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Prof. Dr. Wolfgang George: Schlüssel zum Erfolg die regionalen Veränderungen nutzen (Foto: Wilfried J. Klein)

Die verschiedenen Handlungsfelder der Regionalwirtschaft und die sich aus diesen ergeben, haben sich verändert. Der Wandel ergibt sich weniger aus den gesetzlichen Veränderungen oder neuen Erkenntnissen der Volks- und Betriebswirtschaft als vielmehr den sich ändernden endogenen Bedingungen für die Region. So wirken sich der demographische Wandel, Landflucht, Konzentration der Unternehmen und Kompetenzen nicht ausgeglichenen Kommunalhaushalten und der damit einher gehende Rückbau infrastruktureller Leistungen zusehend aus.

Berufliche Aus- und Weiterbildungen zum Regionalmanager waren eine Reaktion auf diese Änderungen. Indes zeigt sich gegenwärtig dass die vermittelten Methoden und Kenntnisse nur bedingt geeignet sind die gegenwärtig notwendigen Steuerungen zu vermitteln.So ist noch dezidierteres Wissen um das wirtschaftliche Entwicklungspotential der Region gefordert. Aus diesen — zu mehr Wettbewerb und Aktionsfeldern in der Region — führenden Potentialen haben sich neue Organisations-Formen, Funktionalitäten und Geschäftsmodelle für die Regionalwirtschaft etabliert. Diese bleiben nicht ohne Auswirkung auf die Tätigkeits- und Verantwortungs-Profile der Kommunen, Stadtwerke und die in der Region tätigen Organisationen und deren Mitarbeiter. So ist ein Schlüssel zum Erfolg die regionalen Veränderungen zu nutzen die Ausbildungsqualität, Kenntnisse und Fähigkeiten der handelnden Personen.

Regionale Ökonomie : Bürger mobilisieren ihre eigenen Ressourcen

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Prof. Dr. Hans-H. Münkner schrieb in seinem Buchbeitrag über die regionale Ökonomie

Helmut Euler: Das Geld des Dorfes dem Dorfe

Obgleich Kenntnisse über Genossenschaften oft fehlen, Vorurteile weit verbreitet sind und Genossenschaftslehre im Unterricht an Schulen und Universitäten eher die Ausnahme, als die Regel ist, zeigt sich in den vergangenen Jahren verstärktes Interesse an der Gründung neuer Genossenschaften.

Wie zu Zeiten Raiffeisens und Schulze-Delitzschs entwickeln sich mit Bio-Energiedörfern, genossenschaftlichen Dorfläden und Kooperation im Gesundheitswesen replizierbare Modelle neuer Genossenschaften, die zahlreiche Nachahmer finden.

Als neuer Trend ist zu beobachten, dass der Nutzerkreis sich erweitert. Von einer begrenzten Selbsthilfegruppe für individuelle Zwecke kommt es häufiger zu lokalen und regionalen Bürgergruppen zu Verfolgung kommunaler und regionaler Zwecke, wo der Staat sich zurückzieht und kommerzielle Investoren kein Interesse zeigen. Bürger mobilisieren ihre eigenen Ressourcen um Infrastruktur zu erhalten und auszubauen, Lebensqualität in der Kommune nachhaltig zu verbessern, Arbeitplätze außerhalb der Landwirtschaft zu schaffen, Selbstversorgung mit Energie, Nahrungsmitteln und sozialen/kulturellen Dienstleistungen zu organisieren.

Dafür wurden durch die Genossenschaftsrechtsnovelle 2006 die rechtlichen Rahmenbedingungen verbessert. Es werden Gründungshilfen organisiert und Gründungskosten gesenkt. Typisch genossenschaftliche Finanzierungsregeln werden wieder entdeckt und zeigen den Weg zur Mobilisierung örtlicher Ressourcen für örtliche Entwicklung nach dem Motto „Stärkung der örtlichen Infrastruktur mit eigenen Ressourcen“.

Helmut Euler, Vorstandsvorsitzender der VR Bank Hessenland eG spricht in einem Bericht in der Oberhessischen Presse (vom 26.05.2011, S. 27) von der VR Bank Hessenland „als Impulsgeber, nicht als investierender Akteur: Das Geld des Dorfes dem Dorfe“ und von Geldanlagen, „die den Bürgern die Teilhabe an der Wertschöpfungskette ermöglichen“.

