Prof. Dr. Wolfgang George
Dipl.-Psych. • Versorgungsforscher • Herausgeber
Wolfgang George leitet den TransMIT-Projektbereich für Versorgungsforschung und Beratung an der Technischen Hochschule Mittelhessen in Gießen. Seit über zwei Jahrzehnten verbindet seine Arbeit empirische Forschung mit praktischer Umsetzung — immer mit dem Ziel, die Lebensqualität von Menschen zu verbessern.

Forschungsschwerpunkte
Gießener Sterbestudie In Deutschland stirbt etwa jeder zweite Mensch im Krankenhaus — rund 400.000 Menschen jährlich. Die seit 2012 durchgeführten Gießener Sterbestudien untersuchen die psychosozialen und medizinisch-pflegerischen Bedingungen des Sterbens. Über 4.000 Beschäftigte aus Krankenhäusern, Pflegeeinrichtungen und Hospizen wurden befragt.
Deutsches Palliativsiegel Als Konsequenz dieser Forschung wurde das Deutsche Palliativsiegel entwickelt — eine Zertifizierung, die gute Betreuungsqualität Schwerstkranker und Sterbender in allen Bereichen einer Einrichtung nachweist. Krankenhäuser und Pflegeeinrichtungen in Deutschland und Österreich wurden bereits ausgezeichnet.
Anthropozän und Endlichkeitsbewusstsein Ein neuerer Forschungsschwerpunkt verbindet individuelle Sterblichkeit mit globalen Krisen: Das fehlende Bewusstsein für die eigene Endlichkeit beeinflusst, wie Gesellschaften mit Klimawandel und anderen Herausforderungen des Anthropozäns umgehen.
Regionales Zukunftsmanagement
Neben der Versorgungsforschung engagiert sich Wolfgang George für nachhaltige Regionalentwicklung. Die Buchreihe „Regionales Zukunftsmanagement“ (8 Bände) behandelt Themen wie Daseinsvorsorge, Energie, Gesundheit, Existenzgründung und genossenschaftliche Geschäftsmodelle.
Kooperationen
Zusammenarbeit mit Bundesministerien, Universitätskliniken, Krankenkassen, dem Gemeinsamen Bundesausschuss (G-BA), Kommunalverbänden und zahlreichen Institutionen im Gesundheitswesen.