Genossenschaften führen die Interessen vieler zusammen.

Dr. Wolfgang George: Das Rechts-, Wirtschafts- und Sozialformat bietet den handelnden Akteuren in der Krankenversorgung und der Gesundheitswirtschaft die Möglichkeit zur Etablierung einer wertegeleiteten Ökonomie. (Foto: Wilfried J. Klein)

Dr. Wolfgang George: Das Rechts-, Wirtschafts- und Sozialformat bietet den handelnden Akteuren in der Krankenversorgung und der Gesundheitswirtschaft die Möglichkeit zur Etablierung einer wertegeleiteten Ökonomie. (Foto: Wilfried J. Klein)

Das genossenschaftlich organisierte Handeln bietet sich an, um die Interessen vieler bei einer Projekt-Finanzierung oder beim Geschäftsbetrieb zusammenzuführen. Das demokratische Wirtschaftsprinzip der Genossenschaft ist als förderungswürdiges Staatsziel in zahlreichen Bundesländern aufgeführt.

Netzwerke verhindern Insellösungen.

Im Gesundheitswesen und der Sozialwirtschaft existieren tradierte Betätigungsfelder von Genossenschaften (Einkauf, Handel, Wohnungswirtschaft). Die für die gegenwärtigen Anforderungen (etwa nach Zusammenführung der Systembeteiligten, integrierter Zusammenarbeit) zeitgemäßen Lösungen existieren in der Praxis — wenn überhaupt — als unverbundene Insellösungen. Die zuletzt von sich reden machenden Ärztegenossenschaften stellen bestenfalls einen Ausgangspunkt für das Entwicklungsziel kooperativer Zusammenarbeit der Betroffenen dar.

Sicherung der Leistungs-Qualität und der Solidarität der Beteiligten.

Dabei existieren durchaus Ansatzpunkte und erste (Teil-) Modellerfahrungen wie genossenschaftliche Lösungen, maßgeblich durch das sogenannte Identifikations-Prinzip (Mitglieder können Leistungserbringer und Abnehmer sein) ermöglicht. Henke et al zeigen auf wie genossenschaftlich organisierte health-maintenance-organisations funktionieren und die Qualität der Leistungen und Solidarität der Beteiligten sichern können.

Ein Schritt in Richtung solch einer Unternehmung ist ein durch die Bevölkerung und regionalen Kapitalgeber finanziertes und betriebenes Gesundheitszentrum. Der Mitgliedernutzen ist nicht die Kapitalrendite, sondern die Stetigkeit und Umfang der ermöglichten Pflege, sozialen und medizinischen Angebote.

Widerstände gegenüber genossenschaftlichen Lösungen existieren auf Seiten der wirtschaftlich Handelnden, den Kostenträgern, den Leistungsanbietern, den staatlichen / öffentlichen Ermöglichern bzw. durchaus auch den Sozial- und Wohlfahrts- und Patientenverbänden. Jeweils kann der potentielle (bzw. tatsächliche) Verlust eigener Einfluss- und Einnahmemöglichkeit als Begründung identifiziert werden.

Etablierung von Genossenschaften als dritter Sektor in der Gesundheitsversorgung.

Ziel der Aktivitäten rund um das Netzwerk von George ist es, das genossenschaftliche Handlungsformat als 3. Sektor – neben dem öffentlichen und der privatwirtschaftlichen Handeln– in der Krankenversorgung /Sozialwirtschaft zu etablieren. Als Investoren und Member-Value Nutznießer (anstelle Shareholder) treten hierbei regionale Akteure auf.

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