Kurzbiographie von Prof. Dr. Hans-H. Münkner

Geboren 1935. Jurastudium in Marburg, Mainz und Berlin 1955 – 1961, Abschluss mit 1. juristischem Staatsexamen. Ausbildung als Genossenschaftsberater für Entwicklungsländer 1962/63, 1970 Promotion zum Dr. jur. am Fachbereich Rechtswissenschaften der Philipps-Universität Marburg, mit einer Arbeit zum afrikanischen Genossenschaftsrecht. 1972 Ernennung zum Professor für in- und ausländisches Gesellschaftsrecht und Genossenschaftslehre an der Philipps-Universität Marburg. 1972-1991 Mitglied des Direktoriums, von 1991 bis 2000 geschäftsführender Direktor des Instituts für Kooperation in Entwicklungsländern der Philipps-Universität Marburg. Seit 2000 im Ruhestand.Gastprofessuren: 1982-1988 Universität Padjadjaran (UNPAD), Bandung, Indonesien; 1993 Universität Paris V, René Descartes.
Forschungsschwerpunkte: Gesellschaftsrecht und Bodenrecht der Entwicklungsländer, insbesondere Genossenschaftsrecht (Gesetzgebungsberatung) und Selbsthilfeförderung in Afrika und Asien, Einsätze als Berater im Rahmen internationaler (FAO, ILO, UNIDO UNDAT, IFAD) und bilateraler Entwicklungszusammenarbeit (GTZ, FES, KAS) in Afrika, Asien, Pazifik, Lateinamerika. 1987-1991 Koordinator des Großprojekts der DG BANK „Strukturfragen der deutschen Genossenschaften“.
Gesetzgebungsberatung im Bereich Genossenschaftsrecht in Europa (Malta 1978/79); Afrika (Obervolta/Burkina Faso 1978-1980; Tansania 1982/83; Lesotho 1984; Guinea/Conakry 1985; Zimbabwe 1986-88; Kamerun 1990-92; Kenia 1994; Côte d’Ivoire 1995; Mauritius 1997); Asien (Singapur 1974/75; Thailand 1979/80 und 1994; Pakistan 1983; Malaysia 1989); Süd-Pazifik (Solomon Islands und Tuvalu 1987).

Mitgliedschaften: Seit 1973 Mitglied des Board of Trustees, seit 1992 Patron und seit 2009 Fellow der Plunkett Foundation for Co-operative Studies, Oxford. Seit 1974 Vorstandsmitglied der Gesellschaft für afrikanisches Recht. Mitglied des Grundwertekomitees und von der Reference Group für die Reform der Genossenschaftsprinzipien des Internationalen Genossenschaftsbundes (IGB), Genf (1990 bis 1995). 1994-1999 Mitglied des Beirates Bodenrecht und Bodenordnung der Deutschen Gesellschaft für Technische Zusammenarbeit (GTZ), Eschborn. Mitglied der Faculté Européenne des Sciences du Foncier, Strasbourg. Seit 1990 Mitglied der Asociación Internacional de Derecho Cooperativo, Universidad de Deusto. Seit 1995 Ehrenmitglied der British Co-operative Law Association.

Prof. Dr. Hans Münkner ist ebenso Verfasser zahlreicher Bücher und Aufsätze über die Themen Genossenschaftstheorie, Recht der Selbsthilfeorganisationen, Selbsthilfeförderung, afrikanisches Bodenrecht, Recht und Entwicklung und Gesetzgebungsberatung.

Warum ein Gründerzentrum Genossenschaften?

Gemeinsames (Er-)Wirtschaften hat seinen besonderen Charme.

Genossenschaften galten lange Zeit als angestaubt und uncool. Sie sind historisch gewachsen, von den Gilden und Kooperationen des Mittelalters, über den Weyerbuscher Brodverein hin zu den modernen Genossenschaften der Jetzt-Zeit.

Raiffeisen-Denkmal in Neuwied (Foto: F. Lang, Quelle:wikipedia)

Raiffeisen-Denkmal in Neuwied (Foto: F. Lang, Quelle:wikipedia)

Eng verknüpft mit den Lebenswerken von Friedrich Wilhelm Raiffeisen und Hermann Schulze-Delitzsch erlebt das Rechts- und Sozialformat der Genossenschaft heute tatsächlich eine Renaissance.

Mehr Chancen durch die kooperative Ökonomie.

