Regionales Zukunftsmanagement Band 8: Anthropozän und Klimawandel

Warum jetzt gehandelt werden muss

Für aufmerksame Bürger, reflektierte Wissenschaftler, intelligente Organisationen (NGO´s) und verantwortliche Politiker ist klar, dass die bereits existierenden und mittelfristig absehbaren Folgen des Klimawandels, disruptives Potential für die Gesellschaft Deutschlands besitzen.

Dabei sind der Klimawandel wie auch der bereits vermessene Biodiversitätsverlust, nur als Symptome eines weiterreichenden planetaren Befundes zu bewerten. Einem Befund der im Anthropozän (Zeitalter des Menschengemachten) seine ursächliche Begründung findet. Entsprechend alarmierend sollte sein, dass 80% der Klimawissenschaftler die planetare Erwärmung in diesem Jahrhundert bei über 2,5 Grad sehen (Pariser Abkommen 1,5 Grad). Geradezu Paradox zur klimatischen Erwärmung, entwickelt sich gegenwärtig eine europäische Kältebedrohungslage aufgrund des zunehmenden Abrisses des Golfstromförderbandes (bzw. des AMOC). Im Fall eines Worst-Case-Klimaszenarios würden die gesellschaftlichen Auswirkungen nur noch im Modell der Kollapsologie versteh- bzw. steuerbar sein. In fast allen Gesellschaften ist zuletzt zu beobachten, dass die bereits vereinbarte Priorisierung des Umgangs mit dem Klimawandel und dessen Ursachen bei relevanten Entscheidern aus Wirtschaft und Politik neu hinterfragt bzw. relativiert werden. Nicht nur in den Vereinigten Staaten findet ein regelrechtes “roll-back“ statt. Aber auch bei den allermeisten Bürgern ist das Thema entgegen aller physikalischen und sozialen Realität (die durch immer weiterreichende Befunde allein des letzten Jahres 2025 akzentuierter denn je ist) weitgehend zugunsten eines „weiter so wie bisher“, auf jeden Fall eines unveränderten Lebensstils emotional, psychologisch und praktisch „bewältigt“ zu sein.

Von Seiten der angewandten Forschung und Experten ist klar, dass es neben der Familie, die Nachbarschaft, Städte, Gemeinde und die Region sind, welche auch in der Zukunft, den Erhalt der notwendigen Resistenzen und Resilienzen ermöglichen. Soll den absehbaren Anforderungen entgegengetreten werden, so ist in einem ersten Schritt steht die objektive Ermittlung der bereits existierenden bzw. absehbaren sozialräumlichen Schwierigkeitslagen die sich aus dem Klimawandel und Anthropozän ergeben. Zugleich müssen die jeweiligen regionalen bzw. kommunalen Erfahrungen, Vorarbeiten und Potentiale ermittelt werden. Neben anderen strategischen Entscheidungen, besitzt das Prinzip der Hilfe zur Selbsthilfe eine Schlüßelfunktion. So kann die Chance einer möglichst offenen Zukunft für kommende Generationen erhalten bleiben. Der Fokus der Ausführungen liegt auf dem wie es den Gemeinden/Regionen gelingen kann, vor erheblich veränderten (globalen und regionalen) Rahmenbedingungen, den Gemeindefrieden, die Daseinsvorsorge und Lebensqualität der Bürger zu sichern. Hierfür wird eine neue bzw. ergänzende regionale bzw. gemeindliche Vision, Zielstellung und Agenda nötigt. Dabei behält die alte Erkenntnis „denke global und handle lokal“ Gültigkeit. Deutlich wird, dass davon auszugehen ist, dass es erst der zunehmende Leidensdruck der Menschen, aber eben auch der Gemeinden, Städte und Regionen sein wird, der als Treiber der Entwicklung zu identifizieren ist. Ziel des Buches ist nicht nur die sich abzeichnende erhebliche Gefährdung einer gemeindlich-befriedeten Zukunft aufzuzeigen, sondern vor allem auch wie durch ein präventiv-vorausschauendes Vorgehen, den damit verbundenen Strategien und Umsetzungsprojekte vorgegangen werden kann. Es entsteht ein Vorgehen, dass sich an einem Leitfaden orientiert.

In dem vorgelegten Band 8 wird an den Ausarbeitungen der vorausgegangenen Bücher und Projekten „Regionales Zukunftsmanagement 1-7“ Anschluss genommen: Themen der Daseinsvorsorge, wie Bildung/Wissensmanagement, Energie, Gesundheit und Pflege, Kooperation, Existenzgründung (z.B. im Ernährungssektor), Genossenschaftliche-regionale Geschäftsmodelle (Regionalökonomie) werden unter dem aktuellen und absehbaren Veränderungsdruck des Anthropozän und Klimawandels ergänzt.

Methodisch/Didaktisch ist das das Buch so aufgebaut, dass es möglichst praxisnahe eingesetzt werden kann. Jedes Kapitel ist – soweit sinnvoll – gleich aufgebaut: 1. Zielstellung. 2. Fachliche Ausführungen / Definitionen 3. Zusammenfassung/Fazit. Es werden Kastenbeiträge, Abbildungen, Tabellen verwendet.

Zielgruppe des Buches sind neben den fachbezogenen (wissenschaftlichen) Experten, insbesondere Kommunalpolitiker, im Regionalmanagement / in Behörden tätige Personen, die genossenschaftlich- bzw. gemeinwohlorientierte Community u. Regionalbewegung, Vertreterinnen relevanter Verbände, NG0´s.


Mit Beiträgen von Karl-Christian Schelzke, Wolfgang Pabst und Pavel Larionov

Mit dem Vorwort von dem Prof Dr. Armin Grunwald

Umfang: ca. 200-250 Seiten in ca. 16 Kapiteln

Erscheinungsdatum / Verlag: Ende 2026 / Pabst-Publisher


Gliederung und Kapitelübersicht

Vorwort

Einführung und Vorarbeiten

1. Das Anthropozän als kommunale Herausforderung

K1: Umgang mit dem Anthropozän und Klimawandel
K2: Neue Risiken bis 2045
K3: Ressourcenanalyse und regionale Potentiale
K4: Die aktuelle Situation in den Gemeinden, Städten und Regionen

2. Strategische Konzeption und Steuerung

K5: Die Vision: Ausgangspunkt von Strategie, Zielsystem und Machbarkeit
K6: Das Steuerungsmodell: Balanced Scorecard (BSC) und Projektmanagement (PM)
K7: Der Werkzeugkasten: Autarkie, Regionalökonomie und Prävention
K8: Die Kampagne: Informations- und Kommunikationsplan
K9: Das Back-Office: Kommunale IT & KI

3. Das Umsetzungsmodell

K10: Der Game-Changer: Die genossenschaftliche Holding

4. Operative Handlungsfelder der Daseinsvorsorge 2045

K11: Kritische Infrastruktur
K12: Energieautarkie durch Regionale Energieversorgung
K13: Wohnen und Mobilität
K14: Resiliente Gesundheits- und Pflegeversorgung
K15: Existenzgründung und Erhalt wirtschaftlicher Leistungsfähigkeit
K16: Katastrophenschutz als Natur- und Lebensraumsicherung

5. Fazit und Ausblick

Beispiel und Call to act

Literatur / Glossar und Hinweise