Der weltweite Erfolg der Genossenschaften ist eindrucksvoll. Laut Aussage der UNO existieren in mehr als 100 Ländern viele Tausend Genossenschaften, in denen 800 Millionen Mitglieder beheimatet sind und die über 100 Millionen Arbeitsplätze stellen. Mit zunehmender Geschwindigkeit sind in den letzten 10 Jahren 1000 neue Genossenschaften deutschlandweit gegründet worden. Die jetzige Finanzkrise fördert einen Umdenkprozeß.

Insbesondere in den Bereichen Gesundheitswesen, Energiewirtschaft, Soziales Leben und Wohnen, Bildung und auch im öffentlich-kommunalen Umfeld entstanden neue und flexible Wirtschaftsunternehmen, die etwas anders ticken als andere Rechtsformate.

Unsere Gesellschaft braucht mehr Werteorientierung.

So steht neben der Selbstverwaltung, der Selbsthilfe und der Selbstverantwortung vor allem die Mitgliederförderung im Fokus der Genossenschaften. Und das gemeinsame (Er-)Wirtschaften hat seinen besonderen Charme.

In einer Zeit, wo die Politik Bürgerinnen und Bürger nicht bei der Zukunftsgestaltung Deutschlands mit ins Boot nehmen, ist die Selbsthilfe ein wichtiger Faktor für den Erhalt von Lebensqualität.

Mehrwert durch Netzwerke.

Durch die Zusammenarbeit von Bürgern, Kommunen und regionalen Unternehmen können neue Netzwerke und neue Genossenschaften entstehen. Sie nutzen auch den (bisherigen) Einzelkämpfern und von der Arbeitslosigkeit betroffenen Menschen, die kaum ihren Lebensunterhalt verdienen.

Machen Sie mit – in einer bestehenden Genossenschaft oder gründen Sie eine neue! Wir unterstützen Sie dabei.

Unsere Gesellschaft braucht mehr Werteorientierung.

Blick in die neue Stadtverwaltung in Gießen (Foto: wjk)

Blick in die neue Stadtverwaltung in Gießen (Foto: wjk)

Welchen Zukunftsbeitrag können Genossenschaften leisten?

Die ökonomische Substanz der Exportwirtschaft auf der unser wirtschaftlicher Erfolg maßgeblich beruht, droht durch die sich vollziehende Finanzkrise verloren zu gehen. Keiner hofft es und es gilt alles Machbare zu unternehmen um eine mögliche Talfahrt zu verhindern, zugleich wäre es naiv vor dieser Möglichkeit die Augen zu verschließen.

GenoFutura-AWARD: Call for Papers

Prof. Dr. Wolfgang George

Prof. Dr. Wolfgang George

Ausgangssituation

Neue Lösungen der Zusammenarbeit zwischen der öffentlichen Hand, der regionalen Wirtschaft und den Menschen vor Ort sind gefragter denn je.

Grund hierfür sind sich verändernde äußere Rahmenbedingungen, aber auch neue Werte und Orientierungen der Menschen.

Die in einer Stadt oder ganzen Region erreichte Zukunfts- fähigkeit hängt dabei von zahlreichen Kriterien ab:

  • Güte und Vielfalt der vorschulischen und schulischen Angebote
  • Qualität der Gesundheits- und Pflegeversorgung
  • Möglichkeiten zum Einkauf
  • Bezahlbarkeit des Wohnens
  • Möglichkeiten der Freizeitgestaltung

Klar ist auch hier: die Region in welchen die Beteiligten gut miteinander kooperieren die besseren Angebote vorhalten kann.

Im Rahmen des 2. Kongresses: „Kommunale Kooperation: Regionales Zukunftsmanagement“ am 24. November in Gießen, verleihen wir den GenoFutura AWARD 2011 für bereits umgesetzte Projekte der kommunalen Zusammenarbeit.

Gestaltung des Exposes

Das Expose sollte wie folgt aufgebaut sein:

1. Beschreibung der Ausgangslage
2. Benennung der Zielsetzung
3. Art des Vorgehens / Programm und Inhalte
4. Ergebnisse des Projektes
5. Wie soll das Projekt / Thema weiterentwickelt werden
6. Kurzzusammenfassung
7. Beteiligte Partner

Art der Übermittlung

Das Expose für den GenoFutura-AWARD 2011 ist postalisch, bitte in 2 facher Ausfertigung, an folgende Adresse zu senden:

Andramedos eG
Geno-Futura AWARD 2011
Jahnstraße 14
35394 Gießen

Annahmeschluss: 20.10.2011

Alte Trampelpfade verlassen.

Breitband-Kommunikation in Mittelhessen muss den Markt auf breiter Basis abbilden und zügig vorangetrieben werden – Finanzierung des flächendeckenden Ausbaus sollte „auf mehr Schultern“ gelegt werden

Als typische Infrastrukturmaßnahme lässt sich die Breitband-Kommunikation zu den öffentlichen Aufgaben zugehörig charakterisieren. Das Land Hessen allein kann nicht die hierzu notwendigen Investitionen tragen, kann nur begrenzte Fördermittel bereitstellen. Den Stand des Ausbaus der Breitband-Kommunikation in Hessen kann man unter www.hesbis.de ermitteln.

So sind auch Kommunen und Landkreise zusammen mit privaten Investoren gefordert, in den Markt einzutreten. Der Landkreis Gießen hat in einer Verlautbarung vom 15. November 2010 die Gründung einer „Breitband Mittelhessen GmbH“ in Aussicht gestellt. Angesichts der knappen öffentlichen Haushalte ist das Risiko von Finanzierungslücken bei einer GmbH mit nur wenigen Gesellschaftern als hoch einzuschätzen.Der zügige Ausbau der Breitband-Kommunikation ist auch deshalb von Nöten, weil nur noch wenige IP-Adressen im IPv4-Adressraum vorhanden sind, die die Adressierung und das Routing von Datenpaketen regeln und die Umstellung auf das IPv6-Verfahren noch Zeit beansprucht. Man rechnet damit, das die IP-Adressen nur noch bis zum März 2011 reichen.

Eine Alternative zur GmbH böte die Gründung einer Genossenschaft, in der auch die Bürgerschaft (Unternehmen und Privathaushalte) eingebunden werden könnten, wie dies bei PPP-Projekten (Public Private Partnership) nicht ungewöhnlich ist. Neben dem Charme des Genossenschaftsmodells, Kunden der Breitband-Kommunikation mit einzubinden, steht auch Pate für eine Vitalisierung gemeinsamen, demokratischen Handelns unter klar definierten ökonomischen Zielen.

Dies wäre ein gutes Signal von Politikern für mehr Bürgerbeteiligung. Für mehr „Kommunale Kooperation“ wirbt auch der erste internationale Fachkongress mit gleichem Namen, der am 25. November 2010 in Gießen stattfindet.

Kooperation intensivieren

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FH-Präsident Prof. Günther Grabatin im Gespräch mit dem Leiter der Gießener Arbeitsagentur Eckart Schäfer, Gunter Ratz vom Hochschulteam der Arbeitsagentur und den FH-Vizepräsidenten Prof. Axel Schumann und Prof. Harald Danne (von rechts).

Gießen, 19. Oktober 2010 – Die Gießener Arbeitsagentur will ihre Beratungstätigkeit für Akademiker und junge Leute, die ein Studium beginnen möchten, ausbauen. Sie will dabei enger mit den Hochschulen der Region zusammenarbeiten. Das ist eines der Hauptergebnisse eines Gesprächs zwischen Prof. Günther Grabatin, Präsident der FH Gießen Friedberg, den Vizepräsidenten Prof. Harald Danne und Prof. Axel Schumann und dem Leiter der Arbeitsagentur Eckart Schäfer.„Wir wollen nicht nebeneinander arbeiten, sondern gemeinsam etwas für die Region tun“, so Danne, der die bisherige Zusammenarbeit der Zentralen Studienberatung der FH und des Hochschulteams der Arbeitsagentur lobte. Besser koordinieren wolle man aber noch die Betreuung der Gymnasien und Fachoberschulen in Mittelhessen.

Ein Kooperationsfeld sehen die beiden Einrichtungen auch in der Weiterbildung. FH und Arbeitsagentur haben bereits gute Erfahrungen mit dem Fortbildungsprogramm „QualifizierungPlus“ gesammelt, in dem arbeitslose Ingenieure über 40 individuell auf den Wiedereinstieg in den Arbeitsmarkt vorbereitet wurden. Ein ähnliches Projekt halten Grabatin und Schäfer auch für Berufstätige, die von Arbeitslosigkeit bedroht sind, für sinnvoll. „Wir müssen gemeinsam alles dafür tun, dem zunehmenden Bedarf an hochqualifizierten Fachkräften Rechnung zu tragen“,  so Schäfer.

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FH-Präsident Prof. Günther Grabatin im Gespräch mit dem Leiter der Gießener Arbeitsagentur Eckart Schäfer, Gunter Ratz vom Hochschulteam der Arbeitsagentur und den FH-Vizepräsidenten Prof. Axel Schumann und Prof. Harald Danne (von rechts).

Wir können doch nicht immer nur nach dem Staat rufen.

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Das Auditorium in Heuchelheim (Foto: Wilfried J. Klein)

Arbeitsplätze schaffen – eine gemeinsame Aufgabe von Kommune und Bürgern

Das Thema „Neue Arbeitswelten in Heuchelheim“ führte in der dortigen Turnhalle einen kleinen Kreis interessierter Bürger und Kommunal- verantwortlicher zusammen. Bürgermeister Steinz hatte zu diesem, nicht nur für die Gemeinde Heuchelheim wichtigen Thema eingeladen. Auf dem Podium hatten sich neben dem Bürgermeister, Geschäftsführer Peter Momper von der Klima- und Energieagentur Mittelhessens, Heiko Schuster als ortsansässiger Handwerker, Marco Sankewitz, Teamleiter der Bundesagentur für Arbeit (BA), der Zukunftsforscher Karl-Heinz Thiess (Network-Consulting) und Dr. Heinz-Otto Weber, Geschäftsführer des Instituts für Genossenschaftswesen an der Universität Marburg (ifG Marburg) unter der Moderation von Prof. Dr. Wolfgang George (Kooperatives-Mittelhessen) zusammengefunden.

Die Experten waren sich rasch dahingehend einig, dass die absehbaren bzw. bereits eingetretenen Veränderungen der Arbeitswelt auch in Heuchelheim ihren Ausdruck fänden. Lückenlose Erwerbsbiographien würden zukünftig nur noch wenige für sich beanspruchen können, zu groß seien Anpassungsdruck auf Branchen und Anforderungen der (globalisierten) Märkte. Von einer durchaus soliden Ausgangsposition in Heuchelheim ausgehend, dass einen bis heute industriell geprägten Arbeitsmarkt aufweise, müsse man sich auch hier auf die Veränderungen einstellen, betonte Bürgermeister Steinz. Jenseits der großen Betriebe müssten vermehrt kleine und mittelständige Gründungen und Ansiedlungen gelingen.

In der Expertenrunde war man sich rasch dahingehend einig, dass das Thema Energie und hier insbesondere die regional organisierte Energieerstellung und Versorgung eine der großen Chancen für eine nachhaltige Konsolidierung der Arbeitswelt bieten könnte. Erhebliche Investitionen stünden bevor, insbesondere in die bislang noch viel zu kurz gekommene Energieeffizienzerhöhung der Häuser, so Peter Momper. Dieser führte eine Beispielrechnung aus, in welcher allein im Landkreis Gießen eine Investitionssumme von 2 Mrd. € anstünde, wenn alle Häuser entlang der formulierten und verabschiedeten Klimaschutzziele saniert würden.

Solch eine volkswirtschaftliche und gesamtgesellschaftliche Leistung ist nach Ansicht von Heinz-Otto Weber umfassend nur in einem kooperativ-ökonomischen Geschäftsmodell nachhaltig leistbar. Einem mitgliedernutzenbasierten Gemeinschaftsmodell, in dem neben Eigenleistung und nachbarschaftlich-unterstützendem Bürgerengagement auch das Engagement und vielfältige Leistungsangebot der ortsansässigen Handwerker, Dienstleister und anderen mittelständigen Arbeitgebern zum Nutzen aller Beteiligten miteinander verbunden werden müsste. Die gemeinsame Ziel- und Motivationslage führe zu einer förderwirtschaftlichen Zweckgemeinschaft aller Nutzer, für die und ihre Vernetzung mit anderen Projekten die Genossenschaft (eG) die passendste Vereinigungsform sei.

Neben dem Energiethema, sei die Gesundheitswirtschaft und hier insbesondere der Umgang mit den Anforderungen, die sich aus der demographischen Entwicklung, einem weiteren Megatrend mit erheblichen Auswirkungen auf die zukünftige Arbeitswelt, zu nennen.. Man müsse sich wohl von der bisher als stabil angesehenen Trennung von Lebens- und Arbeitswelt verabschieden. Viele Tätigkeiten – gerade im Dienstleistungsbereich – könnten zunehmend auch aus einem Home-Office betrieben werden. Lange Anfahrten zur Arbeitsstelle entfallen und geringer werdende Löhne bei zugleich steigender Lebensqualität eröffneten neue Alternativen, so der angereiste Zukunftsforscher Karl-Heinz Thiess.

Marco Sankewitz betonte in seinen Ausführungen die Bedeutung der Rückbindung der Arbeit in den regionalen Handlungsraum der Unternehmen und zugleich den Lebensraum der Arbeitssuchenden. Die Optimierung der Zusammenführung der sich hieraus ergebenden Arbeitsmöglichkeiten sei eine wichtige Zielgröße der BA. Genaue Kenntniss der jeweiligen Bedürfnisse und Fähigkeiten von Arbeitgebern und Arbeitslosen seien hierfür Voraussetzung sowie für gelungene Projekte, die auf allen Seiten Gewinner zurückließen. Das Arbeitsfeld Energiewirtschaft sei exemplarisch gut geeignet die Akteure zusammenzuführen. Das unterstützende Engagement der BA in solchen Projekten sei für ihn selbstverständlich.

Nach der gemeinsam – und unter Einbindung der anwesenden Gäste –vorgenommenen Ausgangsbestimmung galt die zweite Gesprächsrunde den konkreten Möglichkeiten des praktischen Vorgehens in Heuchelheim. Wo und mit wem könne man als erstes anpacken, und wie dabei zugleich bürgerschaftliches Engagement entfachen?
Zwei schon greifbarere Ideen entwickelten sich im Verlauf der nun anschließenden Aussprache zwischen Podiumsgästen und anwesenden Besuchern. Bürgermeister Steinz formulierte hierbei die Überlegung, ob es nicht möglich sei, ein Pilot- oder Modellprojekt rund um das ja bereits existierende „Heuchelheimer Haus“ zu initiieren. Es müsse doch möglich sein, hier unter breiter Einbindung aller potentiell Interessierter aus Bürger- und Handwerkerschaft ein handlungsfähiges Bündnis zusammenzuführen.

Genauso aufgeschlossen zeigten sich alle Anwesenden der Überlegung einen Plan zur bürgernahen, energetischen Sanierung der Häuser und Immobilien Heuchelheims auf den Weg zu bringen. Gerade hier könnten Nachbarschaftshilfe, zu allererst natürlich die betroffenen Immobilienbesitzer selber, Handwerker und eben alle benötigten Gewerke zu einer Interessengemeinschaft und einem gemeinsamen Antritt zusammengeführt werden. Erinnert wurde an den bedeutsamen Sektor der deutschen Wohnbaugenossenschaften, die es bekanntlich in viel schwieriger und sehr kurzer  Zeit nach dem 2. Weltkrieg geschafft hätten, Wohnraum für Millionen Menschen zu erstellen.

Das nächste Treffen wird im September 2010 stattfinden. Der Bürgermeister wird erneut zum Gespräch einladen, die Expertenrunde eine erste Projektskizze als Grundlage zur weiteren Diskussion und dem möglichen Vorgehen vorstellen. Das Wichtigste ist aber, die interessierten und engagierten Bürgerinnen und Bürger Heuchelheims zu gewinnen!

Veränderte Zeiten erfordern veränderte Formate

Die Römer hätten das Internet bestimmt genutzt (Foto: wjk)Seine eigenen fachlichen Argumente, Überlegungen und Empfehlungen — neben den bisher geübten Formen wie Ver- öffentlichungen, Vorträgen und der Lehre – Interessierten zur Verfügung zu stellen, war nie einfacher als in Zeiten von Wissenschaft 2.0, wikipedia, twitter oder google.

Mein Entschluss diese Möglichkeiten noch stärker als bisher einzusetzen um so auf die Bedürfnisse derer die als regelmäßige Netzbesucher zu bezeichnen sind abzustellen ergibt sich primär aufgrund der Themen mit denen ich mich beruflich befasse.

Themen — und mit diesen verbundene Anliegen und praktische Projekte — die es geradezu zwingend voraussetzen das sie mit interessierten und engagierten Bürger aber auch anderen Experten diskutiert werden.

Welche Themen sind dies?

1. Regionale Lebensqualitätsentwicklung und die Bedeutung von Gesundheit, Bildung und wirtschaftlicher Entwicklung
2. Regionale Gesundheits- und Krankenversorgung. Und hierbei insbesondere die Rolle von Patient und Angehöriger
3. Kooperative Ökonomie, als regional ökonomische Paradigmenwende.